Fragen Naturkatastrophen – Prüfung 01.07.2008 · Mit welchem Thema werden die Geographen Bätzing und Häberli in Zusammenhang gebracht? Zu welchem Kausalketten-Thema­ wurden sie im gezeigten Clip
Die Hügellängsachse liegt parallel zur Stoßrichtung des
Gletschers und kann bis zu 1km lang und 25m – 50m hoch werden. Sie sind meist
in Gruppen angeordnet und sind ein wenig voneinander versetzt. Sie sollen durch
Gletscherbewegung entstanden sein, doch die genaue Entstehung ist bis heute
noch nicht vollständig geklärt.
Weiter
sind in der würmzeitlichen Vergletscherung zahlreiche Gletscherendseen
entstanden, wie z.B. der Ammer-See, der Starnberger See oder auch der Chiemsee.
Abb.2: Eisrandlagen der
Saale- & der Weichserl-Eiszeit in Norddeutschland (Schmidtke, 1995, S. 23)
2.2
Norddeutsches Tiefland
Auch
das Norddeutsche Tiefland wurde im Pleistozän von 2,5 – 3km mächtigen Gletschern
bedeckt, die dem Relief übergeordnet waren. Diese großräumigen Inlandgletscher
drangen aus verschiedenen Regionen Nord- und Nordost-Europas nach Süden.
Die
einzelnen Glaziale wurden nach den Flüssen Elster, Saale und Weichsel benannt
Diese werden weiter in einzelne Stadien unterteilt und zwischen den Glazialen
treten kürzere Interglaziale auf.
Bis
an den Rand der Mittelgebirge drangen die Gletscher zum ersten Mal im
Elster-Glazial. Die Moränen, die sie abgelagert haben, sind in der
nordöstlichen Umgebung Hannovers, auf Sylt, in der Region von Hamburg und in
den Dammer Bergen zu finden.
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Die Wände waren stark unregelmäßig, sehr
steil und zu den Seiten oft verzweigt. Verfüllt wurden sie mit Sanden, Kiesen
und Moränenmaterial des Gletschers. Das Streichen verläuft in N-S- bis
NE-SW-Richtung.
In
der Saale-Eiszeit können drei Vorstoßphasen des Gletschers angenommen werden,
da sie jeweils unterschiedliche Ablagerungen mit z.B. hohen Kalk- und Ton-Gehalt
mitbrachten und teilweise sogar Schmelzwassersande zwischen den einzelnen
Phasen zu erkennen sind.
Bis zum Mittelgebirge reichte nur ein älterer
Saale-Vorstoß, der den größten Teil der Elster-Moränen überfuhr. Die Ausdehnung
der jüngeren Gletscher ging im Nordwesten nicht weiter als bis zu den Weser-
und Aller-Tälern, im Nordosten wird vermutet, dass die größte Ausdehnung bis
über die Elbe ging.
Die
jüngste Weichsel-Eiszeit besitzt die am Besten erhaltene glaziale Serie, die
meistens von Nord nach Süd, aber auch von Ost nach West verläuft. Die Gletscher
drangen nie weiter als bis zur Elbe vor. Sie prägt das Landschaftsbild
Schleswig-Holsteins bis heute.
Es kann in vier große Naturräume gegliedert
werden: das östliche Hügelland, die Vorgeest, die hohe Geest und die Marsch.
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Zu den
Jungmoränen der Weichsel-Eiszeit gehören aber auch große Teile
Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs. Toteislöcher (Sölle) bilden in diesen
Gebieten kleine Seen, wie z.B. die Mecklenburgische Seenplatte. Entstanden sind
sie aus Toteis-Blöcken, vom Gletscher abgetrennte Eismassen, die geschmolzen
sind.
Teile der Zungenbecken sind die Kieler Förde, die Eckernförder Förde und
die Flensburger Förde.
Weiter
gibt es auch vereinzelt Drumlins (s.o.) und Oser. Oser entstehen dadurch, dass
Wasser in eine Gletscherspalte stürzt und Gesteinsmaterial, wie Kies, mit sich
führt. Durch den Druck wird das Material immer stärker verpresst und es
entstehen wallartige Formen, die Bahndämmen gleichen.
In
der Vorgeest, südwestlich vor dem Gletscherrand, sind die Vorschwemmsande mit
den großen, fächerförmigen Sanderflächen, die ebenfalls der Weichsel-Eiszeit
zuzuordnen sind und denen meist Kiessande vorgelagert sind.
Weiter haben Löss
und Flugsande ein großes Verbreitungsgebiet. Sie sind südlich der Elbe, um
Hamburg, der Altmark und im Fläming um die 3m mächtig. Bänderartig ziehen sich
die Gebiete vom Dümmer-See (West-Niedersachsen) bis ~50km südlich von Berlin.
Kiese, Sande, Löss und Flugsande sind glaziofluvial und äolisch entstanden und
sehr gut sortiert.
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In
größerer Entfernung vom Eis, im Hamburger, wie auch im Eberswalder, Berliner,
Baruther und Magdeburger Raum, verliefen die Urstromtäler, die die
Hauptentwässerungsrinnen nach Nordwesten bzw. Westen bildeten und heute den
Flüssen Elbe, Aller, Weser und Ems entsprechen.
Abb. 4 Die glaziale Serie in
Norddeutschland (BAUER, ENGLERT, MEIER, MORGENEYER, WALDECK, 2005, S.55)
3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Die
glazialen Serien in Nord- und Süddeutschland besitzen natürlich die gleichen
Abfolgen des Reliefs, wenn auch unterschiedlich stark ausgebildet. Ebenso
besitzen beide Schmelzwassertätigkeiten und weisen nur vereinzelt Drumlins auf.
Ein
Grundlegender Unterschied der beiden Serien ist, dass in es in Süddeutschland
vier Serien und in Norddeutschland nur drei Serien gibt (vgl. Abb.4).
Unterschiede die durch die gegensätzlichen Landschaftsformen resultieren gibt
es auch einige:
Im
Alpenvorland ist ein Gebirgsgletscher für die glaziale Serie verantwortlich, im
Norden ein Inlandeisgletscher, der um ein vielfaches größer ist. Durch das im
Süden vorhandene Gebirge können die Gletscher Gletscherschrammen und Trogtäler
bilden.
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Schotterebenen
mit den Schotterterassentreppen konnten sich im Süden bilden, da hier gröberes
Material vom Gebirge abgetragen werden konnte. Sander liegen im Norden
fächerförmig vor der Eisrandlage ohne eine deutliche Terassenbildung.
Weiter
heißt die Endmoräne im Alpenvorland Randmoräne und wird in Seiten- und
Stirnmoräne geteilt, im Norden wird sie als Eisrandlage bezeichnet.
Toteislöcher findet man eher in Nord- als in Süddeutschland.
Abb. 4 Zeittafel vom Alt-Pleistozän bis heute
(HENNINGSEN & KATZUNG, 2002, S,178)
4. Fazit
Schlussfolgernd
kann man sagen, dass eine Vereisung der Landmassen immer mit einer kompletten
Neugestaltung der Landschaft verbunden ist und über mehrere Hunderttausend
Jahre dauert. Die glaziale Serie wird je Untergrund unterschiedlich stark
ausgebildet und kann vereinzelt Erweiterungen, wie z.B.
Drumlins, Oser oder
auch Gletscherschrammen aufzeigen.
5. Literaturverzeichnis
- Liedtke, H.; Marcinek, J.
(1994): Physische Geographie Deutschland. Bad Langensalza.
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