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Gottesbilder von Kindern (Page 3).doc

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Social Science
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Educational Science / Pedagogy
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Pädagogische Hochschule Karlsruhe - PH
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Educational Science / Pedagogy

Kinder und Kräuter - spielend lernen
Thema: Kräuter Situationsanalyse:­ In verschiedenen Situationen habe ich beobachtete, dass viele Kinder in ihrer Freizeit gerne Draußen spielen. Sie graben im Sandkasten, im Erdboden und erk

Anschließend wurden Gespräche mit den Eltern und Lehrern geführt, um den lebensweltlichen und religiösen Hintergrund sowie die ästhetische Sozialisation der Kinder festzustellen.

Auswertung:

Anhand der Video- und Tonbandaufzeichnungen hat H. Sreib Detail für Detail des Malprozesses interpretiert. Dabei hat er Form- und Farbrepertoir der Elemente, der Art und Weise der Gestaltung, sowie der Materialwahl besondere Beachtung geschenkt und die jeweilige Bedeutung für den ästhetischen Ausdruck ermittelt.

Diese Erkenntnisse hat er in den Zusammenhang zu den sprachlichen Äußerungen gebracht und daraufhin Hypothesen über die religiöse Vorstellung und Gestaltung der Kinder gebildet.

Ergebnisse:

H. Streib kam zu dem Schluss, dass es eindeutige Hinweise auf eine Beziehung zwischen medialer Bilderwelt und religiöser Vorstellungswelt in den Kinderarbeiten zu entdecken gibt. Dies seinen Indizien eines Wandels der religiösen Sozialisation. Kinder reproduzieren nicht Gesehenes und Gehörtes, sondern verarbeiten bei ihrer Vorstellungsbildung subjektiv die medial vermittelten symbolischen Vorlagen.

Beispiel: Interpretation des Malprozesses von Jennifer, fast sechs Jahre alt.

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Bei ihrer Um- und Weiter-gestaltung verknüpft sie eine weitere beliebte Figur der Kinderkultur, die Mickymaus. Dies lässt sich durch die großen Ohren schließen.

Folgerung:

Abschließend formuliert H. Streib zwei Vermutungen.

1. Das Fernsehen hat eine bestimmte Wirkung auf kindliche Gottesvorstellungen. Dieser Einfluss wirkt sich aber nicht negativ auf die Kreativität und die religiöse Vorstellung von Kindern aus. Eher könnte man die anregende und religionsproduktive Wirkung massenmedialer Gestaltung in den Gottesbildern erkennen.

Deshalb ist es sinnvoll, angesichts steigendenden Fernsehkonsums, den Kindern die Möglichkeit zu geben ihre Eindrücke und Erfahrungen kreativ zu verarbeiten und zu gestalten.

2. Die Bilder der Kinder könnten Beispiele dafür sein, dass narzissmus- responsive religiöse Symboliken gegenüber den Über- Ich- Gottesbildern in den Vordergrund getreten sind. Diese Vermutung entspricht den Untersuchungsergebnissen zum Medienverhalten von Kindern, die auf das Verlangen nach Geborgenheit bei der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen.

4. Relevanz für die Religionspädagogik

 

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Dabei sollten die Studenten, durch eine feste Struktur zu einer sorgfältigen gelenkten Wahrnehmung von Vorstellungen kommen. Die feste Struktur basiert auf der Bildanalyse von Ralf Bohnsack. Anhand dieser Methode soll eine vorschnelle Festlegung auf eine vorgängige Interpretation der kindlichen Dokumente, das heißt der bildlichen und sprachlichen Äußerungen, verhindert werden.

Dafür sind vier aufeinander folgende Schritte zu beachten.

1. Es soll geklärt werden in welchem Zusammenhang, durch welchen Impuls, nach welchen Kriterien das Dokument entstanden ist.

