Zusammenfassung Grundlagen des Management
TEIL I: Management:
Einführung und konzeptionelle Grundlagen
1. KAPITEL: Management: Grundbegriffe und
Managementprozess
Entwicklung der Managementlehre
-
Institutionell (Gruppe von Personen, die mit Anweisungsbefugnissen
betraut ist)
-
Funktional (Komplex von Aufgaben zur Erfüllung der Steuerung eines
Systems)
Institutionelle Formen d. Managements
-
Vertikal (Unteres, Mittleres, Oberes Management)
-
Horizontal (Bereichs-, General-Management)
Funktionales Management
-
Managementfunktion (Planung, Organisation, Kontrolle), Management = Art
d. Querschnittsfunktion
-
Sachfunktion (Einkauf, Produktion, Verkauf)
Managementlehre und Betriebswirtschaftslehre
Die Betriebswirtschaftslehre setzt sich aus verschiedenen
Funktionslehren zusammen.
Die Managementlehre fügt sich als eine Teilfunktion in die
Betriebswirtschaftslehre ein.
Managementfunktionen nach Gulick (POSDCORB-Konzept)
- Planning
- Organisation
- Staffing
- Directing
- Coordinating
- Reporting
- Budgeting
Klassischen Funktionen als Managementprozess (Koontz
und O`Donnell)
- Planung
- Organisation
- Personaleinsatz
- Führung
- Kontrolle
Studie zur Natur der Managementaufgabe (Henry
Mintzberg)
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Studie zum Arbeitsprozess einer Führungskraft
(Stewart)
-
Demands (Handlungszwänge)
-
Constraints (Restriktionen)
-
Choices (Eigengestaltung)
3 Basiskonzepte, die den Aktivitäten von Managern
zugrunde liegen (Kotter):
- agenda setting (Aufbau und Entwicklung eines
Orientierungsrahmen)
- network building (Knüpfen eines Kontakt-Netzwerkes)
- execution (Realisierung von Handlungsentwürfen)
10 Management-Rollen von Mintzberg
Interpersonelle Rollen
- Galionsfigur /
Vorgesetzter / Vernetzer
Informationsrollen
- Radarschirm / Sender / Sprecher
Entscheidungsrollen
- Innovator /
Problemlöser / Ressourcenzuteiler / Verhandlungsführer
Managementrollen und klassische Managementfunktionen
- Planung: Innovator, Ressourcenzuteilung
- Organisation: Vernetzer
- Personaleinsatz: Vorgesetztenrolle
- Führung: Sender, Problemlöser
- Kontrolle: Radarschirm
- System/Umweltbezug
- Flexibilität
Moderner Managementprozess
=Interaktion von Unternehmung und Umwelt
Umwelt - Diagnose: Ungewiss
/ begrenzt verstehbar
- Folge: Unsicherheit
und Diskontinuitäten
Unternehmung - Diagnose: Komplex
- Folge: Flexibles,
nur begrenzt planbares System
Konsequenz:
-
Planung verliert Primat
-
Managementfunktion gleichrangig
-
Einsatz je nach Problemlage
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3 Schlüssel-Managementkompetenzen (Katz)
Technische Kompetenz (Managementwissen, Know-how,
Problemlösungstechnologien)
Soziale Kompetenz (Kooperations-, Dialog-, Konflikt-,
Handlungsfähigkeit)
Konzeptionelle Kompetenz (Lernfähigkeit, Sense-making,
Heuristiken, Lernfähigkeit)
ð
Alle 3 Schlüssel-Kompetenzen wirken zusammen (Interdependenz)
Emotionale Intelligenz
-
Selbstbewusstsein - Selbstmotivation - Selbststeuerung
-
Empathie - Soziale Kompetenz
Differenzierung der Kompetenzen:
1. Operating-Level-Manager
2. Senior-Level-Manager
3. Top-Level-Manager
(oberes, mittleres, unteres Management)
2. KAPITEL: Unternehmensverfassung und
Unternehmensethik
Stakeholder-Ansatz
-
Personen oder Gruppen, die die Zielerreichung der Organisation
beeinflussen können oder davon beeinflusst werden = Bezugsgruppen der
Unternehmung
-
Ziel: Voraussetzung für Existenzerhalt und der Handlungsfähigkeit einer
Organisation ist die Schaffung und Sicherung einer Legitimätsgrundlage.
