Heinrich Vogeler
Heinrich Vogeler
wurde am 12.Dezember 1872 in Bremen als 2. von sieben Kindern geboren und wuchs
in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater hieß Carl Eduard Vogeler und
war Eisenwahrengroßhändler, seine Mutter hieß Marie Louise und war eine
geborene Förster. Zwei seiner ältesten Geschwister starben früh, so sollte
Heinrich als ältester das Geschäft seines Vaters übernehmen.
Er hatte den
Abschluss der Mittleren Reife und sollte eine Ausbildung in einem Bremer
Handelshaus beginnen doch er überzeugte seinen Vater das er ein Studium an der
Kunstakademie in Düsseldorf machen durfte. Während seines Studiums dann wurde
er Mitglied der studentischen Malerverbindung ,,Tartarus“ und sollte von dort
an „Mining“ genannt werden.
Im Herbst 1894
starb Vogelers Vater, so wurde der Elterliche Betrieb dann verkauft. Nach dem
Studium schloss er sich 1894 den Malern Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto
Modersohn an. Er war nicht nur durch seine Zeichnerische Werke berühmt sondern
auch als Architekt, Designer, Pädagoge, Schriftsteller und Sozialist. Sein Haus
das er „Barkenhoff“ nannte war ursprünglich ein Worpswedeer Bauernhof. Vogeler
gestaltete es ab 1895 nach den Prinzipien des Jugendstils. Er verwandelte es in
ein Künstlerdomizil, durch selbst entworfene Möbel, Geschirr und Tapeten. Den Garten schmückte er mit symmetrisch
angelegten Blumenbeeten und Hecken und pflanzte ein Birkenwäldchen.
1905 wurde sein
bekanntes großformatiges Gemälde „Das Konzert“ fertig gestellt!
In den Jahren 1904
bis 1905 gestaltete er für den Bremer Senat, die Güldenkammer im Bremer
Rathaus neu.
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nach Berlin und richtete sich dort ein kleines Atelier ein, in dem er auch
Werbegrafiken, zum Beispiel für die Firma Bahlsen entwarf. 1920 zog
Martha Vogeler mit den drei Töchtern Marielouise, Bettina und Martha und ihrem
Freund Ludwig Bäumer in das Haus im Schluh, eine alte Moorkate, die sie mit
Vogelers Unterstützung wieder aufbauen ließ.
Er überließ ihr viele Möbel aus
dem Barkenhoff und trat alle Rechte an seinen Vorkriegswerken an sie ab. Der
„Märchenhof“ war Vergangenheit geworden. Die Barkenhoff-Gemeinschaft wurde
seine neue Familie
Herbst 1924
verließ er dann Moskau, wo er einige Monate zuvor hin gereist war, wieder Richtung
Berlin, nachdem er ein Angebot des Bremer Kaffeehändler und Kunstmäzens Ludwig
Roselius ausgeschlagen hatte, ihm in Bremen ein Atelier einzurichten.
1931 war Vogelers
letzte Reise in die Sowjetunion!
Durch
die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde ihm 1933 der Rückweg nach
Deutschland abgeschnitten. 1934 entstand sein Komplexbild Das dritte Reich, in
dem er Hitler brüllend und mit Hackenkreuz anstelle der Augen darstellte. Im
Jahr 1935 war er Leiter einer Ausstellung der „Internationalen Roten Hilfe“ in
der er auch mit Bildern gegen das Dritte Reich vertreten war: unter
anderem Bücherverbrennung in Berlin, Folterkammer der SA und Konzentrationslager.
Im
März 1941 erfolgte die Scheidung von seiner 2. Ehe Frau Sonja.
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ihn seine Kräfte verließen.
Seine
Rente erreiche ihn nicht mehr und er musste bei anderen Evakuierten um Essen
bitten. Sein Freund der Schriftsteller Erich Weinert, überwies Geld für den
unterhalt, doch dies hatte Vogeler jedoch nie erhalten.
Am
14. Juni 1942 starb er dann im Krankenhaus des Kolchos „Budjonny“ vermutlich
aufgrund eines Blasenleidens und Körperlicher Schwäche.
Erich
Weinert Veröffentlichte Johann Heinrich Vogelers Autobiografie, die dieser in
Moskau begonnen und in Kasachstan fortgesetzt hatte. Zehn Jahre nach dessen Tod
– Im Jahr 1952 gab er Vogelers Erinnerungen heraus.
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