2. Anschließend soll das Bild von dem Interpret beschrieben und die sprachlichen Äußerungen nacherzählt werden.

3. Dann werden die Bildstruktur und der Zusammenhang der einzelnen Elemente im Bild ermittelt. Dadurch wird das Zentrum des Bildes ersichtlich. Dies geschieht durch vergleichen von Besonderheiten, wie der Farbe, der Anordnung, der Größenverhältnisse, der Symbole usw.

4. Zum Schluss werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und die formalen und inhaltlichen Grundmuster interpretiert.

Die Studierenden äußerten anschließend, dass mit der geleiteten Interpretation die Wahrnehmung von Bilddetails und sprachlichen Äußerungen wesentlich präziser vorgenommen wurde. Auf der anderen Seite wurde an dieser Methode kritisiert, dass sie zu einer Überinterpretation verleiten könnte.

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5. Fazit

 

Die meisten Kinder sammeln in ihrem Umfeld Erfahrungen und Wissen mit dem Thema Religion. Beim Malen eines Bildes zu ihrer Gottesvorstellung stellen sie ihr Wissen dar und halten einen Ausschnitt davon im Bild fest. Durch das Malen und durch das Reden über ihre Bilder, werden die sie sich ihres Wissens bewusst.

Sie entdecken die Vieldeutigkeit ihres Bildes und erkennen die Differenz zwischen Vorstellung und Gestaltung. Dadurch wird eine religiöse Weiterentwicklung ermöglicht. Dies bietet das Malen von Gottesbildern und Reden über Gottesbilder im Religionsunterricht. Dieser stärkt dadurch die Vorstellungsvielfalt und ermöglicht Gespräche zum Austauschen der Vorstellungen.

Damit knüpft der Unterricht an dem Wissen, Können und Tun der Kinder selbst an. Dabei sollte stets berücksichtigt werden, dass immer nur eine Annäherung an die Vorstellungen möglich ist, man kann sie nicht total erfassen und dingfest machen.

6. Literaturverzeichnis

 

Bucher, Anton A.: Vom Kopffüßlergott zu den perspektivischen Lichtstrahlen:
Skizze der Entwicklung des Zeichnens (religiöser Motive) im Kindes- und ...
S. 189-204

Heimbrock, Hans-Günter: Vom Abbild zum Bild: auf der Suche nach neuen Zugängen zur Religiosität von Kindern, S. 19-39

 

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Klein, Stephanie (2000): Gottesbilder von Mädchen. Bilder und Gespräche als Zugang zur kindlichen religiösen Vorstellungswelt. Stuttgart, Berlin, Köln: Kohlhammer.

Schwab, Ulrich: "Gott ist eine Schwalbe, Mama ein Hund, und ich bin der Schmetterling": die Religiosität von Kindern im sozialen Kontext der Familie verstehen, S. 79-95

Streib, Heinz: Gottesbilder fallen nicht vom Himmel: kindliche Malprozesse als Gestaltung von Religion, S. 129-141

Wulf, Christoph: Bild und Fantasie: zur historischen Anthropologie des Bildes, S.41 - 51

Jeweils in: Fischer, Dietlind (Hg.); Schöll, Albrecht (Hg.) Münster: Religiöse Vorstellungen bilden Erkundungen zur Religion von Kindern über Bilder: Comenius-Institut, 2000: Ill.



[1] Vgl.: Heimbrock, Hans-Günter: Vom Abbild zum Bild.

[2] Vgl.: Schwab, Ulrich: "Gott ist eine Schwalbe, Mama ein Hund, und ich bin der Schmetterling".

[3] Vgl.: Bucher, Anton A.: Vom Kopffüßlergott zu den perspektivischen Lichtstrahlen.

[4] Vgl.: Klein, Stephanie (2000): Gottesbilder von Mädchen.

[5] Vgl.: Streib, Heinz: Gottesbilder fallen nicht vom Himmel.

[6] Vgl.: Hilger, Georg; Rothgangel, Martin: Wahrnehmungsschulung für "Gottesbilder" von Kindern


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