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Heilpädagogik - Aggressionen bei Kinder und Jugendlichen .doc

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University, School
Fachakademie für Sozialpädagogik München
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2010, Fr. Scherer
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Versuche in der Grundschule zum Wasser
Umsetzung des Themas -Wasser- mit Hilfe einer Stationsarbeit Universität Passau Philosophische Fakultät Lehrstuhl für Grundschulpädagogi­k- und didaktik Seminarleitung: Susanne Höglinger-Winte

Heilpädagogik – Thema Aggressionen bei Kinder und Jugendlichen

Normen

Statistische Norm: einnässen bei zweijährigem ok, einnässen bei sechsjährigem not; fragwürdig und schneller Wandel; oft mit der Normalverteilung von Merkmalsausprägung verknüpft.

Ideale Norm: Wunschdenken wie Idealgewicht in der Gesellschaft, beruht auf soziokulturellen Kriterien, die sich regelmäßig in der Gesellschaft ändern.

Individuelle Norm: Normempfinden einer bestimmten Person, kennzeichnet die Angepasstheit der Einzelperson an sich selbst und an ihre Umgebung.

Funktionelle Norm: kennzeichnet eine Person als normal wenn sie Aufgaben, Lebensführung, Alltagsbewältigung, Ausübung beruflicher Tätigkeiten erfüllen kann.

Aggression

Sind Verhaltensweisen, die zielgerichtet und aktiv Personen (Gegenstände) direkt oder indirekt schädigen, sie schwächen oder in Angst versetzten.

Erscheinungsbild

Fremdaggression Selbstaggression

Individuelle Aggression Kollektive Aggression

Offene Aggression Verdeckte Aggression

(klar erkennbar, impulsiv (versteckt, geplant, Feuer legen, stehlen, Sachbeschädigung)

und unkontrolliert)

Direkte Aggression Indirekte Aggression

(Verursacher wird (Verursacher zu stark, dann Ersatzobjekte oder Personen)

Angegangen)

Verbale Aggression Nonverbale Aggression

Reaktive Aggression Aktive Aggression

(als Folge von Angriff, (ohne erkennbare Bedrohung des Aggressors)

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Affektive Aggression Räuberische Aggression

(impulsiv, unkontrolliert, ungeplant, (gezielt vorbereitet, um persönliche Vorteile

in emotionaler Erregung gezeigt) zu erhalten)

Geschlechtsunterschiede

Jungen sind aggressiver als Mädchen. Jungen eher offen aggressiv, Mädchen verdeckt aggressiv.

Altersunterschiede

Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Ausmaß an Aggressivität. Bei spätem Auftritt, setzt sich die Auffälligkeit bis in das Erwachsenenalter fort.

Informanteneffekte

Eltern nehmen stärker wahr als Kinder selbst. Das oppositionelle Trotzverhalten wird häufiger von den Eltern erkannt als die Symptome des gestörten Sozialverhaltens.

Ursachen

Vererbte Ursachen: Triebtheorien, Psychoanalyse, vergleichende Verhaltensforschung.

Lernerfahrungen: Lernen am Modell, Lernen am Erfolg.

Kognitive Faktoren: Frustrations-Aggressions-Theorie. (innerer Prozess – Nolting)

Soziale Legitimation: soziales Lernen, Erziehungsverhalten.

Aggressive Kinder haben Probleme, soziale Situationen zu entschlüsseln. Sie nehmen verstärkt Reize wahr, die für sie bedrohlich erscheinen. Soziale Reize werden häufig als Angriff/Bedrohung interpretiert. In Konfliktsituationen verfügen aggressive Kinder über eine geringe Zahl angemessener Problemlösungsmöglichkeiten und bevorzugen aggressive Formen der Bewältigung. Kind geht davon aus, dass Aggressionen von den Gleichaltrigen besonders positiv bewertet werden und damit ihr Ansehen in der Gruppe steigt.

 

 

 

 

Hilfen

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Deeskalationstraining: Auseinandersetzung mit den eigenen Normen und Einstellung gegenüber Gewalt. Rollenspiel und Übungen mit gewaltbezogenen Situationen. Gewaltreduzierende Maßnahmen.

Verhaltenstherapeutische Ansätze

Abreagieren durch Sport, Schreien oder vorgestellte Handlungen zur Vergeltung. (Fantasie)

Aggressive Modelle verringern

Auseinandersetzung mit aggressiven Vorbildern, Verbot reicht nicht aus, alternative Modelle, die nicht aggressiv handeln, sollen vermittelt werden.

