Unterscheide die Begriffe
Gender und Sex (Prüfungsfrage)!
Sex beschreibt das
biologische Geschlecht, dazu gehören beispielsweise auch alle inneren und
äußeren Geschlechtsmerkmale aber auch Hormonprofile. Gender bezeichnet hingegen
das soziale Geschlecht. Der Begriff beschreibt soziale Interpretation vom
biologischen Geschlecht. Das heißt der Begriff Gender ist kultureller Natur und
bezeichnet die psychologische Zugehörigkeit zu einer geschlechtlichen Gruppe.
Der Begriff beinhaltet auch Aufgaben, Anforderungen, Erwartungen, sowie Rollen,
die Menschen aufgrund ihres biologischen Geschlechts zugeschrieben bekommen
oder die ihnen aufgrund dessen verwehrt bleiben.
Was als „weiblich“ bzw. als
„männlich“ gilt, ist vom gesellschaftlichen und kulturellen Kontext abhängig
und kann sich mit der Zeit verändern. Gender ist daher eine wandelbare
Konstruktion. Im Gegensatz zur englischen Sprache, gibt es in der Deutschen
keinen wörtlichen Unterschied.
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besonders wichtig für die Forschung (Gerda Lerner), denn Sex ist eine Tatsache
und Gender eine kulturelle Schöpfung. Wichtig für die Entwicklung war unter
anderem der linguistic turn. Er besagt, dass Wirklichkeit durch Sprache
konstruiert wird, was neue Diskurse zuließ. Alles beruht eigentlich auf
Sprache, durch sie wird Wirklichkeit produziert und es entstehen kulturelle
Prozesse.
Die Forderungen der
Forscherinnen sind es, das körperliche zu überwinden und eine eigene Identität
zu entwickeln. In den 90er beschäftigte man sich eingehend mit der
Genderthematik (Doing Gender). Viel Aufsehen erregte dabei Judith Butler. Sie
sagt die Entstehung der Geschlechtsaktivitäten unterliege einem starren
Prozess. Die Menschen seien in ein starres Gebilde eingebettet. Man wiederholt
soziale Rituale und ist nur sehr beschränkt die Lage zu verändern: Auflösung
der Geschlechter, alles entsteht nur durch Diskurs.
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Butler glaubt, dass Menschen
in starren Abläufen verhaftet sind und Geschlechter konstruiert werden. Sie
glaubt aber auch, dass diese diskursanalytische seien, sprich durch die Sprache
können die Konstruktionen aufgelöst werden, da Sprache ein Ort ist, wo Macht
ausgeübt wird. Zur Frau oder zum Mann wird man gemacht, indem man soziale Riten
zitiert.
Warum ist die Arbeit
außerhalb des Haushaltes wichtig?
Arbeit verschafft einem
Menschen einen sozialen Status und ist identitätsbildend. Zudem können soziale
Kontakte geknüpft werden. Erwerbsarbeit macht Frauen von Männern unabhängig und
gibt einen Sinn im Leben. Arbeit schafft Persönlichkeit. Oft war es so, dass
Bürgerinnen aus reichen Schichten arbeiten wollten, jene, die aber dazu
gezwungen waren sich dagegen wehrten.
Nenne die wichtigsten Punkte
der Entwicklung der Frauenbewegung/ des Feminismus!
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Eine wissenschaftliche
Beschäftigung mit der Frauengeschichte begann erst mit deren Bewegung. Olympe
de Gouge war teil der „alten“ Frauenbewegung, ausgelöst durch die französische
Revolution, die ihr Ende mit Beginn des 1. Weltkrieges fand.
Simone de Beauvoir schrieb
1949 ihr Werk „le deuxieme sexe“. Darin beschreibt sie, dass die Geschichte der
Frau, eine der Abhängigkeit und keine von Würde sei. Sie sagt, dass man nicht
als Frau geboren, sondern dazu gemacht wird. Die Feministen folgten Simone de
Beauvoir. Man beschäftigt sich mit der Patriarchatstheorie. Wichtig ist hier
auch Kate Millet mit ihrem Werk „sexual politics“. Darin betont sie, dass die
Gesellschaft an die Männer gebunden sei und ihnen die Macht gehöre. Es folgte
Juliette Mitchell mit „Women’s Estate“. Sie kritisierte die Theorie von Millet.
Für sie ist das Patriarchat eine historische Entwicklung, die man verstehen
muss, um sie ändern zu können.
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Damals war der Zugang zur
Arbeit für Frauen erschwert, zudem waren sie finanziell benachteiligt. Bessere
Posten gingen oft an Männer. Aber es ging auch um eine generelle „Befreiung“
der Frau.
Auch Themen wie Abtreibung,
Selbstbestimmung um Mutterschaft, Mutterschutz etc. wurden aktuell. Man strebte
einen freieren Umgang mit Liebe und Sexualität an und wehrte sich gegen die
kirchliche Bevormundung. So änderte sich auch das Bild von Sexualität und
Erotik.
Immer neue Themen wurden
aktuell: Gesundheit, Körper, Gewalt, Frauenkultur, Frauenvertretung etc.
In den 1990er Jahren
internationalisierte sich die feministische Bewegung durch die anbahnende
Globalisierung. Es werden neue Themen aktuell: Kriegsgewalt gegen Frauen,
Vergewaltigung, Recht über Vermögen, Gleichstellung der Geschlechter überall
auf der Welt.
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