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Pädagogische Hochschule Karlsruhe - PH
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Pädagogische Hochschule Karlsruhe SS 2010

Gottesbilder von Kindern

Verfasserin : Jolanta Wrobel

Matrikelnummer.: ***

Fach: Theologie/ Grundlagenwahlfach

Dozent: Prof. Dr. Müller

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung. 3

2. Vom Abbild zum Bild. 3

2.1. Bilderverbot 3

2.2. Bilder der Gottesvorstellung. 4

2.3. Einfluss der Herkunft und der Fantasie. 5

2.4. Entwicklung des Zeichnens. 5

3. Studien zur Gottesvorstellung. 6

3.1. Gottesbilder von Mädchen/ Stephanie Kein.. 7

3.2. Kindliche Malprozesse/ Heinz Streib. 9

4. Relevanz für die Religionspädagogik. 11

5. Fazit 12

6. Literaturverzeichnis. 12

1. Einleitung

 

Für religiöse Bildung ist der Zugang über ästhetisches Lernen von großer Bedeutung. Das Malen von Bildern ist eine Methode religiöse Vorstellung auszudrücken und sich mit Religion auseinanderzusetzten. Dabei gilt zu klären, wie religiöse Vorstellungen entstehen, ihre Authentizität zum Ausdruck kommen und sie wahrgenommen, verstanden und erklärt werden kann.

Dazu werde ich zunächst den Widerspruch des Bilderverbots und dem Malen von Gottesvorstellungen klären und wesentliche Kriterien darlegen, die für eine sorgfältige Deutung der Gottesbilder notwendig sind. Anschließend stelle ich einige ausgewählte Studien vor, deren gemeinsamer Gegenstand die Religion und die Gottesvorstellung von Kindern ist.

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2. Vom Abbild zum Bild

 

Bilder von Kindern über Gott sind keine Abbilder Gottes, sondern Ausschnitte ihrer inneren Vorstellung von Gott. Um die Bilder richtig deuten zu können ist es deshalb erforderlich, die Kommentare der Kinder über ihre Darstellung, die sozio- kulturelle Herkunft der Kinder und die Entwicklung des Zeichnens bei Kindern mit einzubeziehen.

2.1. Bilderverbot

 

Das Christentum ist ursprünglich keine Bildreligion, sondern auf das Wort verwiesen. Dies findet seinen stärksten Ausdruck in dem Gebot: „Du sollst dir kein Gottesbildnis machen, … “ ( 2 Mos 20,4 ).

Zum richtigen Verständnis des Bilderverbots, ist zu berücksichtigen, dass es darauf abzielt, sich nicht auf ein bestimmtes Bild zu beschränken, also die Ablehnung einer abbildhaften Fixierung und eines Verfügbarmachens Gottes durch das Bild. Auf diese Weise richtet sich das Verbot auf ein Gottesbild, das Gott als Abbild hervorbringt und nicht auf eine Vorstellung eines persönlichen Gottesbildes. Das Bildermalen der Gottesvorstellung ist eine Verarbeitung der Wirklichkeit und ermöglicht das Verstehen des Glaubens.

 

 

 

 

 

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Religion und Gott erzeugen bei Kindern Bilder. Daher bietet das Malen eine gute Möglichkeit, ihre Vorstellungen dazu zu verarbeiten und darzustellen. Es ermöglicht ihnen, in gestalterischer Form ihre Träume, Fantasien, Wünsche, sowie Sorgen, oder Ängste und ihre persönliche Beziehung zur Umwelt auszudrücken.

Somit stellt das Malen für sie eine besondere Form dar, zu vermitteln was sie sich vorstellen, wenn es ihnen sonst schwer fällt dies zu versprachlichen. Malen stellt eine Art von Kommunikation dar, da das Kind beim Malen mit der Außenwelt kommuniziert, indem es Außenstehenden durch das Ergebnis des Malens ermöglicht wird, einen Blick ins Innere des Kindes zu bekommen.

Manchmal zeigt sich erst durch ein gemaltes Bild, wie es in einem Kind aussieht, sowohl für Außenstehende als auch für das Kind selbst. Der spontane Prozess des Malens kann bewirken, dass beim Malen Unbewusstes hervorkommt und nach außen tritt. Das spontane und aktive Gestalten beim Malen kann zum Entdecken der Persönlichkeit beitragen.

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Das Kind zeichnet nicht die Wirklichkeit, sondern bildet ein "inneres Modell" ab. Eben die Wirklichkeit, wie sie ihm persönlich erscheint. H. G. Heimbock weist deshalb darauf hin, dass das Bild nicht als Abbild der Wirklichkeit zu interpretieren ist, sondern sich am Subjekt orientiere. Eine vorschnelle Deutung ist nicht gerecht, da das Bild auf eine eigene Interpretation reduziert wird.

Darum sollten neben der Kinderzeichnung weitere Informationsquellen berücksichtigt werden. Beim Malen kommentieren Kinder in der Regel alles, was sie gerade tun. Sie erzählen, was sie vorhaben, überlegen laut wo noch etwas fehlt, welche Farbe sie gerade suchen und ob das, was sie gezeichnet haben, ihren Vorstellungen entspricht.

Man erfährt dabei viel mehr, als auf der Zeichnung später zu sehen ist. Außerdem muss dem Kind die Möglichkeit gegeben werden sich nach dem Malen zum Bild zu äußern. Heimbock kritisiert auf dieser Grundlage, die Studien von D. Boßmann/ G. Sauer (1994): Wann wird der Teufel in Ketten gelegt? und H.

Hanisch (1995): Die zeichnerische Entwicklung von Gottesbildern bei Kindern und Jugendlichen. Die Kritik richtet sich gegen das Auslassen der Kommentare von Kindern zu ihren Bildern und die Deutung der Bilder durch mathematisch errechnete Trends der Entwicklung.[1]

 

2.3. Einfluss der Herkunft und der Fantasie

 

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Doch auch wenn die Kinder in ihrer religiösen Entwicklung sehr von solchen Beziehungen geprägt werden, so sind deren Einflüsse nicht allein ausschlaggebend, da sich Kinder aktiv mit religiösen Thematiken auseinandersetzen und dieser Prozess kein passives Übernehmen ist. Kinder haben eine aktive Rolle bei der religiösen Entwicklung, und daher vollzieht sie sich unter den Voraussetzungen des kindlichen Umgangs mit der religiösen Thematik.

Dieser Umgang bzw. das Denken der Kinder unterscheidet sich von dem der Erwachsenen, was aber nicht bedeutet, dass es qualitativ schlechter ist. Denn Kinder und Jugendliche fassen religiöse Überlieferungen in ihrer eigenen Art und Weise auf. Dies liegt daran, dass Gott ein abstrakter Begriff ist, den Kinder nicht unmittelbar gegenständlich wahrnehmen können.

Somit versuchen sie diesen Begriff auf ihre Art, in Abhängigkeit von sozialen Situationen, zu ordnen, in denen sie ihm begegnen. Die Konsequenz bei Kindern, denen Gott in ihrem sozialen Umfeld nicht begegnet ist, dass sie dazu neigen, passende Situationen zu fantasieren. Ihre Bilder von Gott weisen daher oft märchenhafte Züge auf.[2]

 

2.4. Entwicklung des Zeichnens

 

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