Handlungsorientier­ung im Geschichtsunterric­ht I. Was ist handlungsorientier­ter Unterricht? 1. Definitionen: - M. Sauer: Der Begriff der Handlungsorientier­ung beinhaltet verschiedene E
Werner Jank und Hilbert Meyer Handlungsorientier­ter Unterricht – Programm und Anwendungsmöglichk­eiten Arbeitsdefinition und Merkmale Handlungsorientier­ter Unterricht = ganzheitliche
Anfangsunterricht/­Übergänge 1. Die Grundschule als erste Schule 3 2. Schulreife – Schulfähigkeit 4 2.1 Traditionelle Konzepte der Schulreife und der Schulfähigkeit 4 2.1.1 Reifungstheorie nach
Im täglichen Miteinander treffen sich
Menschen mit ihren eigenen und speziellen Bedürfnissen. Die Kommunikation
zwischen ihnen ist ein Ausdruck dieser momentanen Bedürfnisse. Um diese zu
erfüllen, gibt es viele verschiedene Kommunikationswege und Strategien.
Marshall Rosenberg setzt sich mit dem Modell und Lebenskonzept der Gewaltfreien
Kommunikation dafür ein, dass Menschen ihre Bedürfnisse gewaltfrei
kommunizieren und erfüllen.
In dieser Ausarbeitung zu dem Referat
Gewaltfreie Kommunikation im Rahmen der Lehrveranstaltung Kommunikation von Menschen mit schwerer und mehrfacher
Behinderung soll das Modell und Lebenskonzept nach Marshall Rosenberg
dargestellt und verdeutlicht werden.
Die Kapitel zwei bis fünf wurden von
Juliane Müller bearbeitet. Sie stellen neben den Grundlagen, den theoretischen
Hintergrund, die trennende Kommunikation und die Schritte des Modells dar. Das
Kapitel sechs wurde von Maria Wetzig bearbeitet und widmet sich der gewaltfreien
Kommunikation im Schulalltag.
2. Marshall B. Rosenberg
Marshall Rosenberg ist Psychologe und Konfliktmediator
und zudem der Gründer der Gewaltfreien Kommunikation.
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Während
dieser Zeit entwickelte er ein starkes Interesse an einer neuen Form der
Kommunikation, die er als Alternative Gewalt sah (vgl. Rosenberg, S. 221).
Rosenberg studierte Psychologie und promovierte an der Universität Wisconsin
1961 zum Doktor der Psychologie. Rosenberg hat es sich zur Aufgabe gemacht in
Krisengebiete der ganzen Welt zu reisen um dort zu vermitteln und
Krisensituationen zu entschärfen.
Weiterhin hat er Trainer in der Gwaltfreien
Kommunikation ausgebildet.
Im folgenden Kapitel geht es um die Entstehung der
Gewaltfreien Kommunikation.
3. Theoretischer Hintergrund / Entstehung der
Gewaltfreien Kommunikation
Das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation entstand in
den frühen 1960er Jahren in der Auseinandersetzung Rosenbergs mit der
amerikanischen Bürgerrechtsbewegung (vgl.
Rosenberg, S.219). Er entwickelte ein
Interesse daran, zu verstehen, was Menschen dazu bringt mit Gewalt zu handeln.
Rosenberg begann zu forschen, welche Art der Kommunikation eine friedliche
Alternative zu Gewalt sein kann.
Die Entwicklung der Gewaltfreien Kommunikation wurde
durch die Erkenntnisse Carl Rogers und der von ihm entwickelten
klientenzentrierten Gesprächstherapie beeinflusst. Rosenberg war Student bei
Rogers.
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1984 gründete Rosenberg das Center oft Nonviolent
Communication, welches sich mit der Verbreitung und Organisation der
Gewaltfreien Kommunikation beschäftigt und in San Francisco seinen Sitz hat.
Das CNVC arbeitet unter dem Motto, Bedürfnisse aller Menschen können auf eine
friedliche Weise erfüllt werden. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, zur
Verwirklichung dieser Vision beizutragen, indem wir die Schaffng
lebensbereichernder Systeme in uns selbst, im Umgang mit anderen Menschen und
innerhalt von Organistationen fördern (Rosenberg, S. 218).
Das folgende
Kapitel beschäftigt sich mit den Inhalten der Gewaltfreien Kommunikation und
der trennenden Kommunikation.
4. Was ist Gewaltfreie Kommunikation?
Gewaltfreie Kommunikation ist eine
Art des Umgangs miteinander, die den Kommunikationsfluß erleichtert, der im
Austausch von Informationen und im friedlichen Lösen von Konflikten notwendig
ist (Rosenberg, S.
1).
Alle Menschen haben die gleichen Bedürfnisse, hinter denen Werte liegen, die
unterschiedlich sein können. In der Gewaltfreien Kommunikation werden
Bedürfnisse und Werte genau betrachtet. Kommunikation zwischen Menschen wird
als ein Ausdruck von Bedürfnissen angesehen.
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Die Gewaltfreie Kommunikation
unterscheidet die Kommunikation in die trennende Kommunikation und in die
Gewaltfreie Kommunikation. Im Folgenden sollen diese verschiedenen
Kommunikationsformen aufgezeigt und anhand von Beispielen verdeutlicht werden.
4.1 Trennende Kommunikation
Die trennende bzw. lebensentfremdende
Kommunikation wird in der Gewaltfreien Kommunikation auch Wolfssprache
genannt.
In der trenndenden Kommunikation
werden moralische Urteile, Unterstellungen, Bewertungen und Forderungen
verwendet. Rosenberg geht davon aus, das auf diese Weise Bedürfnisse auf Kosten
anderer Menschen erfüllt werden.
Wenn Gefühle und Bedürfnisse in der
Wolfssprache geäußert werden, reagiert das Gegenüber immer mit Abwehr,
Widerstand und Verteidigung.
Die trennende Kommunikation hat vier
Säulen der Beeinflussung und Erziehung. Sie basiert auf Schuld, Scham, Angst
und Belohnung. Während es bei der Schuld um eine Tat geht (Beispiel: Wenn
du das machst bin ich traurig .), geht es beim Scham um eine bestimmte
Person die falsch ist (Beispiel: du bist .).
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4.2 Gewaltfreie Kommunikation
In der Gewaltfreien Kommunikation,
auch Giraffensprache genannt geht es hingegen um eine verbindende
Kommunikation. Diese soll die vier Säulen der trennenden Kommu-nikation
ersetzen und basiert auf Berührtheit und Mitgefühl.
Die Gewaltfreie
Kommunikation geht davon aus, das alle Menschen schon von Natur aus gewaltfrei
und auf eine gute Verbindung aus sind. Hinter der Gewaltfreien Kommunikation
steckt eine innere Haltung, in der die Bedürfnisse der Kernpunkt des
menschlichen Handelns sind. Bedürfnisse im Verständnis der Gewaltfreien
Kommunikation sind der grundelegende bedarf, den alle Menschen zum Leben
brauchen.
Zum Beispiel: Zugehörigkeit, Sicherheit, Schutz, Autonomie, Freiheit .
(Rust, S. 78). Mit der inneren Haltung ist vor allem Empathie gemeint. Empathie
heißt in der Gewaltfreien Kommunikation präsent zu sein, dem Gegenüber die
volle Aufmerksamkeit geben zu können, die eigenen Gedanken zum Stillstand
zu bringen und sich mit den Gefühlen des anderen verbinden zu können (vgl.
Rosenberg, 2004 S. 43).
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