Title, Topic

Heinrich Böll: Mein teures Bein .doc

®
Page 1 of 1
Faculty
Human Science
Discipline
German
Document category
Summary
University, School
-
Additional information
Responsible User
This text has been add by user yspa1882 on 2010-09-06. Disclaimer
Popularity
2.881  visits
Document length
~889  Words
~4.833  Chars
Rating
Networking




















More documents
German

Literarische Traditionen 4
Litararische Traditionen 4 Groborientierung aus der Kultursoziologie von Schulze (Periodisierung HO) 3 Die Zeit nach 1945 3 Literarische Situation nach 1945 3 Kulturpolitik der Alliierten: 4 Nachtrag


Literaturwissenschaf­tliche Textanalyse
Literaturwissensch­aftliche Textanalyse Zusammenfassung 3 Gattungen – generische Trias Goethe -> 3 echte Naturformen der Poesie klar erzählende Gattung = Epik enthusiastisch aufgeregte Gattun


Das Gemeindekind
Marie von Ebner-Eschenbach Das Gemeindekind Personen Martin Holub ¾ Trunkenbold ¾ Wegen Totschlag des Pfarrers erhängt Barbara Holub ¾ Frau von Martin ¾ Mitschuldig gesprochen bei Totschl

Heinrich Böll – Mein teures Bein
Analyse und Interpretation______

In der Kurzgeschichte ‚‚Mein teures Bein’’ von Heinrich Böll geht es um die Schwierigkeiten, die Kriegsopfer in der Nachkriegszeit haben und um den Umgang der damaligen Gesellschaft mit ihnen.
Die Kurzgeschichte handelt von einem Mann, der im Krieg sein Bein verloren hat und eine Einladung in ein Amt erhält, um eine Arbeit oder ähnliches zu bekommen.

Dort erfährt er von dem dort zuständigen Beamten, auf den Wunsch eine angemessene Rente zu erhalten, eine Ablehnung und Unverständnis. Er erhält lediglich ein unangemessenes Berufsangebot und Spott. Daraufhin äußert er seinen Ärger darüber, indem er den Spott des Beamten erwidert und von seinen Kriegserlebnissen erzählt, was aber auf Desinteresse stößt.

Die Kurzgeschichte ist in einem satirischen Stil geschrieben.

Beim Lesen befindet man sich mitten im Geschehen. Es gibt keine genauen Zeit- und Ortsangaben und es wird auf eine Beschreibung der Protagonisten verzichtet.

Diese Kurzgeschichte wird von einem Ich-Erzähler wiedergegeben.
Es wird auf viele Details verzichtet, somit muss sich der Leser vieles selbst erschließen. Der satirische Stil lässt sich an Hand der Übertreibungen, zum Beispiel ‚mindesten achtzig, wie Hindenburg’ oder ‚ein verflucht teures Bein’,

aber auch vor allen durch den Spott und die Lächerlichkeit erkennen.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Heinrich Böll: Mein teures Bein.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Der Beamte nutzt seine Stellung, als eine Autorität aus, um sich über den Mann zu amüsieren und sucht ihm eine der unpassendsten Beschäftigungen aus. Er lässt ihn damit spüren, dass er sich als was Besseres fühlt und kein Mitleid für den Mannes empfindet, der im Krieg sein Bein verloren hat.

Die Atmosphäre der Kurzgeschichte wirkt bedrückend und angespannt. Sie wird aber durch den gegenseitigen Spott des Beamten und des Mannes etwas überspielt. Es ist vorstellbar, dass das Verhalten des Beamten den Mann verletzt und kränkt, aber er zeigt diese Gefühle nicht und lässt sich somit nicht einschüchtern.

Der Mann wäre im Grunde bereit einen Job anzunehmen, jedoch nicht den schlechtesten. Er kommentiert und argumentiert provozierend die Aussagen des Beamten, in dem er Vergleiche aus dem Krieg bringt.

Der Erzähler, also der Mann schildert das Geschehen im Amt und die Erlebnisse im Krieg aus seiner Sicht.

Die Gedanken der Personen werden nicht beschrieben, es lassen sich Meinungen nur aus den direkten Aussagen erkennen oder deuten.
So wird fast der gesamte Inhalt in direkter Rede als Dialog wiedergegeben.
Die Sprache der Kurzgeschichte zeichnet sich durch verschieden rhetorische Mittel aus. Zu Beginn drückt der Mann sein Desinteresse and mangelnde Begeisterung durch die Wiederholungen der Aussagen des Beamten aus.

Durch die zynischen und spöttische Bemerkungen wird ausgedrückt, welche Meinung der Beamte vertritt: Er hält die Kriegsopfer für eine Belastung der Gesellschaft, was er auch dadurch deutlich macht, dass er den Mann wissen lässt, wie viel er dem Staat kostet und dass er keine Ansprüche mehr stellen sollte.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Heinrich Böll: Mein teures Bein.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Er lässt sich nicht einschüchtern, sondern steigert die Aussagen. Für den Beamten steht das verlorene Bein als Symbol für eine Sache, die den Staat viel Geld kostet und belastet.

Für den Mann ist der Verlust seines Beines eine große Einschränkung in seinem Leben. Allgemein aber wird das Bein, zum Beispiel in der Erzählung des Mannes aus dem Krieg, als Metapher für den Verlust und die Kriegstaten des Mannes im Krieg genutzt.

Außerdem spricht der Mann mit dem Beamten sehr zynisch und ironisch, wodurch er seine Wut und sein Unverständnis für die Reaktion des Beamten ausdrücken will. So sagt er zum Beispiel dass, ``ein braver Soldat sich auch richtig totschießen lassen sollte und so möglichst billig sein sollte``.

Er bezieht so das Interesse nur auf die Kosten und lässt das Leid und die Umstände, so wie das Mitgefühl völlig außer Acht, wie es auch der Beamte, der Meinung des Mannes nach, tut. Das Bein steht zum Teil auch für den Mann selbst, wenn er zum Beispiel sagt ``ich denke, dass sie mein Bein stark unterschätzen``, meint er nicht sein eigenes verlorenes Bein, sondern sich selbst.

Er stellt ironisch die Sache auch so dar, dass es viel leichter und besser gewesen wäre, wenn alle gestorben wären, dann müsste man sich damit nicht mehr befassen, sondern mit der Beendigung wäre alles vorbei. Dann gäbe es keine bedürftigen ehemaligen Soldaten, für welche der Staat zahlen müsste.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Heinrich Böll: Mein teures Bein.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Möglicherweise hat Heinrich Böll ähnliche Erfahrungen gemacht, da er selbst im 2. Weltkrieg als Soldat gedient hat und während dieser Zeit erkrankte und mehrmals verwundet wurde. Diese Kurzgeschichte lässt sich der sogenannten Trümmerliteratur zuordnen, welche von Kriegs- und Nachkriegserlebnissen

handelt.


Page 1 of 1


swopdoc.com ist not responsible for the content of this text provided by third parties

Legal info - Copyright - Terms - Partner - Statistik - Contact
antiblock.org adblockdetector.com

Swap your documents