Was heißt
Management?
Institutionell
Eine Gruppe von Personen,
die in einer Organisation mit Anweisungsbefugnissen betraut ist (= Personen mit
Vorgesetztenfunktion, z.B. vom Meister bis zum Vorstandsvorsitzenden)Manager
und Eigentümer-Unternehmer
Funktional
Komplex von Aufgaben, die
zur Steuerung eines Systems erfüllt werden müssen (z.B. planen, organisieren,
kontrollieren)
Institutionelle
Formen des Managements
Vertikal
§
Unteres Management
§
Mittleres Management
§
Oberes Management
Horizontal
§
Bereichs-Management
§
General-Management
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Management:
funktional
§ Immer
wiederkehrende Aufgaben, die zur Steuerung einer betrieblichen Einheit benötigt
werden
§ Man
unterscheidet Managementfunktionen und Sachfunktionen (Einkauf, Produktion,
Verkauf)
§ Management =
eine Art Querschnittsfunktion, die den Einsatz der Ressourcen und die
Koordination der Sachfunktionen steuert
Management
als verknüpfende Querschnittsfunktion
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Managementlehre
und Betriebswirtschaftslehre
§ Die
Betriebswirtschaftslehre setzt sich aus verschiedenen Funktionslehren zusammen.
§ Die
Managementlehre fügt sich als eine Teilfunktionslehre in die
Betriebswirtschaftslehre ein.
- Die
Sachfunktionslehren (Absatz, Produktion, F&E, Finanzierung etc.)
- Management als
Querschnittsfunktionslehre(Planung, Organisation, Kontrolle etc.)
Managementfunktionen
im Überblick
Management
Funktionen nach Gulick(1937) -POSDCORB
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§ Organizing–Aufbau
einer Organisationsstruktur, die Arbeitseinheiten im Hinblick auf ein
Gesamtziel koordiniert
§ Staffing–Personaleinsatz
bzw. Aufbau einer adäquaten HR-Struktur
§ Directing–Treffen
von Entscheidungen und Umsetzung in Form von Anweisungen
§ Coordination–Verknüpfung
der verschiedenen Teile des Arbeitsprozesses
§ Reporting
–fortlaufende Information
§ Budgeting–Budgetaufstellung
und Budgetkontrolle
Management:
Die klassischen Funktionen als Managementprozess (Harold Koontzund Cyril
O´Donnell1955)
§ Planung
§ Organisation
§ Personaleinsatz
§ Führung
§ Kontrolle
Koordination wird als funktionsübergreifende Teilfunktion
angesehen
Grafiken wurden automatisiert entfernt Der
Managementprozess
Abbildung
1-2
In
Anlehnung an Mackenzie
Typische
Merkmale der Managementtätigkeit
1.
Kein abgeschlossener Zyklus –keinen klar definierten Anfang und
eindeutiges Ende (Lösen permanenter Probleme)
2.
Arbeitstag ist zerstückelt –Vielzahl an Einzelaktivitäten
3.
Mündliche Kommunikation –zw. 70-90% wird mit verbaler
Kommunikation verbracht
4.
Informationsaufnahme und –weitergabe: Fragen und Zuhören stehen im
Vordergrund –der geringste Teil sind konkrete Anweisungen
5.
Ambiguität –Tätigkeit ist komplex und mit hoher Unsicherheit
behaftet
Dimensionen
der Managementtätigkeit (Stewart)
Das Tätigkeitsfeld eines Managers wird durch drei Komponenten
bestimmt:
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3.
Eigengestaltung (choices) = freier Aktivitätsraum
(Führungsverhalten, Arbeitsstil etc.)
