„Nur
mal gerade ...", spottet Dagmar, „wenn Sie sich da mal nicht täuschen!
Zunächst einmal müssen wir das Problem vernünftig strukturieren und die
relevanten Zusammenhänge herausarbeiten: Wie viele Gläser müssen z.B. wann -
unter Berücksichtigung des Schwundes und der Absatzmengenzuwächse - angeschafft
werden? - Welche Auszahlungen fallen dafür an? - Wie sieht es mit den sich aus
dem Pfand ergebenden Zahlungsströmen aus? - In gleicher Form benötigen wir eine
Mengen- und Wertrechnung für die erforderlichen Transportbehälter ... und die
Transportauszahlungen für den Joghurt. Schließlich müssen wir die sonstigen
Differenzauszahlungen im Vergleich zur Plastikbecheralternative
zusammenstellen. Ihnen ist ja hoffentlich klar, dass es sich um eine
Differenzinvestitionsbetrachtung handelt und welche Implikationen das für die
Rechnung hat? - Schließlich müssen wir uns auch noch über die Abschreibungen
und die Steuer Gedanken machen, bevor wir dann - .ja dann endlich - den VOFI
aufstellen können." - „Tja, hört sich ganz plausibel an ...", murmelt
Fürchtegott leise.
„Und
ganz nebenbei sollten wir uns noch vereinfachende Prämissen für die Rechnungen
überlegen, die möglichst wenig verzerrende Wirkungen auf die Ergebnisse
haben." fügt Dagmar hinzu. „Sonst werden wir uns nämlich furchtbar in den
Details verzetteln - wir müssen auch im Auge behalten, dass wir diese Woche
auch noch einige andere Dinge zu erledigen haben.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
„Schlussendlich
müssen wir auch noch einige Überlegungen zur Sensitivitätsanalyse und diversen
Szenarios anstellen. Sie wissen genau, dass Dr. Johann mit Sicherheit danach
fragen wird - insbesondere, wenn Meyer bei einem der Beteiligten noch
irgendwelche Leichen aus dem Keller holt!" schließt Dagmar ihre
Ausführungen ab.
Sie wirft den Kopf zurück. „Nun"" - ,,Wir sollten
einfach anfangen."
Aufgabe 1
a) Führen Sie eine (jahresweise)
Mengenrechnung bezüglich der Anzahl der im Zeitablauf benötigten Gläser durch!
b) Setzen Sie Ihre Überlegungen mit einer
Wertrechnung bezüglich des Gläserkaufs fort! Welche Auszahlungen sind damit
verbunden?
c) Berechnen Sie die anfallenden
Pfand-Zahlungsströme!
d) Erstellen Sie eine Mengen- und
Wertrechnung für die benötigten Transportbehälter! Ermitteln Sie darüber
hinaus die jährlichen Auszahlungen für den Transport der Gläser zu den
abnehmenden Verkaufsstätten (und zurück)!
e) e) Stellen Sie die sonstigen laufenden
(.,zusätzlichen") Auszahlungen im Produktionsbereich zusammen! In welcher
Form gehen die Verkaufserlöse in die zu bestimmende Zahlungsreihe ein?
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
b) Ermitteln Sie die Vorteilhaftigkeit
der Umstellung der Joghurtproduktion von Plastik- auf Glasbecher mittels eines
vollständigen Finanzplans unter Einbeziehung von Ertragsteuern! c) Reflektieren
Sie das obige Vorgehen kritisch! Worin könnten eventuelle Probleme bestehen?
Welche Planungs- und Entscheidungsinstrumente lassen sich noch ergänzend
einsetzen?
Vereinfachende Prämissen
Dagmar
Schwartz und Fürchtegott Reldan einigen sich nach intensiver Diskussion auf
einige einfache Prämissen, welche für die durchzuführenden Berechnungen gelten
sollen:
·
Das Jahr wird zu
360 Tagen gerechnet.
·
Unterjährige
Zinseffekte werden vernachlässigt, d.h. sämtliche Zahlungen werden zum
jeweiligen Jahresende angesetzt. Allein die Auszahlungen für anzuschaffende
Maschinen bzw. die Umrüstung der Abfüllmaschine fallen am 01.01. des ersten
Jahres an.
·
Angeschaffte
Gläser und Transportbehälter werden zwecks Vereinfachung wie Aufwendungen =
Auszahlungen behandelt.
·
Es wird davon
ausgegangen, dass Gläser und Transportbehälter dann angeschafft werden, wenn
Sie benötigt werden. (Es läge sonst nahe, die Anschaffung der Gläser unter dem
Gesichtspunkt der Rabattgewährung versus Kapitalbindung und Lagerkosten zu
optimieren!)
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Auch der Rücklauf der Gläser an die REISCH AG erfolgt
zeitlich gleichverteilt.
·
Berücksichtigen
Sie bei Berechnung der ertragsteuerlichen Konsequenzen, daß die gesamte REISCH
AG in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich stets einen zu versteuernden
Gewinn von rund 80 Mio. DM p.a. erzielen wird.
·
Bezüglich der
Handlungsalternativen (Aufnahme langfristigen Kredits, Abschreibungsformen
...) werden plausible Überlegungen angestellt, anstatt alle Szenarios
durchzuspielen.
·
Auf speziellen
Wunsch des Finanzressorts hin soll letztlich die Pfandabrechnung nicht - wie
sonst allgemein üblich - über die Führung von Pfandkonten (mit Forderungen oder
Guthaben) für die Händler bei der REISCH AG erfolgen. Vielmehr sollen die
jeweiligen Pfandein- und -auszahlungen real abgewickelt werden.
(Quelle:
Berens u.a.; Controlling in Fallstudien, Schäffer-Poeschel Stuttgart, 1999)
|