This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Sie
[Heinrich und Mathilde] haben diese Stadt glanzvoll erhöht. Die Fama verkündet
es über den ganzen Erdkreis. Sie haben der Stadt mit geweihten Kirchen und dem
Reliquienschatz welfender Heiliger Glanz und Ansehen geschenkt und sie mit
weiten Mauern befestigt.
Heinrich
erkannte bereits Mitte des 12. Jahrhunderts die strategisch günstige Lage der
Stadt und begann sie zu seiner festen Residenz auszubauen. Erstmals um 1031
urkundlich erwähnt, stellte sich Braunschweig (damals Brunesguik) als Siedlung
dar, die den Schnittpunkt bedeutender Handelsstraßen bildete. Hinzu kam, dass
die Oker für den Schiffverkehr einen Handelsweg bot, der über Aller und Weser
nach Bremen und hin zum Meer führte.
Heinrich
muss diese Vorzüge erkannt haben und iniziierte beispielsweise durch die
Gründung neuer Handwerker- und Gewerbesiedlungen einen wirtschaftlichen
Prozess. Doch gerade im Ausbau der Pfalz gestaltete der Welfenfürst
Braunschweig zu einem Gesamtwerk für weltliche Überzeugungsarbeit und
herrschaftliche Repräsentanz.
In
den folgenden Ausführungen möchte ich besonders auf den Bau von Burg, Dom und
Löwenmonument eingehen, da diese Wahrzeichen der Stadt noch heute von der
wirtschaftlichen, wie auch kulturellen Bedeutung der einer Kaiserpfalz
ähnlichen Residenz zeugen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Von
den glänzenden himmlischen Heerscharen werden sie nach der Mühsal dieser Welt
dorthin geleitet werden, wo sie mit allen erwählten Gotteskindern die ewige
Seligkeit finden. Dass sie sich das einmal vorgenommen hatten, das Buch
vortragen und ins Deutsche übersetzten zu lassen, das bringt Ehre für Kaiser
und Reich.“
In
diesen Zeilen, die das Ende des Rolandliedes des Pfaffen Konrad bilden,
beschreibt er abschließend welch mächtiger Herrscher ihm den Auftrag für das
Werk – welches aus dem französischen zu übersetzen war – gegeben hatte. Den
Auftrag für eine volkssprachliche Literatur zu geben, war für die Zeit
Heinrichs des Löwen eher etwas Ungewöhnliches und Neues. Der Welfenhof kann
somit in einer Vorreiterrolle der kulturell-politischen Förderung literarischer
Dichtung gesehen werden, wobei dieser Bereich der Schriftlichkeit nur als ein
Segment der umfassenden Selbstdarstellungsansprüche Heinrichs gesehen werden
muss.
Es
werden typologische Parallelen zwischen Heinrich und David gezogen. Der
Welfenfürst soll in seiner Darstellung als der ‚neue‛ David die Tugendhaftigkeit
des guten Christen verkörpern.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Des Weiteren lässt der Pfaffe Konrad ihn als großen, ehrenhaften Kämpfer
und mächtigen Fürsten erscheinen.
„Wir können in unserer Zeit dem König
David keinen mit soviel Recht vergleichen wie den Herzog Heinrich. Gott gab ihm
die Kraft, dass er alle seine Feinde besiegte. Er hat der Christenheit Ehre
gemacht, und durch ihn wurden die Heiden bekehrt – das ist mit gutem Recht sein
Erbe.“
Weiteres
zentrales Thema in dem Kreuzepos bildet die Ehrung Karls des Großen, dessen
Ambitionen in Bezug auf die Heidenmission auf den Welfenfürsten übertragen
werden sollen, und ihn „zum Typus des gerechten und gottesfürchtigen
Herrschers“ erhöhen.
In
dem folgenden Abschnitt meiner Arbeit betrachte ich das Machtverständnis
Heinrichs des Löwen in der Ausprägung architektonischer Stiftungen für den
Welfenhof in Braunschweig. Anhand ausgewählter Baudenkmäler soll die Intention
der von dem Welfenfürsten in Auftrag gegebenen Bauten untersucht werden.
Gegenstand der Betrachtung sind neben Löwenmonument und Stiftskirche ebenso die
Burg Dankwarderode.
„..und
heyz gezen von metalle
eynen
lewen von richer kost,
dhen
her setzete uf eynen post
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
so
men noch mach scowen,
in
dher burch zo Bruneswich.
daz
thete dher vurste Heynrich
dhusent
jar han ich gehort,
hundert
sex und sexich von gotes bort,
nach
sines namen scine und ort.“
Das
Löwenmonument befindet sich auf der Freifläche im Winkel zwischen der Burg
Dankwarderode und der Stiftskirche St. Blasii und zeigt ein in straff
gespannter Haltung überlebensgroßes Tier mit brüllendem Blick in Richtung
Heinrichs des Löwen Burg.
Der
mittelalterlichen Chronistik nach, wird die Errichtung des Löwensteins auf das
Jahr 1166 datiert. Es handelt sich dabei um die erste monumentale freistehende
Figur des Mittelalters, die in ihrem Bleiguss der Technologie von Großbronzen
aus Italien ähnelt.
Neben
der Legierung mit einem Zinkanteil, ist zu vermuten, dass das Denkmal
vergoldet, beziehungsweise mit einem Goldfirnis versehen gewesen sein muss,
worauf Rückstände in der Ohrmuschel, wie auch am rechten Vorderbein hindeuten.
Besonders muss jedoch das Hauptmaterial, aus dem der Löwe gefertigt wurde,
betrachtet werden, denn Bronze ist „ein Werkstoff, der einerseits eng mit dem
Herrscherlob verknüpft ist, zum anderen ein Werkstoff, um Qualitäten des
Gemeinwesens zu repräsentieren.“
|