Richard Böhm 0135034
619.452 03.04.2008
Grundlagen der
Schadstoffausbreitung
Zusammenschau:
Wie
auch im Skriptum verdeutlicht, ist die Steiermark in klimatischer Hinsicht ein
sehr interessantes Gebiet, da sie durch die verschiedenen Landschaftstypen mit
sehr unterschiedlicher Industriedichte und vielfältigen Windsystemen ein
breites Forschungsgebiet darstellt.
Obschon
der Lehrbehelf ein wenig in die Jahre gekommen ist, zeigt er sehr deutlich,
dass die Problemgebiete von heute, auch in der Vergangenheit schon ihre
Besonderheiten hatten. Gott sei Dank ist es durch ein größeres
Umweltbewusstsein und daraus resultierenden Umweltbestimmungen zu drastischen
Senkungen von vielen Schadstoffen in der Luft gekommen.
Besonders
deutlich ist der Unterschied in den Industriegebieten der Steiermark zu
erkennen. Hier ist vor allem die Mur-Mürz – Furche zu erwähnen, die aufgrund
der Schwerindustrie mit Ziegeleien, Stahlwerken und Bergbaugebieten die meisten
Immissionen hinzunehmen hatte.
Im
Vergleich zu früher kann man heute Leoben – Donawitz schon beinahe als
Luftkurort bezeichnen. Große Filteranlagen und die Umstellung von Kohle auf
Erdgas machen es möglich, frei atmen zu können.
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Jahr Inversionswetter vor!!!
Inversionen
treten in Tälern und Senken auf, da sich hier die Luft ungestört stabil
schichten kann.
Vor
allem im Winterhalbjahr kann man Inversionen häufig beobachten. Eine Folge
daraus ist der Anstieg von Schadstoffwerten in der Luft, da die emittierten
Gase die Sperrschicht nicht überwinden können und darunter „gefangen“ bleiben.
Gut ersichtlich ist das etwa in den Daten des LUIS Steiermark – besonders zu
Ostern.
Ein
Netz von Messstationen registriert die wichtigsten Parameter, auch PM10, das in
den letzten Jahren Schwefeldioxid und Ozon in der Popularität überholt hat. Österr.
Ozongesetz Alarmschwelle Ozon: 240 µg/m³für 1 Stunde. PM10 Alarmschwelle: 50µg/m³
Tagesmittelwert. Der SO2 Alarmwert von 120µg/m³ Tagesmittelwert
wird schon jahrelang nicht mehr erreicht.
Ergänzt
wird das sehr dichte stationäre Messnetz (allein 20 Stationen im Grazer
Stadtgebiet und über 30 Stationen in der restlichen Steiermark) durch mobile
Einheiten. Besondere Erwähnung soll hier die Stationsdichte entlang des oberen Murtals
finden.
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effizientere Motoren und bessere Treibstoffe, geht ach die Belastung durch den
Verkehr zurück. Obwohl das ein zweischneidiges Schwert ist...
Lokale
Windsysteme:
Besondere
Beachtung sollte man in der Steiermark den lokalen Windsystemen widmen. Von
besonderer Wichtigkeit ist hier der Bereich von Leoben bis zum Murtaldurchbruch
nördlich von Graz und in weiterer Folge das Grazer Feld.
Vor
allem ausgeprägte Murtalauswinde sorgen in den Nachtstunden für eine recht gute
Durchlüftung und den Abtransport von Schadstoffen in das Grazer Feld. Wobei
durch einen gewissen Düseneffekt die Luft so verteilt wird, dass die
Luftqualität nicht erheblich darunter leidet.
Wie
kommt nun zu diesen Windsystemen? Talabwinde bilden sich am Abend, kurz nach
Sonnenuntergang.
Das
geringe, im Tal eingeschlossene Luftvolumen kühlt im Gegensatz zu den großen
Luftmengen im Vorland rascher ab und sinkt talwärts, während warme Luftmassen
vom Vorland über die Kämme ins Tal eindringen und einen Druckausgleich
herbeiführen. Die kalte Luft im Tal wird komprimiert und kann so leichter
talauswärts strömen. Die Gründe für Talauswinde sind also Druck- und
Dichteunterschiede.
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Die
Luft im Tal erwärmt sich, aufgrund ihres kleineren Volumens, schneller als die
im Vorland und steigt auf Grund ihrer jetzt geringeren Dichte auf. Ein
Höhenhoch entsteht im Tal und erlaubt es, der kühleren, dichteren Luft am
Boden, vom Vorland her, ins Tal einzuströmen. Wie auch schon beim Talabwind
sind also Druck- und Dichteunterschiede dafür verantwortlich.
Zu
beiden Systemen kommen dann noch Hangauf- und Abwinde hinzu. Wichtig zu erwähnen
ist, dass diese Systeme nie ganz getrennt voneinander ablaufen. Der Übergang
von einer Phase zur anderen ist fließend.
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