Der Erfolg der Verbesserung ist jedoch ungewiss. Die Verbesserung kann
erst in t=2 in den Vertrag aufgenommen werden. Die Kosten der Verbesserung
lauten c > 0, welche Ticontal trägt. WV kann die Wahrscheinlichkeit (π)
der Qualitätsverbesserung erhöhen, indem es seine Mitarbeiter schult (sunk
costs). Beide Unternehmen kennen c vorher, der Wert der Verbesserung für den
Käufer beträgt v, wobei v>c mit WSK π und 0 mit WSK 1-π. Die
Kosten der spezifischen Investition betragen I = π2/2. Der Verkäufer
Ticontal kann I beobachten. WV und Ticontal sind risikoneutral. Konkret: v=2,
c=1 Berechnen Sie das soziale Optimum, das Ergebnis bei unabhängiger
Gewinnoptimierung und das Ergebnis bei Kontrolle durch den Käufer (Integration).
Soziales Optimum:
Max E(ΔQ) =
π (v-c) + (1-π)(0-0) – π2/2
dE(ΔQ)/dπ =
v-c-π = 0 -> π = v-c
Einsetzen
in I: I = (v-c)2/2 -> ΔQ = (v-c)2/2 > 0 (first-best Optimum)
Konkret (v=2, c=1): I
= 1/2, ΔQ = ½
Unabhängige
Optimierung: (Annahme: Zusätzliche Gewinne aus der Vereinbarung
werden zu gleichen
Teilen aufgeteilt (Nash-Verhandlungslösung))
Max ΔQb = ½
(π(v-c)) - π2/2
dΔQb/dπ =
(v-c)/2 – π = 0 -> π = (v-c)/2
Einsetzen in I: I =
(v-c)2/8 < (v-c)2/2 -> Unterinvestition
ΔQb = (v-c)2/8
und ΔQs = (v-c)2/4 -> ΔQ = 3(v-c)2/8 < (v-c)2/2
geringer als soziales
Optimum
(Wohlfahrtsverlust durch Unsicherheit und TAK)
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Kontrolle durch den
Käufer:
- Käufer trifft
Entscheidung und zahlt dafür dem Verkäufer einen Betrag in t=1
- Der Käufer führt
Verbesserung auf jeden Fall durch, da I vorher getätigt wird
- Wenn der Wert der
Verbesserung v=0 wird der Verkäufer aber c vermeiden
wollen, daher kommt
es zu Verhandlungen
- In den
Verhandlungen ergibt sich die Nash-Verhandlungslösung, nach der der
Käufer bei Misserfolg
½ c übernimmt, bei v > 0 findet die Verbesserung ohnehin
statt
Max ΔQb =
πv + (1- π) c/2 – π2/2
dΔQb/dπ = v
– c/2 – π = 0 π = v – c/2
Einsetzen in I: I =
(v-c/2)2/2 > (v-c)2/2 Überinvestition
ΔQs = -πc –
(1- π) c/2 < 0 Verkäufer würde Zahlung verlangen
ΔQ= ½ (v-c)2 –
1/8 c2 < (v-c)2/2
Konkret (v=2, c=1): I
= (2-1/2)2/2 = 1,125, ΔQ = 3/8
Skizzieren Sie die
Neue Institutionenökonomik des Marktes.
A: Der Markt als
Organisation
- Warum bestehen
Märkte?