Aggressionsauslösende Reize anders bewerten

Wenn eine Person sich von anderen Personen angegriffen fühlt, könnte sie dagegenhalten: Erfolgreiche haben immer Neider. Situationen werden entdramatisiert und damit werden aggressionsauslösende Reize uminterpretiert.

Perspektivenwechsel

Die Person sollte sich in die Position des vermeintlich Aggressiven versetzten und die Position aus der neuen Perspektive neu bedenken. Rollenspiel.

Alternatives Verhalten lernen

Statt Aggressionen, über die Gefühle sprechen, die im Augenblick der Situation zu Ärger, Wut, Hass, Unzufriedenheit führen. Ich-Botschaften führen zu weniger Konfliktstoff als Du-Botschaften.

Gewaltfreie Kommunikation

 

 

Verhalten

Kann eine primäre Beeinträchtigung sein und als sekundäre Symptomatik alle Gruppen von Beeinträchtigung betreffen.

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Verhalten= Gesamtheit aller von außen beobachtbarer Äußerungen und hat Außenaspekt (beobachtbare Aktivitäten) Innenaspekt (Denk-,Wahrnehmungsprozesse, Intentionen, Bedürfnisse)

Erkläransätze

Vererbung (Triebtheoretischer Ansatz, menschheitsgeschichtlich erworbenes)

Tiefenpsychologie (innere Vorgänge, frühe Kindheitserfahrungen, unbewältigte Konflikte)

Kognitive Ansätze (Interpretation von Wahrnehmungen, Verarbeitung von Gefühlen)

Lernpsychologie (Reiz-Reaktion, Verstärkerlernen, Modelllernen)

Interaktionismus (Kommunikation, Beziehung)
Systemischer Ansatz (wechselseitige Bedingtheit, Verhalten = Symptom des Gesamten)

Entwicklungsbedingungen (Lernprozesse, Modelle, Bekräftigung, können den Dispositionen zugrunden liegen? Durch welche Lebenserfahrungen wurde sie vermittelt? Erziehung, Geschwister, Schule, Beruf, selbstinitiiert? Reifungsprozesse, alterstypische Entwicklung, individuelle Anlagen? Körperliche Verletzungen, Krankheiten? )

->Personale Disposition (Motive, Einstellungen: Interessen, Ängstlichkeit, Anerkennung, Leistung, Vergeltung, Einstellungen zur Umwelt, Misstrauen, Feindseligkeit? Kompetenzen verfügbares Verhalten, Wissen, Denkfähigkeit, motorische Fähigkeiten, kommunikative Fähigkeiten?)

->Aktuelle Prozesse (Wahrnehmung; Motivation, Gefühle; Denken)

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Ursachen:

Subjektive Ebene: Organisch, psychisch

Intersubjektive Ebene: Beziehungen zu Eltern, Geschwistern, Lehrern

Gesellschaftliche Ebene: Lebenswelt, Schicht, Bildung

Merkmale von Verhaltensstörung:

Angst und Spannungszustände (Ruhelosigkeit, Hyperaktivität, Nervosität, Konzentrationsschwäche, zwanghaftes Verhalten), übersteigerte emotionale Reaktionen, impulsiv bei Misserfolgen, Übergroße Bindung, Stimmungsschwankungen, Gefühlsarmut, häufig Schuldgefühle, Unterentwickeltes Selbstbewusstsein, traut sich nichts zu, zieht sich zurück, braucht viel Zuwendung und Anerkennung, Ohnmacht gegenüber eigenen Wünschen, Erwartungen, Anforderungen, Versuchungen und auch der von Außen, Verzerrte Wahrnehmung der Welt, Personen, Taten.

Interventionsmöglichkeiten:

Spiele, Rollenspiele, Gespräche, gestalteter Alltag, Kreativangebote, Sportangebote, reichhaltige Umwelt, Positive psychische Atmosphäre.

Interventionen auf HE:

Kind: Problemlösestrategien, Selbstkontrolle, Selbstwert, Gespräche, Erfahrungen

Gruppe: Zusammensetzung, Größe, Aktivität, Alltagpäd., Erlebnispäd., Museen

Institution: Rahmen, Personal, Zufriedenheit, Supervision

Team: Päd. Ansatz, Kollegialität, Teamaustausch

Erzieherin: Fach,- Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Beziehungsfähigkeit durc Selbstreflektion

Familie: Elterngespräche, Vertrauen, Abstimmung, Trainings, Therapie, thematische Elternabende, Familienangebote

 

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