Pädagogische Handlungsfelder 1. Was zeichnet den Kindergarten als Lebenswelt aus? (Giener & Karber) · das Zusammenwirken unterschiedlicher Lebensfelder · Konzept der Lebensweltorientie­ru
Sexueller Kindesmissbrauch in Institutionen aus Sicht der Täter Fachbereich: Erziehungswissensc­haften Studiengang: Diplom Erziehungswissensc­haften Abgabetermin: 18. Dezember 2009
Methodische Aspekte des beruflichen Lehrens und Lernens Thema: Strukturelle Aspekte von Ausbildung im Kontext beruflichen Lehrens und Lernens 1. Problemstellung In der Arbeitswelt werden di
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Entscheidende Bedingung von
Aufklärung (lt. KANT):
Freiheit, von seiner
Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen
à
politische Dimension zum Ausdruck: Freiheitsrechte für alle Bürger
d.h.
Recht jedes Menschen, seine eigene Meinung in Wort und Schrift öffentlich
kundzutun
1.2 Das „pädagogische Jahrhundert“
=
18. Jahrhundert
In
diesem Jh. haben sich neue Auffassungen von Erziehung durchgesetzt und
wesentliche Momente der praktischen Organisation von Erziehung à ohne dies unser heutiges Erziehungssystem nicht denkbar.
Entscheidende
Voraussetzung moderner Erziehungsvorstellungen: „ENTDECKUNG D. KINDHEIT“
-Kindheit = eine vom
Erwachsenenalter abgegrenzte Altersgruppe
-Eine Errungenschaft der Neuzeit
-Kam 1500 allmählich auf u. setzte
sich im 19.Jh in allen Bevölkerungsgruppen durch
Beleg
für diese These von Ariès:
-Kinder auf Bildern im Mittelalter
= verkleinerte Erwachsene
-Ab 1500 entsteht allmählich der
Blick für die Besonderheit kindlicher Körperproportionen
Im
Zuge der Entdeckung setzen sich auch besondere, pädagogische Formen im Umgang
mit Kindern durch:
-Wuchsen bisher durch die
selbstverständliche Teilnahme am Leben der Erwachsenen in deren Welt hinein
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Parallel
etabliert sich seit dem Mittelalter eine besondere Institution zur Vorbereitung
der Kinder auf das Leben in der Gesellschaft: DIE SCHULE
-soll auf das Alltagsleben
vorbereiten, indem die Kinder daraus ausgegrenzt werden
-paradoxe Struktur beruht u.a.
darauf, dass das Erwachsenenleben zu komplex, zu störanfällig oder zu
gefährlich ist à um Kinder einfach durch Partizipation u.
Nachahmung
lernen zu lassen (was zur aktiven Teilnahme daran notwendig ist)
-Entstehung einer aus dem Alltagsleben ausgegliederter
Institution à vermittelt die erforderlichen Kenntnisse und
Fähigkeiten systematisch
1.3 KANTS
Begriff von Erziehung
Ausgangspunkt von KANTS
Argumentation: „Der Mensch ist das einzige Geschöpf, das erzogen werden muss.“
Begründung:
- das Verhalten von Tieren ist durch sein Instinkt festgelegt
- der Mensch wird ohne Vernunft geboren (KANT bezeichnet es als ROH) à Hilflos
- der Mensch ist angesichts seiner Instinktarmut auf andere angewiesen à KANT
bezeichnet dies als ERZIEHUNG
Erzogenwerden =
Menschsein
„Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Er
ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.“
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PARADOX lässt sich AUFLÖSEN:
Man soll das,
was den Mensch als Mensch auszeichnet, als eine noch zu entfaltende Anlage begreifen
(als entwicklungsoffenes Potenzial, als
Möglichkeit, zu deren Realisierung es einer besonderen Praxis bedarf namens
ERZIEHUNG)
à „Die Menschengattung soll die ganze
Naturanlage der Menschheit, durch ihre eigne Be-
mühung, nach
und nach von selbst herausbringen.“
Das ZIEL der Erziehung muss
unbestimmt bleiben, da Erziehung selbst ein Werk von Menschen und deshalb
notwendigerweise unvollkommen ist.
Ziel der Erziehungen = unbestimmt
+ Vollkommenheit der menschlichen Natur = Geheimnis
à
Vervollkommnung der Menschheit = zukunftsoffener Prozess
Kant beschreibt das Ziel, das
durch Erziehung zu bewirkenden Vervollkommnung folgendermaßen:
Das Ziel von Erziehung wird als
proportionierliche, d.h. verhältnismäßige oder ausgewogene Entfaltung aller
menschlichen „Keime“ bzw. „ Naturanlagen“ beschriebenà Bestimmung des Menschen.
Kein Widerspruch zur These: Ziel = unbestimmt!!!!
Begründung: Bestimmung ≠
Bestimmtheit, d.h. kein vorgezeichneter Weg, dem man un-
problematisch folgen könnte.
SONDERN es ist ein Weg, den es erst noch zu „suchen“ gilt, ein
unabgeschlossener
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Zwei verschiedene zitierte
Passagen von KANT enthalten metaphorische Formulierungen:
„es ist unsere Sache [..], zu machen,
dass der Mensch seine Bestimmung erreiche“
à Erziehung als ein herstellendes Machen à vergleichbar mit dem Tun eines
Handwerkers, der mit Hilfe angebbarer Mittel ein bestimmtes ‚Produkt’
hervorzubringen sucht.
èbetont das aktive, produktive Tun des Erziehers
„ die Menschheit aus ihren
Keimen entfalten“
à Erziehung als ein beschützendes
Wachsenlassen à vergleichbar mit der
Tätigkeit des Gärtners, der das natürliche Wachstum seiner Pflanzen behütend
und pflegend begleitet.
èhebt das Bild hervor, dass Erziehung es mit einem Geschehen zu tun hat, das
eigenen, nicht
beliebig steuerbaren
Gesetzen folgt
Entscheidend für KANT:
Die Entwicklung der menschlichen
Anlagen geschieht in keinem Fall von ganz alleine, sofern die Natur dem
Menschen keinen Instinkt verliehen hat.
à
Erziehung (soll die Entwicklung befördern)
= Kunst, d.h. ein spezifisches Können ist erforderlich
Kunst soll
nicht mechanisch (planlos, nur den jeweiligen
Umständen angepasst), sondern „judiziös“ (planvoll,
auf begründeten Urteilen beruhend)
Wichtiger Grundsatz dieser
Pädagogik = Zukunftsorientierung
„Die
Eltern erziehen gemeiniglich ihre Kinder nur so, dass sie in die gegenwärtige
Welt, sei sie auch verderbt,
passen. Sie sollten sie aber besser erziehne, damit
ein zukünftiger besserer Zustand dadurch hervorgebracht