Sinnbezüge,
die hinter dem sichtbaren Arbeitsverhalten liegen
(Kotter-Modell)
3 Basiskonzepte, die den Aktivitäten von Managern zugrunde liegen:
- Aufbau
und Entwicklung eines Orientierungsrahmen („agendasetting“)
- Knüpfen
eines Kontakt-Netzwerkes („networkbuilding“)
- Realisierung
von Handlungsentwürfen („execution“)
Die 10
Management-Rollen nach Mintzberg
Arbeitsverhalten =
Ausdruck eines Rollenverhaltens (10 Rollen werden in drei Aktivitätsgruppen
gegliedert)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Rollenverhalten
nach Mitzberg
§ Galionsfigur:
Manager = Symbolfigur –seine Anwesenheit ist von Bedeutung
§ Vorgesetzter:
Anleitung, Motivation, Auswahl und Beurteilung von MitarbeiterInnen
§ Vernetzer:
Aufbau und Pflege eines Netzwerks
§ Radarschirm:
Sammlung und Aufnahme von Informationen
§ Sender:
Übermittlung und Interpretation relevanter Informationen und handlungsleitender
Werte
§ Sprecher:
Vertretung der Organisation nach Außen
§ Innovator:
Initiierung und Realisierung von Wandel in Organisationen
§ Problemlöser:
Beseitigung unerwarteter Probleme und Störungen
§ Ressourcenzuteiler:
Verteilung der eigenen Zeit, Verteilung von Aufgaben, Zuteilung finanzieller
Ressourcen
§ Verhandlungsführer:
Verhandlungen in Vertretung der eigenen Organisationseinheit
Managementrollen
und klassische Managementfunktionen Erweiterung und Resümee
§ Verbindungslinien
zw. Rollen und klassischen Managementfunktionen
- Planung
–Innovator, Ressourcenzuteilung
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- Personaleinsatz
-Vorgesetztenrolle
- Führung
–Sender, Problemlöser
- Kontrolle
–Radarschirm
§ Perspektivenerweitung
- System/Umwelt-Bezug
–Bedeutung des Außenbezugs
- Flexibilität
–kein linearer Handlungsablauf, plötzliche Störungen, unvorhergesehene
Ereignisse
Der
moderne Managementprozess
Ausgangspunkt neueren
Steuerungsdenkens ist die Interaktion von Unternehmung und Umwelt
Umwelt:
§ Diagnose: Ungewiss
/ nur begrenzt verstehbar
§ Folge:
Unsicherheit und Diskontinuitäten
Unternehmung:
§ Diagnose:
Komplex, keine „Trivialmaschine“
§ Folge:
Flexibles, nur begrenzt planbares System
Der
moderne Managementprozess
§ Planung als
unsichere Selektion von Handlungsalternativen
§ Kontrolle/Monitoring
als Sicherungsverfahren und zur Minimierung des Fehlsteuerungsrisikos
§ Flexibilität
und Responsivität
Konsequenz
§ Planung
verliert Primat
§ Managementfunktionen
gleichrangig
§ Einsatz je nach
Problemlage
§ Balance
zwischen
- Aktion und
Reaktion
- „Commitment“
und Flexibilität
Managementfunktionen
und -fähigkeiten
Managementkompetenzen
–Schlüssel-Kompetenzen nach Katz
§ Technische
Kompetenz –Sachkenntnis und die Fähigkeit, theoretisches Wissen und Methoden
auf den konkreten Einzelfall anzuwenden(Managementwissen)
§ Soziale
Kompetenz –Fähigkeit, mit anderen Menschen effektiv
zusammenzuarbeiten(Kooperationsbereitschaft, Handlung und Durchsetzung)
§ Konzeptionelle
Kompetenz –Fähigkeit, Probleme und Chancen im Zusammenhang zu
erkennen(Strukturierungsvermögen)
Technische
Kompetenz
§ Managementwissen
§ Anwendungs-Know-How
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Soziale
Kompetenz
§ Dialogfähigkeit
§ Kooperationsfähigkeit
§ Konfliktfähigkeit
§ Handlungsfähigkeit
§ Einfühlungsvermögen
§ Interkulturelle
Kompetenz
Die
Ebenen sozialer Kompetenz der Manager
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Konzeptionelle
Kompetenz
§ Problemstrukturierung
(Komplexitätsreduktion)
§ „Sense-making“
§ Heuristiken
(Erfindungskunst, die Kreation eines Planes, einer Strategie oder auch nur
einer Taktik auf der Basis der von der Wissenschaft entwickelten
Methoden/Techniken)
§ Verschiedene
Wahrnehmungsmuster
§ Lernfähigkeit
Exkurs:
Emotionale Intelligenz
Nach Goleman setzt sich emotionale Intelligenz aus fünf
Teilkonstrukten zusammen:
§ Selbstbewusstheit (Fähigkeit
eines Menschen, seine Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse zu akzeptieren und zu
verstehen, und die Fähigkeit, deren Wirkung auf andere einzuschätzen)
§ Selbstmotivation
(Begeisterungsfähigkeit
für die Arbeit, sich selbst unabhängig von finanziellen Anreizen oder Status
anfeuern zu können)
§ Selbststeuerung
(planvolles
Handeln in Bezug auf Zeit und Ressourcen)
§ Empathie (Fähigkeit,
emotionale Befindlichkeiten anderer Menschen zu verstehen und angemessen darauf
zu reagieren)
§ Soziale
Kompetenz (Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Beziehungen
aufzubauen, gutes Beziehungsmanagement und Netzwerkpflege)
Die
Entstehung des Managements und der Managementlehre
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