MITTELALTERLICHER LITERATURBETRIEB Gönner und Auftraggeber (im Handapparat: J. Bumke. Höfische Literatur S. 595-783, S. 638-677) Die mittelalterliche Literatur konnte nicht ohne Auftraggebe
NEBENEINANDER (GEORG KAISER) Der Dichter Georg Kaiser zählte zwischen 1917 und 1933 zu den meistgespielten expressionistische­n Dramatikern Deutschlands. Sendungsbewusst verkünden seine mathem
Von den Dichtern des Mittelalters ist nichts Fundiertes
erhalten; Informationen über ihr Leben erfährt man hauptsächlich aus
schriftlichen Werken. Daher sind ihre Lebensdaten nur geschätzt, da nicht der
Autor, sondern sein Werk im Vordergrund stand.
Hartmann von Aue ist urkundlich nicht bezeugt, so dass die
Rekonstruktion seiner Lebensumstände auf eigene Äußerungen in seinen Werken und
Nennungen durch andere Autoren angewiesen ist.
Die meisten Informationen über Hartmanns Lebensumstände liefern die Prologe und Epiloge seiner
Werke. Besonders in den Prologen des Armen Heinrich und in kaum
abgewandelter Form des Iwein macht Hartmann Aussagen über sich selbst.
Im Prolog seines Werkes „Der arme Heinrich“ schreibt Hartmann von Aue über sich
selbst, dass er „sehr gelehrt“ und ein „Dienstmann zu Aue“ ist:
Hartmann hätte eigentlich in den religiösen Dienst eintreten
sollen, was er schlussendlich nicht tat. Dies ist erkennbar durch seine lateinische,
philosophische, theologische und rhetorische Bildung, die für einen Ritter um
1200 ungewöhnlich ist.
Aue ist ein so häufiger Ortsname, dass sich der genaue
Herkunftsort Hartmanns nicht festmachen lässt.
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