Fragen
zu „Pädagogischer Soziologie“ (Paier)
Die Antworten dürften soweit nicht ganz so schlecht sein,
aber trotzdem darf mitgedacht werden. Dann viel Spaß beim lernen.
1.
Unterschied Piaget – 4 Phasenmodell/allg. Soziologie?
2.
Unterschiede Konflikttheorie Coser – Merton?
Merton beobachtete, dass in modernen
Gesellschaften, eben aufgrund ihrer Komplexität, eine scharfe Diskrepanz
besteht, was die Möglichkeit betrifft, in Übereinstimmung mit Normen und Zielen
zu handeln.
Für einen Schüler ist es aufgrund seiner
vielfältigen Rollenbeziehung manchmal äußerst schwierig, all die
Rollenerwartungen, die sich aus seinen unterschiedlichen Rollenerwartungen
ergeben, auch tatsächlich zu erfüllen. Schon aus dieser einfachen Tatsache
können wir ersehen, wie konfliktträchtig soziale Beziehungen schon im Kleinen
sein können.
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Konflikte können in Wirklichkeit also
„wichtige positive funktionale Folgen haben“, z.B. Innovation. Konflikte sind
für Coser die entscheidende Ursache sozialen Fortschritts. Allgemein sind
Innovation und Fortschritt nur möglich auf der Grundlage einer pluralistischen
Struktur menschlicher Beziehungen.
Damit sind menschliche Beziehungen aber
grundsätzlich konfliktträchtig.
3.
Was wird in der Soziologie unter
sozialem Handeln verstanden?
Drei Merkmale sozialen Handelns nach Emile
Durkheim: Es muss sich:
·
Um dauerhafte
Formen des menschlichen Verhaltens handeln. Soziales Handeln ist durch eine
gewisse Regelmäßigkeit gekennzeichnet, es muss in wiederkehrender und im Großen
und Ganzen gleich bleibender Form beobachtbar sein.
·
Menschliches
Handeln ist erst dann soziales Handeln, wenn es sich auf andere Menschen bezieht,
und zwar in dem Sinn, dass es auf andere einen Zwang ausübt.
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·
Die Soziologie
betrachtet soziales Handeln als etwas, dass vom einzelnen Menschen, der gerade
handelt, abstrahierbar ist. Soziales Handeln tritt allgemein auf und unter
gleichen Rahmenbedingungen handeln Menschen zumeist ähnlich wenn nicht gar
identisch.
4.
Internalisierung: Vergleiche klassische
Sozialisationstheorie und Elias
mit Freud bzw. Selbstzwängen?
Internalisierung bedeutet
„Verinnerlichung“ von soziokulturellen Elementen in die Persönlichkeitsstruktur.
Sigmund Freud differenzierte die
Persönlichkeitsstruktur des Menschen in drei „psychische Provinzen“: Es, Ich
und Über-Ich. Das Über-Ich fungiert sozusagen als „Antenne“ für
gesellschaftliche Werte und Normen, das Es beheimatet die Triebe. Das Ich hat
die Aufgabe, die Impulse, die vom Es und vom Über-Ich ausgehen, miteinander zu
„versöhnen“ und so zu koordinieren, dass erfolgreiche Realitätsbewältigung
möglich wird. Mit den Freudschen Begriffen wird es möglich, die psychische
Struktur von Persönlichkeit sowie die psychischen Mechanismen, differenziert zu
betrachten.
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aufeinander. Aber je länger die Abhängigkeitsketten werden, desto mehr ist der
einzelne gezwungen, sein Verhalten von sich aus auf diese Zwänge einzurichten
und Selbstzwänge bzw. Selbstkontrollapparaturen zu entwickeln.
Das ist die erste Grundthese von
Elias: Gesellschaftlicher Fortschritt ist nur dann möglich, wenn die Menschen
die äußeren Zwänge in Selbstzwänge umwandeln.
Die zweite Grundthese meint, dass
diese gesellschaftlichen Fortschritte sich in der Psyche des einzelnen
niederschlagen. Die Verhaltensanforderungen, die wir von klein auf mitbekommen,
dringen bis in die einzelnen Fasern unseres Alltagsverhaltens. Auch wenn wir
uns gegen gesellschaftliche Zwänge wehren – meistens sind wir schon längst ein
Teil der Gesellschaft, die diese Zwänge produziert und produzieren diese Zwänge
gewollt oder ungewollt mit.
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Die feministische These meint, dass man
hier fälschlicherweise „für Natur hält was Gesellschaft ist“, dass es also in
Wirklichkeit gesellschaftliche Verhältnisse sind, die die Chancen für Frauen beschränken.
Nach Carol Hagemann-White sind es 3 Prinzipien die diese „Alltagstheorie der
Zweigeschlechtlichkeit“ kennzeichnen:
1. Prinzip der Eindeutigkeit
2. Prinzip der Naturhaftigkeit
3. Prinzip der Unveränderbarkeit
Dagegen wird in den feministischen
Sozialwissenschaften betont, dass geschlechtstypische Unterschiede im
Sozialverhalten demnach nicht das Ergebnis von biologisch bedingten
Geschlechtszuweisungen, sondern von Geschlechtszuschreibung ist. Diese wird
eher an den typisch männlich/weiblichen Erscheinungsformen festgemacht. (Gang,
Stimme, Körperhaltung)
6.
Was besagt die feministische These von
der sozialen Konstruktion von Geschlechtlichkeit im Hinblick auf das
Unterrichtsverhalten von LehrerInnen?
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