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Glas oder Plastik (Page 3).doc

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Faculty
Economics
Discipline
Macroeconomics
Document category
Homework
University, School
Fachhochschule Brandenburg - FH
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Macroeconomics

Grundlagen der Wirtschaftspolitik
Kernthese der Transaktionskosten­theorie: Der Wettbewerb führt langfristig dazu, dass Transaktionen so organisiert (bzw. Verfügungsrechte so verteilt werden), dass es zu einer Minimierung der Summ

„Nur mal gerade ...", spottet Dagmar, „wenn Sie sich da mal nicht täuschen! Zunächst ein­mal müssen wir das Problem vernünftig strukturieren und die relevanten Zusammenhänge herausarbeiten: Wie viele Gläser müssen z.B. wann - unter Berücksichtigung des Schwundes und der Absatzmengenzuwächse - angeschafft werden? - Welche Auszahlungen fallen dafür an? - Wie sieht es mit den sich aus dem Pfand ergebenden Zahlungsströmen aus? - In glei­cher Form benötigen wir eine Mengen- und Wertrechnung für die erforderlichen Transport­behälter ... und die Transportauszahlungen für den Joghurt.

Schließlich müssen wir die son­stigen Differenzauszahlungen im Vergleich zur Plastikbecheralternative zusammenstellen. Ihnen ist ja hoffentlich klar, dass es sich um eine Differenzinvestitionsbetrachtung handelt und welche Implikationen das für die Rechnung hat? - Schließlich müssen wir uns auch noch über die Abschreibungen und die Steuer Gedanken machen, bevor wir dann - .ja dann endlich - den VOFI aufstellen können." - „Tja, hört sich ganz plausibel an ...", murmelt Fürchtegott leise.

„Und ganz nebenbei sollten wir uns noch vereinfachende Prämissen für die Rechnungen überlegen, die möglichst wenig verzerrende Wirkungen auf die Ergebnisse haben." fügt Dagmar hinzu. „Sonst werden wir uns nämlich furchtbar in den Details verzetteln - wir müssen auch im Auge behalten, dass wir diese Woche auch noch einige andere Dinge zu erledigen haben.

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„Schlussendlich müssen wir auch noch einige Überlegungen zur Sensitivitätsanalyse und diversen Szenarios anstellen. Sie wissen genau, dass Dr. Johann mit Sicherheit danach fragen wird - insbesondere, wenn Meyer bei einem der Beteiligten noch irgendwelche Leichen aus dem Keller holt!" schließt Dagmar ihre Ausführungen ab.

Sie wirft den Kopf zurück. „Nun"" - ,,Wir sollten einfach anfangen."

Aufgabe 1

a)     Führen Sie eine (jahresweise) Mengenrechnung bezüglich der Anzahl der im Zeitablauf benötigten Gläser durch!

b)    Setzen Sie Ihre Überlegungen mit einer Wertrechnung bezüglich des Gläserkaufs fort! Welche Auszahlungen sind damit verbunden?

c)     Berechnen Sie die anfallenden Pfand-Zahlungsströme!

d)    Erstellen Sie eine Mengen- und Wertrechnung für die benötigten Transportbehälter! Er­mitteln Sie darüber hinaus die jährlichen Auszahlungen für den Transport der Gläser zu den abnehmenden Verkaufsstätten (und zurück)!

e)     e) Stellen Sie die sonstigen laufenden (.,zusätzlichen") Auszahlungen im Produktionsbe­reich zusammen! In welcher Form gehen die Verkaufserlöse in die zu bestimmende Zah­lungsreihe ein?

 

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b)    Ermitteln Sie die Vorteilhaftigkeit der Umstellung der Joghurtproduktion von Plastik- auf Glasbecher mittels eines vollständigen Finanzplans unter Einbeziehung von Ertragsteuern! c) Reflektieren Sie das obige Vorgehen kritisch! Worin könnten eventuelle Probleme be­stehen? Welche Planungs- und Entscheidungsinstrumente lassen sich noch ergänzend einsetzen?

Vereinfachende Prämissen

Dagmar Schwartz und Fürchtegott Reldan einigen sich nach intensiver Diskussion auf einige einfache Prämissen, welche für die durchzuführenden Berechnungen gelten sollen:

·          Das Jahr wird zu 360 Tagen gerechnet.

·          Unterjährige Zinseffekte werden vernachlässigt, d.h. sämtliche Zahlungen werden zum jeweiligen Jahresende angesetzt.

Allein die Auszahlungen für anzuschaffende Maschinen bzw. die Umrüstung der Abfüllmaschine fallen am 01.01. des ersten Jahres an.

·          Angeschaffte Gläser und Transportbehälter werden zwecks Vereinfachung wie Aufwendun­gen = Auszahlungen behandelt.

·          Es wird davon ausgegangen, dass Gläser und Transportbehälter dann angeschafft werden, wenn Sie benötigt werden. (Es läge sonst nahe, die Anschaffung der Gläser unter dem Ge­sichtspunkt der Rabattgewährung versus Kapitalbindung und Lagerkosten zu optimieren!)

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Auch der Rücklauf der Gläser an die REISCH AG erfolgt zeitlich gleichverteilt.

·          Berücksichtigen Sie bei Berechnung der ertragsteuerlichen Konsequenzen, daß die ge­samte REISCH AG in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich stets einen zu versteuern­den Gewinn von rund 80 Mio.

DM p.a. erzielen wird.

·          Bezüglich der Handlungsalternativen (Aufnahme langfristigen Kredits, Abschreibungs­formen ...) werden plausible Überlegungen angestellt, anstatt alle Szenarios durchzuspielen.

·          Auf speziellen Wunsch des Finanzressorts hin soll letztlich die Pfandabrechnung nicht - wie sonst allgemein üblich - über die Führung von Pfandkonten (mit Forderungen oder Guthaben) für die Händler bei der REISCH AG erfolgen.

Vielmehr sollen die jeweiligen Pfandein- und -auszahlungen real abgewickelt werden.

(Quelle: Berens u.a.; Controlling in Fallstudien, Schäffer-Poeschel Stuttgart, 1999)


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