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Grundzüge der Geschlechtergeschichte .doc

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Human Science
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History
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Examination questions
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Sonnleitner, 2009/2010
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Unterscheide die Begriffe Gender und Sex (Prüfungsfrage)!

Sex beschreibt das biologische Geschlecht, dazu gehören beispielsweise auch alle inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale aber auch Hormonprofile. Gender bezeichnet hingegen das soziale Geschlecht.

Der Begriff beschreibt soziale Interpretation vom biologischen Geschlecht. Das heißt der Begriff Gender ist kultureller Natur und bezeichnet die psychologische Zugehörigkeit zu einer geschlechtlichen Gruppe. Der Begriff beinhaltet auch Aufgaben, Anforderungen, Erwartungen, sowie Rollen, die Menschen aufgrund ihres biologischen Geschlechts zugeschrieben bekommen oder die ihnen aufgrund dessen verwehrt bleiben.

Was als „weiblich“ bzw. als „männlich“ gilt, ist vom gesellschaftlichen und kulturellen Kontext abhängig und kann sich mit der Zeit verändern. Gender ist daher eine wandelbare Konstruktion. Im Gegensatz zur englischen Sprache, gibt es in der Deutschen keinen wörtlichen Unterschied.

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Die Trennung ist besonders wichtig für die Forschung (Gerda Lerner), denn Sex ist eine Tatsache und Gender eine kulturelle Schöpfung. Wichtig für die Entwicklung war unter anderem der linguistic turn. Er besagt, dass Wirklichkeit durch Sprache konstruiert wird, was neue Diskurse zuließ. Alles beruht eigentlich auf Sprache, durch sie wird Wirklichkeit produziert und es entstehen kulturelle Prozesse.

Die Forderungen der Forscherinnen sind es, das körperliche zu überwinden und eine eigene Identität zu entwickeln. In den 90er beschäftigte man sich eingehend mit der Genderthematik (Doing Gender).

Viel Aufsehen erregte dabei Judith Butler. Sie sagt die Entstehung der Geschlechtsaktivitäten unterliege einem starren Prozess. Die Menschen seien in ein starres Gebilde eingebettet. Man wiederholt soziale Rituale und ist nur sehr beschränkt die Lage zu verändern: Auflösung der Geschlechter, alles entsteht nur durch Diskurs.

 

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Butler glaubt, dass Menschen in starren Abläufen verhaftet sind und Geschlechter konstruiert werden. Sie glaubt aber auch, dass diese diskursanalytische seien, sprich durch die Sprache können die Konstruktionen aufgelöst werden, da Sprache ein Ort ist, wo Macht ausgeübt wird.

Zur Frau oder zum Mann wird man gemacht, indem man soziale Riten zitiert.

Warum ist die Arbeit außerhalb des Haushaltes wichtig?

Arbeit verschafft einem Menschen einen sozialen Status und ist identitätsbildend. Zudem können soziale Kontakte geknüpft werden. Erwerbsarbeit macht Frauen von Männern unabhängig und gibt einen Sinn im Leben.

Arbeit schafft Persönlichkeit. Oft war es so, dass Bürgerinnen aus reichen Schichten arbeiten wollten, jene, die aber dazu gezwungen waren sich dagegen wehrten.

Nenne die wichtigsten Punkte der Entwicklung der Frauenbewegung/ des Feminismus!

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Eine wissenschaftliche Beschäftigung mit der Frauengeschichte begann erst mit deren Bewegung. Olympe de Gouge war teil der „alten“ Frauenbewegung, ausgelöst durch die französische Revolution, die ihr Ende mit Beginn des 1. Weltkrieges fand.

Simone de Beauvoir schrieb 1949 ihr Werk „le deuxieme sexe“. Darin beschreibt sie, dass die Geschichte der Frau, eine der Abhängigkeit und keine von Würde sei. Sie sagt, dass man nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht wird.

Die Feministen folgten Simone de Beauvoir. Man beschäftigt sich mit der Patriarchatstheorie. Wichtig ist hier auch Kate Millet mit ihrem Werk „sexual politics“. Darin betont sie, dass die Gesellschaft an die Männer gebunden sei und ihnen die Macht gehöre. Es folgte Juliette Mitchell mit „Women’s Estate“.

Sie kritisierte die Theorie von Millet. Für sie ist das Patriarchat eine historische Entwicklung, die man verstehen muss, um sie ändern zu können.

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Damals war der Zugang zur Arbeit für Frauen erschwert, zudem waren sie finanziell benachteiligt. Bessere Posten gingen oft an Männer. Aber es ging auch um eine generelle „Befreiung“ der Frau.

Auch Themen wie Abtreibung, Selbstbestimmung um Mutterschaft, Mutterschutz etc. wurden aktuell. Man strebte einen freieren Umgang mit Liebe und Sexualität an und wehrte sich gegen die kirchliche Bevormundung. So änderte sich auch das Bild von Sexualität und Erotik.

Immer neue Themen wurden aktuell: Gesundheit, Körper, Gewalt, Frauenkultur, Frauenvertretung etc.

In den 1990er Jahren internationalisierte sich die feministische Bewegung durch die anbahnende Globalisierung. Es werden neue Themen aktuell: Kriegsgewalt gegen Frauen, Vergewaltigung, Recht über Vermögen, Gleichstellung der Geschlechter überall auf der Welt.


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