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Grundlagen der Wirtschaftspolitik .doc

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Faculty
Economics
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Macroeconomics
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University, School
Bochum
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Kernthese der Transaktionskostentheorie:

Der Wettbewerb führt langfristig dazu, dass Transaktionen so organisiert (bzw. Verfügungsrechte so verteilt werden), dass es zu einer Minimierung der Summe aus Produktions- und Transaktionskosten kommt.

Nehmen Sie an, dass in einem monopolistischem Markt ein Transaktionsunternehmen Transaktionskostenvorteile aufweist, die durch folgende Funktion gegeben sind: t = 0.5 x0.6. Weiterhin lässt sich ein Verhältnis von Einkaufs- zu Verkaufspreis (Preis des Produzenten zu Preis des Händlers) von 0.3 realisieren.

Berechnen Sie die optimale Menge des Transaktionsunternehmens. Weitere

(Transaktions-)Kosten werden vernachlässigt. è Gegeben:t = 0.5x0.6 Pp/Pc = 0,3 Ableiten:

dt/dx = 0,3/x0,4 Gleichsetzen: dt/dx = Pp/Pc 0,3/x0,4 = 0,3 Auflösen: x1=1 x2=-1 Die optimale Menge des Transaktionsunternehmens ist 1.

COASE-THEOREM (Ronald Coase, 1960)

Effizienzthese: Sind Transaktionskosten vernachlässigbar, so kommt es auch ohne staatliche Eingriffe zu einer paretoeffizienten Allokation. Invarianzthese: Dabei ist unerheblich, wie die Rechte verteilt sind

• die Verteilung der Rechte hat somit Auswirkungen auf die Renten, nicht aber auf die Effizienz

• dynamische Effizienz ist unklar (Anreize für Innovationen etc.)

• in der Realität sind Transaktionskosten aber oft nicht vernachlässigbar

(Folge: Staatseingriffe sind eventuell doch notwendig)

• insbesondere bei großen Gruppen von Betroffenen

Beispiele:

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• Fabrik/ Anwohner

• Laute Musik/ Nachbar

Relative Verfügungsrechte= vertragliche Schuldverhältnisse

• Voraussetzung:

- Vertragsfreiheit

- vertragliche Erfüllungspflicht

- Gläubiger hat eine Forderung gegen einen Schuldner

- relative Rechte können nur vom Schuldner verletzt werden

- hier spricht man dann vom opportunistischem Verhalten

Arten vertraglicher Schuldverhältnisse:

Kaufvertrag, Mietvertrag, Arbeitsvertrag, Darlehensvertrag

                Absolute Verfügungsrechte

                •Sacheigentum und andere absolute Rechte

                •uneingeschränkte Eigentumsrechte

                •beschränkte dingliche Rechte (z.B. Nutzungsrechte)

                •immaterielle Rechte (z.B. Urheberrechte)

                •Menschenrechte

Beschreiben Sie das Problem des moralischen Risikos anhand des Beispiels der Managemententlohnung.

Moralisches Risiko: Welches optimale Anreizsystem ist zu beobachten, wenn folgende Annahmen gelten? Berechnen Sie außerdem den Gewinn und die optimalen Nutzen.

Nutzenfunktion des Agenten: u(w,e) = w - e2

Anreizsystem: w = b + αG

Gewinn: G = e

Nutzen des Prinzipals: E = G – w Partizipationsbedingung: u(w,e) ≥ 0

Anreizverträglichkeitsbedingung: e = α/2

b = Fixlohn, e = Einsatz, α = Gewinnanteil

 

Nutzenfunktion des Agenten: u (w,e) = w - e2

Anreizsystem: w = b + αG Gewinn: G = e

Nutzen des Prinzipals: E = G – w

Partizipationsbedingung: u (w,e) ≥ 0

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b = Fixlohn, e = Einsatz, α = Gewinnanteil

Agent

Nutzenfunktion des Agenten: u (w,e) = w - e2

Für w = b + αG und G = e einsetzen

Max. u (w,e) = b + αe - e2 Ableiten nach e: α - 2e

Nach e auflösen: e = α/2 (Reaktionsfunktion)

Nutzenfunktion des Prinzipals: E = G – w

Kann auch wie folgt geschrieben werden: E = (1 - α) e - b

Max. E = (1 - α) e - b unter NB e = α/2 und b + αe - e2 = 0

NB nach b auflösen und e = α/2 einsetzen: b = -α2/4

Für e = α/2 und b = -α2/4 einsetzen in E

Max. E = (1 - α) α/2 + α2/4 = α/2 - α2/4 Ableiten nach α: ½ - α/2

Nach α auflösen: α = 1

Interpretation?

- Kompletter Gewinn geht an den Agenten

Weitere Ergebnisse:e=1/2 b=-1/4 G=1/2 w=b+αG=1/4 U=0 NG=e-b-αe=1/4

Interpretation?