- Ohne
Transaktionskosten sind Märkte nicht notwendig
- Jeder könnte
jederzeit professionell oder gelegentlich Güter tauschen, ohne dass
dabei Kosten
entstehen würden
- Existieren aber
Transaktionskosten, so sind Märkte ein Mittel, um diese zu senken
- Darüber hinaus
bilden Akteure auf Märkten soziale Netzwerke
- Die wiederholten
Transaktionen schaffen Vertrauen und Kontakte werden gepflegt
- Außerdem liegen
positive Netzwerkexternalitäten vor, die die Kosten der
Marktnutzung senken
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Preisstarrheit
- Die Neo-Klassik
sagt in den meisten Modellen eine sofortige Preisanpassung
voraus, wenn sich ein
oder mehrere Parameter ändern
- Dies ist aber mit
der Realität häufig nicht vereinbar
- Hier liegen häufig
starre Preise vor
- Die
Preisflexibilität variiert zwischen den Branchen und Industrien sowie über die
Zeit
- Erklärungen:
- teilweise
Mengenanpassungen
- Menu cost (Kosten
der Umstellung von Preisen) Transaktionskosten
Rationales Abweichen
vom vollkommenen Wettbewerb
- unvollkommener
Wettbewerb aufgrund von Transaktionskosten
- vor
Vertragsschluss: Suche, Inspektion (a)
- bei
Vertragsschluss: Aushandlung (b)
- nach
Vertragsschluss: Erfüllung, Kontrolle, Durchsetzung (c)
- vollständige Märkte
existieren nicht mehr bei Existenz von Transaktionskosten
(a) Suche und
Inspektion
- Preise und
Qualitäten müssen vor dem Kauf verglichen werden
- Aber: Auch die
Erfahrung (über die Qualität) spielt eine Rolle (Such-vs.
Erfahrungsgüter)
- Werbung kann
informativ sein und bei Such-bzw. Erfahrungsgütern bestimmte Eigenschaften
vermitteln (und eventuell Transaktionskosten senken)
- Die Inspektion von
Qualitäten verursacht Transaktionskosten in Form von Messkosten
Diese können z.B.
durch
- Garantien,
Anteilsverträge (Risikoverteilung)
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(b) Aushandlung
- insbesondere
Preisverhandlungen:
- Preislisten (Signal
für Zuverlässigkeit des Verkäufers, Preisstabilität)
- langfristige
Verträge (trotzdem variable Preise möglich Vertrag)
- Vertragsverhandlung
(komplex und heterogen)
- organisierte Märkte
(Börsen, schaffen Preise)
- Folgen:
- Preisstarrheit
-
Marktzutrittsschranken
(c) Erfüllung,
Kontrolle, Durchsetzung
- problemlos
lediglich beim Simultantausch (kaum realisiert)
- dann:
Produzentenhaftung (siehe Haftungsrecht)
- und:
Unzufriedenheit des Käufers, Hold-up
- Lösungen:
- Preise oberhalb von
Konkurrenzpreisen (Aufschläge für Reputation,
Werbung als
Qualitätssignal)
- Franchising (als
Schutz vor Hold-up)
- vertikale
Integration (ebenfalls als Schutz vor Hold-up)
- Regulierung
natürlicher Monopole (wegen unvollständiger Verträge, sonst
wäre ein Wettbewerb
um den Markt optimal Lizenzversteigerung)
Welche Antworten gibt
die NIÖ auf die Frage warum es
Unternehmen gibt und
ob deren Größe begrenzt ist?
A: Ohne
Transaktionskosten lassen sich Unternehmen nicht erklären. Alle Transaktionen
können kostenlos, ohne Zeitverzug durchgeführt werden. Unternehmen sparen
Transaktionskosten (insb.
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nach Häufigkeit der Transaktionen bieten sich andere Organisationsformen an.
Die Größe des Unternehmens wird laut der NIÖ des Unternehmens von abnehmenden
Grenzerträgen der Unternehmensführung begrenzt. Ab einer gewissen Größe sind
Unternehmen also nicht mehr effizient steuerbar.
Welche wichtigen
Forschungsbereiche gibt es bzgl. der NIÖ des Staates?
-
Ökonomische Analyse des Rechts: Optimale Bestrafung Eigentumsrechte, Coase
-
Neue Politische Ökonomie :Aufgaben des Staates, Politische Interessengruppen
-
Wettbewerb im politischen System: Voice und Exit, Kosten
-
Ökonomische Theorie der Verfassung: Verfassungsregeln, Gewaltenteilung
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