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Grundlagen pädagogischer Soziologie (Paier) (Page 6).doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Pedagogy
Document category
Examination questions
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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WS 2008/09
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Pedagogy

Einführung in die Entwicklungspsycholo­gie
Einführung in die Entwicklungspsycho­logie 106. Die Blastenzeit dauert von der Befruchtung bis etwa zur dritten Entwicklungswoche.­ 107. Unterschiede motorischer Fähigkeiten von afrikanisch

·         Differentielle Assoziation: Gewisse soziale Umgebungen ermuntern zu illegalen Aktivitäten (z.B.

Chicago in den 30er Jahren). Einzelne schließen sich devianten Gruppen an. Also ein Sozialisationsprozess.

·         Anomie: Sozial akzeptierte Normen üben einen starken Druck in Richtung abweichender Verhaltensmuster. Ein Teil der Gesellschaft versucht, Normen unter Anwendung von illegalen Mitteln zu erreichen.

Es gibt unterschiedliche Typen: Konformisten, Forscher, Ritualisten, Aussteiger, Revolutionäre.

·         Etikettierungstheorie: Abweichendes Verhalten ist auf einen Prozess der Interaktion zwischen jenen die sich abweichend Verhalten und jenen die sich konform verhalten zurückzuführen. Was abweichend ist, ist auch hier der Ausdruck der Machtverteilung in der Gesellschaft.

34.        Welche Typen von Normen nennt Bernhard Schäfers in seinem Aufsatz „Die Grundlage des Handelns: Sinn, Normen, Werte“?

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35.        Unterschied Sex und gender?

Es geht nicht um „sex“ im Sinne des biologischen Geschlechts, sondern um „gendering“, d.i. die soziokulturelle Entwicklung von Geschlecht, Geschlechterverhältnis und Geschlechterdifferenz – „gender“ bezieht sich demnach auf Geschlecht als soziale Kategorie.

36.        Warum ist der Begriff „Konditionierung“ bei Skinner so wichtig fürs Lernen?

37.        Was ist mit der Theorie der sozialen Konstruktion von Geschlechterverhältnissen gemeint?

38.        Welche beiden grundlegenden Prozesse bestimmen bei Norbert Elias die Entstehung der sozialen Persönlichkeit?

39.        Was sind die wichtigsten gesellschaftlichen Funktionen der Soziologie?

40.        Wie erklärt Piaget die kognitive Entwicklung des Menschen?

41.        Wie werden nach Stefan Hradil soziale Schichten definiert?

42.        Unter welchen Bedingungen entstehen Levis Coser zu folge soziale Konflikte und welche Bedingungen müssen vorliegen damit man von funktionalen sozialen Konflikten sprechen kann?

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Die Folge ist eben eine Abweichung von institutionalisierten Forderungen und Verhalten. Das kann soweit gehen, dass zuvor akzeptierte Werte abgelehnt werden und völlig neue Verhaltenssysteme und Wertmuster gebildet werden.

43.        Warum können Konflikte laut Lewis Coser für die Gesellschaft positive Auswirkungen haben?

Er vertritt die Theorie, dass Konflikte auch wenn sie dysfunktional wirken, „durch Zwang zur Neuerung und schöpferische Tätigkeit eine Erstarrung des sozialen Systems“ verhindert. Somit also wichtige positive funktionale Folgen haben, wie z.B.

Innovation. Konflikte sind bei ihm die entscheidende Ursachen sozialen Fortschritts. Innovation und Fortschritt sind ja nur auf einer Grundlage pluralistischer Struktur menschlicher Beziehungen möglich. Diese sind grundsätzlich konfliktträchtig, also ergibt jedes soziale System Quellen des echten Konfliktes und somit wiederum Fortschritt.

 

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45.        Wie erklären Jean Piaget und Norbert Elias Sozialisationsprozesse? Beschreiben Sie die Unterschiede dieser beiden Ansätze.

Piaget legt sein Augenmerk auf die kognitive Entwicklung, die Art und Weise wie Menschen die Umwelt gedanklich verarbeiten. Für ihn ist der Sozialisationsprozess eine Anpassungsleistung, ein aktives Auseinandersetzen mit der Umwelt. Wie aus dem heranwachsenden Menschen ein autonomes Wesen wird.

Er unterteilt 4 Sozialisationsphasen:

1.       Sensomotorische Phase (0-2 LJ): Experimentieren, Erfahrung sammeln, Koordination der Motorik

2.       Präoperationale Phase (2-6 LJ): verbale Darstellung von Erfahrungen, Beginn des geistigen Experimentierens

3.       Phase der konkreten Operationen (ab 6 LJ): erste logische Verknüpfungen, vor allem klassifikatorische Operationen, Perspektivenübernahme

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Diese Phasen bilden eine unabänderliche Sequenz, kein Stadium kann übersprungen werden, aber sie können sich überschneiden. In diesem Ablauf ist die Erziehung und Bildung für Piaget am erfolgreichsten.

Besonders bedeutend ist der Egozentrismus. Kann sich nicht selbst aus der Sicht der anderen objektivieren. Jedoch behandelt er die Integration von Gesellschaft nicht und legt auch wenig Aufmerksamkeit auf psychosexuelle Entwickelungen.

Elias erweitert diese strukturgenetische Perspektive. Für ihn ist die Entwicklung des Einzelnen nicht nur von den Sozialisationsagenturen, sondern von der ganzen Gesellschaft beeinflusst. Gesellschaft ist für ihn ein komplexes Gebilde von Teilsystemen, die nicht immer zusammenpassen, aber von einander abhängig sind.

Interaktionsmuster sind von der so genannten Interdependenz gekennzeichnet. 2 Grundthesen:

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Die Wechselwirkung zwischen den gesellschaftlichen Systemen muss verarbeitet werden.

46.        Welche gesellschaftlichen Aspekte werden mit der Unterscheidung zwischen „elaborierten“ und „restringierten“ Codes angesprochen?

Basil Bernstein geht von der Überlegung aus, dass es eine sozial determinierte Verteilung von Wissen und Bildung gibt, welche von der Struktur der sozialen Schichtung abhängig ist. Wobei er den elaborierten Code der Mittelschicht und den restringierten den Unterschichten zuordnet.

Auch unterscheidet er die beiden Code-Typen durch soziale Merkmale und Rollenmuster. Laut Bernstein übermitteln diese Codes die Kultur und bestimmen so das Verhalten. So gesehen bedeutet Sprachentwicklung die Internalisierung von gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen.


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