Hefen
· Hefen allgemein
· Biologie der Hefen
· Geschichte und Bedeutung
· Backhefe
Hefen
allgemein
Die
Hefen sind einzellige Pilze, die meist aus der Abteilung der Schlauchpilze
stammen. Es werden aber auch Entwicklungsstadien anderer Pilze als Hefen
bezeichnet.
Einige
Hefen werden für die Brot- und Bierproduktion verwendet. Außerdem spielen sie
in der Biologie eine wichtige Rolle als Modellorganismen, da sie sich leicht im
Labor halten, genetisch verändern und untersuchen lassen. Sie gehören zu den
kleinsten eukaryotischen Organismen. Da es sich um Eukaryoten handelt, ist ihre
Ähnlichkeit zu höheren Organismen deutlich größer als bei Bakterien, da sie
ebenfalls einen Zellkern besitzen.
Die
Biologie der Hefen
Die
Vermehrung findet asexuell durch Sprossung oder Teilung sowie durch sexuelle
Fortpflanzung statt. Als Eukaryoten sind sie wesentlicher größer als Bakterien
und zeigen somit ähnliche Zellstrukturen wie Säugetiere und Pflanzen. Eukaryoten
besitzen komplexe Membranstrukturen, Chromosomen und eine Vielzahl von
Organellen einschließlich der Mitochondrien und des endoplastmatischen Reticulums.
Eigenschaften, die wir bei Prokaryoten (hauptsächlich Bakterien) nicht finden.
Etwa 700 Hefepilze sind heute mit über 5000 Stämmen bekannt, aber nur wenige
wurden genau beschrieben.
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Geschichte
und Bedeutung
Hefen
sind die wichtigste Gruppe von Mikroorganismen mit kommerzieller Bedeutung in
der Welt. Sprich für den Handel. Hefen stehen seit einigen tausend Jahren im
Dienste der Menschheit. Die ersten, die aufgegangenes Brot und alkoholische
Getränke wie Wein und Bier genossen gehörten wohl zu den frühen Hochkulturen
des mittleren Ostens. Sie kannten zwar die Anwendung von Hefe als Masse, aber nicht ihre
Eigenschaften. Erst Louis Pasteur(1822-1895) beschrieb in einer seiner Arbeiten
dass die Anwesenheit dieser Organismen von Bedeutung für den Gärungsprozess
ist.
Backhefe
Hefe wird als
gepresste Frischhefe (Blockhefe) oder als Trockenhefe (Haltbarkeit ca. 1 Jahr)
angeboten. Zur Herstellung der Trockenhefe den von der Maische gereinigten Hefekulturen sukzessive ein Großteil des Wassers entzogen. Meist wird der Emulgator Citrem zugegeben. Dieser
soll eine zu starke Austrocknung der
Hefezellen verhindern, damit die Zellen nur inaktiv werden,
aber nicht absterben.
Solchermaßen
inaktivierte Hefe kann lange bei Raumtemperatur gelagert werden. Dennoch sollte
man das auf die Packung gedruckte Haltbarkeitsdatum
ernst nehmen, da die Fähigkeit der Hefezellen
zur Reaktivierung im Laufe der Zeit verloren geht.
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höherer Dosierung somit praktisch unbrauchbar.
Frische Backhefe
erkennt man an einer hellen, meist gelblichen Farbe. Sie hat einen angenehmen
Geruch, einen süßlichen, intensiven Geschmack und einen festen muschelartigen
Bruch. Alte Hefe ist braungrau, rissig, bröckelig, hat einen zunehmend bitteren
Geschmack und unangenehmen Geruch.
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