- Agent muss den Prinzipal bezahlen, um „arbeiten zu dürfen“

Der Eigentümer des ehemals in Bochum beheimateten Handybauers

Kiano sucht für sein neues Handywerk in Rumänien zwei Manager.

Der Eigentümer (Prinzipal) kennt nicht die Kosten (Qualitäten) der

potentiellen Manager (Agenten).

Annahmen:

- zwei Agenten (1 und 2)

- Anstrengungsniveaus: e1 und e2

- Gewinne: Q1 = e1, Q2 = e2, Q = Q1 + Q2

- Kosten: c1(e1) = k1/2e1

2 und c2(e2) = k2/2e2

2

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- Nutzenniveaus: A1 = w1(e1) – c1(e1) und A2 = w2(e2) – c2(e2)

- k1 < k2

Konkret: k1 = 2, k2 = 3, π1 = π2 = 0,5

Berechnen Sie: e1, e2, Q, w1, w2.

A: Selbstselektionsbedingung oder Aufrichtigkeitsbedingung:

w1 – c1(e1) ≥ w2 – c1(e2)

w2 – c2 (e2) ≥ w1 – c2(e1)

Umgestellt und mit c1(e1) = k1/2 * e1

2 und c2(e2) = k2/2 * e2

2 eingesetzt ergibt sich das Optimierungsproblem des Prinzipals wie folgt:

Max Q = (e1 - w1) + (e2-w2) u.d.N.

w1 ≥ k1*e12/2 + (w2 – k1*e22/2) (AB1)

w1 ≥ k1*e12/2 (PB1)

w2 ≥ k2*e22/2 + (w1 – k2*e12/2) (AB2)

w2 ≥ k2*e22/2 (PB2)

Es wird nur jeweils eine der beiden Nebenbedingungen benötigt, da die jeweils andere dann automatisch mit erfüllt ist. Außerdem verwenden wir sie jeweils als Gleichung, weil der Prinzipal nicht mehr Lohn zahlt als nötig.

AB1 > PB1, da (w2 – k1*e22/2) > 0.

Somit wird w1 = k1*e12/2 + (w2 – k1*e22/2) (AB1) als bindend betrachtet.

Ersetzt man w1 in AB2 entsprechend, so ergibt sich bei k2 > k1 eine strenge

Ungleichung: k2e12/2 - k2e22/2 ≥ k1e12/2 – k1e22/2, welche nicht bindet. Daher betrachten wir

w2 =k2*e22/2 (PB2) als bindend.

Damit ergibt sich das Optimierungsproblem des Prinzipals wie folgt:

Max Q = (e1 - w1) + (e2-w2) u.d.N.

w1 = k1*e12/2 + (w2 – k1*e22/2) (AB1)

w2 = k2*e22/2 (PB2)

e12 > e22

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2/2 – (k2 – k1)/2) + (e2- k2*e22/2) u.d.N.

e12 > e22

Von der NB wird abgesehen und das Optimierungsproblem wird gelöst. Die Lösung

genügt automatisch der zunächst unbeachteten NB. Ableiten, Nullsetzen, Auflösen.

Bedingungen erster Ordnung:

1 - k1e1 = 0 -> e1 = 1/k1

-(k2-k1)e2 + 1 – k2e2 = 0 -> e2 = 1/(2k2 - k1)

Durch Einsetzen und Auflösen werden w1 und w2 bestimmt:

w1 = 1/2k1 + (k2 – k1)/2(2k2-k1)2

w2 = k2/2 * (1/(2k2-k1)2)

Mit konkreten Zahlen (k1 = 2, k2 = 3):

e1 = ½ e2 = ¼

w1 = ¼ + 1/32 w2 = 3/2 * 1/16 = 3/32

Q = ½ + ¼ - ¼ - 1/32 – 3/32 = 3/8

Was sind unvollständige Verträge und warum stellen diese ein

Problem dar? Wäre es sinnvoll perfekte Verträge zu schließen, die

alle Eventualitäten abdecken?

A: PA-Theorie und Theorie sich selbst durchsetzender Verträge gehen davon aus,

- dass die Verträge einmal geschlossen werden

- und alle Ereignisse/ Verhalten im Voraus bekannt sind, die Verträge also vollständig sind

Werden partnerspezifische Investitionen getätigt, werden also Kosten versenkt,

- kommt es zu einem Lock-in und es

- besteht die Gefahr eines Hold-ups

Dennoch kann es rational sein, nicht alle möglichen Ergebnisse vorher zu regeln

(Kosten der Regelung > Nutzen der Regelung)

Die Unsicherheit über die zukünftigen Ereignisse führt ebenfalls zu einem

Wohlfahrtsverlust ( Reaktion auf Unsicherheit ist immer mit Kosten verbunden)

 

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