-
Organisation muss Akzeptanz der Umwelt gewinnen.
Arten von Legitimität
= Generalisierte Einschätzung, dass die
Handlungen einer Organisation vertretbar, erwünscht, richtig oder angemessen
innerhalb eines sozialen Systems sind.
-
Pragmatische Legitimität
-
Moralische Legitimität
-
Kognitive Legitimität
3 Dimensionen für Bedeutung der Stakeholder (Kriterien
für Stakeholder-Identifikation)
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Legitimität: Handlungen werden als erwünscht und
angemessen richtig angesehen
Dringlichkeit: finden die Forderungen eines
Stakeholders unmittelbare Aufmerksamkeit
Vertragsmodell der Unternehmung
- Eigentum und Vertrag sind Grundbausteine
- Kapitaleigner tragen wirtschaftliches Risiko (haben
Residualeinkommen als Differenz von Erträgen und Aufwendungen)
- Erwerbwirtschaftliches Prinzip
Vertragsmodell und Preissystem
- Die optimale Koordination der wirtschaftlichen Handlungen
erfolgen über den Preis für nachgefragt bzw. angebotene Güter
Haushalte: Nutzenmaximierer -> Nachfragefunktion
Unternehmen: Gewinnmaximierer -> Angebotsfunktion
- Wettbewerb der Produzenten sorgt für ein Ausscheiden von
unwirtschaftlichen Unternehmungen
Voraussetzung für Funktionsfähigkeit des Preissystems
(Totales Konkurrenzgleichgewicht)
-
rationales Verhalten von Unternehmen und Haushalten
-
Haushalte maximieren Nutzen und Unternehmer den Gewinn
-
Vollkommene Konkurrenz auf Anbieter- und Nachfragerseite
-
Marktgleichgewicht: GK = P, Grenznutzen = P
3 Kritische Voraussetzungen für funktionierendes
Preissystem:
- Abwesenheit externer Effekte
- Nichtexistenz von Vermachtungsprozessen
- Einheit von Risiko, Kontrolle und Gewinn = Einheit von
Eigentum und Verfügungsgewalt
Abwesenheit externer Effekte
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-
Konsequenz: Beeinträchtigung der Allokationsfunktion des Preissystems
Vermachtungsprozesse
-
Informationsverzerrung durch Macht
-
Marktmacht (Marktbeherrschung)
-
Konzentrationsprozesse
-
Gefahr: Beeinträchtigung der Allokationsfunktion
Einheit von Risiko, Kontrolle und Gewinn
-
Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt
-
Professionalisierung des Managements = Unternehmensführung ist ein Beruf
geworden
-
Inaktivität und Inkompetenz der Aktionäre
Dezentrales Wirtschaftsmodell
-
Entscheidungsgewalt liegt bei Unternehmungen und bei den Haushalten
-
Koordination über Preissystem
Corporate social responsibility (CSR)
= gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung oder
Unternehmensethik
= Davoser Manifest 1973 (Schutz der Interessen von
Verbrauchern und Arbeitnehmern)
= Unternehmensgewinn nur noch ein notwendiges Mittel, nicht
mehr aber ihr Endziel
= Dialogische Ethik: gleichberechtigte Verständigung mit den
Betroffenen
Diskursive Unternehmensethik
-
ethisch
-
unternehmensbezogen
Ethische Komponenten der Diskursiven Unternehmensethik
-
verständigungsorientiertes Handeln der Unternehmensführung bei
Konflikten (Diskriminierungsverbote, Korruptionsauschluss)
-
Unterscheidung von Ethik und Moral -> Ethik ist Reflexionslehre der
Moral
-
Fundament der diskursiven Unternehmensethik ist dialogisch und nicht
monologisch
Unternehmensbezogene Komponente der Diskursiven
Unternehmensethik
- Handlungsspielraum Sollen impliziert Können
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