NEUES TESTAMENT: GLEICHNISSE
Gleichnisse sind erfundene Geschichten, in denen sich
Alltägliches mit Außergewöhnlichem mischt. Sie wollen nicht unterhalten,
sondern das Ohr öffnen und den Blick wenden. Wenn der Hörer das Gleichnis auf
sein eigenes Leben hin bearbeitet, entfaltet sich die Wahrheit der Geschichte.
Nicht alle von Gleichnissen Jesu sind aufbewahrt worden.
Gott wird in ihnen sichtbar, da sie die Sprache der Liebe sprechen. Die Liebe
gibt es nicht überall, aber sie ist stets möglich.
Durch Gleichnisse bedenkt man die Welt und sich selbst.
DER ERBARMUNGSLOSE GLÄUBIGER (Mt. 18,23-34)
Ein Diener war seinem König 10 000 Talente schuldig (1
Talent = 10 000 Denare). Um die Schuld zu begleichen, befahl der Herr ihn mit
Frau, Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen. Der Diener bat seinen
Herrn um Gnade und so vergab ihm dieser und schenkte ihm die Schuld.
Als der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener, der
ihm 100 Denare schuldig war. Dieser bat um Geduld, doch er ließ ihn ins
Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.
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® Der König nimmt
seine erste Entscheidung zurück.
DER BARMHERZIGE SAMARITER (Lk. 10,25-37)
Um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte ihn ein
Gesetzeslehrer: Rabbi, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Jesus fragte ihn, was im Gesetz steht. Er antwortete, dass man Gott mit ganzem
Herzen lieben soll und seinen Nächsten soll man lieben wie sich selbst. Dann
fragte der Gesetzeslehrer, wer sein Nächster ist.
Jesus antwortete:
Ein Mann wurde auf dem Weg von Jerusalem von Jericho
überfallen. Zufällig kam ein Priester, sah den halb toten Mann und ging weiter.
Auch ein Levit (gehört zum Tempelpersonal) sah ihn und ging weiter. Ein Mann
aus Samarien (ist landesfremd, hat andere Religion) sah ihn, hatte Mitleid,
verband seine Wunden und brachte ihn auf seinem Reittier zu einer Herberge.
Dann bezahlte er den Wirt, damit er für ihn sorge.
Somit ist der, der barmherzig gehandelt hat, der Nächste von
dem Mann, der überfallen wurde.
®Wir sollen auch
barmherzig handeln!
DIE ARBEITER IM WEINBERG (Mt. 20,1b-15)
Ein Gutsherr warb in der Früh Arbeiter für seinen Weinberg
an. Sie einigten sich auf 1 Denar für den Tag (1 Tag = 12 Stunden = von
Sonnenaufgang bis untergang). Um die dritte, sechste, neunte und elfte Stunde
warb er noch weitere Arbeiter an.
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®Man muss das
Gleichnis mit dem Blick der Liebe sehen, dann sieht man die Güte!
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