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Grundlagen pädagogischer Soziologie (Paier) .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Pedagogy
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Examination questions
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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WS 2008/09
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Fragen zu „Pädagogischer Soziologie“ (Paier)

Die Antworten dürften soweit nicht ganz so schlecht sein, aber trotzdem darf mitgedacht werden. Dann viel Spaß beim lernen.

1.            Unterschied Piaget – 4 Phasenmodell/allg. Soziologie?

2.            Unterschiede Konflikttheorie CoserMerton?

Merton beobachtete, dass in modernen Gesellschaften, eben aufgrund ihrer Komplexität, eine scharfe Diskrepanz besteht, was die Möglichkeit betrifft, in Übereinstimmung mit Normen und Zielen zu handeln.

Für einen Schüler ist es aufgrund seiner vielfältigen Rollenbeziehung manchmal äußerst schwierig, all die Rollenerwartungen, die sich aus seinen unterschiedlichen Rollenerwartungen ergeben, auch tatsächlich zu erfüllen.

Schon aus dieser einfachen Tatsache können wir ersehen, wie konfliktträchtig soziale Beziehungen schon im Kleinen sein können.

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Konflikte können in Wirklichkeit also „wichtige positive funktionale Folgen haben“, z.B. Innovation. Konflikte sind für Coser die entscheidende Ursache sozialen Fortschritts. Allgemein sind Innovation und Fortschritt nur möglich auf der Grundlage einer pluralistischen Struktur menschlicher Beziehungen.

Damit sind menschliche Beziehungen aber grundsätzlich konfliktträchtig.

3.            Was wird in der Soziologie unter sozialem Handeln verstanden?

Drei Merkmale sozialen Handelns nach Emile Durkheim: Es muss sich:

·         Um dauerhafte Formen des menschlichen Verhaltens handeln.

Soziales Handeln ist durch eine gewisse Regelmäßigkeit gekennzeichnet, es muss in wiederkehrender und im Großen und Ganzen gleich bleibender Form beobachtbar sein.

·         Menschliches Handeln ist erst dann soziales Handeln, wenn es sich auf andere Menschen bezieht, und zwar in dem Sinn, dass es auf andere einen Zwang ausübt.

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·         Die Soziologie betrachtet soziales Handeln als etwas, dass vom einzelnen Menschen, der gerade handelt, abstrahierbar ist.

Soziales Handeln tritt allgemein auf und unter gleichen Rahmenbedingungen handeln Menschen zumeist ähnlich wenn nicht gar identisch.

4.            Internalisierung: Vergleiche klassische Sozialisationstheorie und Elias mit Freud bzw.

Selbstzwängen?

Internalisierung bedeutet „Verinnerlichung“ von soziokulturellen Elementen in die Persönlichkeitsstruktur.

Sigmund Freud differenzierte die Persönlichkeitsstruktur des Menschen in drei „psychische Provinzen“: Es, Ich und Über-Ich. Das Über-Ich fungiert sozusagen als „Antenne“ für gesellschaftliche Werte und Normen, das Es beheimatet die Triebe.

Das Ich hat die Aufgabe, die Impulse, die vom Es und vom Über-Ich ausgehen, miteinander zu „versöhnen“ und so zu koordinieren, dass erfolgreiche Realitätsbewältigung möglich wird. Mit den Freudschen Begriffen wird es möglich, die psychische Struktur von Persönlichkeit sowie die psychischen Mechanismen, differenziert zu betrachten.

 

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Menschen wirken durch immer stärkere Fremdzwänge aufeinander. Aber je länger die Abhängigkeitsketten werden, desto mehr ist der einzelne gezwungen, sein Verhalten von sich aus auf diese Zwänge einzurichten und Selbstzwänge bzw. Selbstkontrollapparaturen zu entwickeln.

Das ist die erste Grundthese von Elias: Gesellschaftlicher Fortschritt ist nur dann möglich, wenn die Menschen die äußeren Zwänge in Selbstzwänge umwandeln.

Die zweite Grundthese meint, dass diese gesellschaftlichen Fortschritte sich in der Psyche des einzelnen niederschlagen. Die Verhaltensanforderungen, die wir von klein auf mitbekommen, dringen bis in die einzelnen Fasern unseres Alltagsverhaltens.

Auch wenn wir uns gegen gesellschaftliche Zwänge wehren – meistens sind wir schon längst ein Teil der Gesellschaft, die diese Zwänge produziert und produzieren diese Zwänge gewollt oder ungewollt mit.

 

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Die feministische These meint, dass man hier fälschlicherweise „für Natur hält was Gesellschaft ist“, dass es also in Wirklichkeit gesellschaftliche Verhältnisse sind, die die Chancen für Frauen beschränken. Nach Carol Hagemann-White sind es 3 Prinzipien die diese „Alltagstheorie der Zweigeschlechtlichkeit“ kennzeichnen:

1.       Prinzip der Eindeutigkeit

2.       Prinzip der Naturhaftigkeit

3.       Prinzip der Unveränderbarkeit

Dagegen wird in den feministischen Sozialwissenschaften betont, dass geschlechtstypische Unterschiede im Sozialverhalten demnach nicht das Ergebnis von biologisch bedingten Geschlechtszuweisungen, sondern von Geschlechtszuschreibung ist.

Diese wird eher an den typisch männlich/weiblichen Erscheinungsformen festgemacht. (Gang, Stimme, Körperhaltung)

6.            Was besagt die feministische These von der sozialen Konstruktion von Geschlechtlichkeit im Hinblick auf das Unterrichtsverhalten von LehrerInnen?


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