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Tiergestützte Psychotherapie (Unter tiergestützter Therapie versteht man gezielte Interventionen im Rahmen eines therapeutischen Konzeptes, die Tiere einbeziehen. Tiergestützt arbeiten primär Physio-
In dieser Untersuchung war es unsere Aufgabe, mittels des
Freiburger Persönlichkeitsinventars FPI-A1 jene von den 12
Persönlichkeitsskalen heraus zu finden, in denen sich Männer und Frauen
unterscheiden bzw. in denen es keine Geschlechtsunterschiede gibt. Dabei war es
von besonderem Interesse, mittels T-Tests die Richtung der signifikanten
Unterschiede zu bestimmen und mittels Faktorenanalyse die aus den einzelnen
Skalen Faktoren zu extrahieren, die es ermöglichen, die gewonnene Information
zusammenzufassen.
Die Ergebnisse der T-Tests verliefen Großteils
hypothesenkonform und ließen darauf schließen, dass Männer höhere Werte in den
Skalen, Gelassenheit und Maskulinität aufweisen, Frauen sich jedoch von den
Männern durch höhere Nervosität, Depressivität, Erregbarkeit, Gehemmtheit und
Emotionale Labilität abhoben.
In den Skalen Aggressivität, Dominanzstreben,
Offenheit, Geselligkeit und Extraversion ergaben sich keine
Geschlechtsdifferenzen. Weiters ließen sich die drei Faktoren Aggressivität,
Extraversion und Neurotizismus herausfiltern. Bei letzterem konnten wir auch
signifikante Ergebnisse im T-Test feststellen, in die Richtung gehend, dass
Frauen in diesem Faktor höhere Ergebnisse erzielten.
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Die Reliabilität und Größe dieser Unterschiede ist jedoch noch sehr
umstritten und die Überlappungen dieser Differenzen sind sehr groß. Vor allem
in Intelligenzkomponenten wie räumliche und verbale Fähigkeiten konnten
kognitive Geschlechtsunterschiede festgestellt werden, hinsichtlich ihrer Größe
konnten Metaanalysen zum Teil auch bedeutende Effekte zeigen.
Im engeren Definitionsbereich von Persönlichkeit, zu der
alle psychischen, relativ stabilen Personenmerkmale, die nicht Fähigkeiten
sind, zählen, gibt es Befunde zu sozialen Geschlechtsunterschieden, wie z.B.
zur Aggressivität. Laut einer Metaanalyse von Knight et al. (1996, zitiert nach
Asendorpf, 1999, S. 362) neigen Männer prinzipiell zu größerer
Aggressionsbereitschaft, im verbalen wie im physischen Bereich.
Es konnten
Effektunterschiede von d = 0,74 (physisch) und d = 0,55 (verbal) festgestellt
werden, wobei angenommen wird, dass die Größe des tatsächlichen
Geschlechtsunterschiedes aufgrund von methodischen Schwierigkeiten noch
unterschätzt wird. Weiters wird anhand der unterschiedlichen Effektgrößen
gezeigt, dass ein großer Unterschied in der verwendeten Aggressionsform
vorhanden ist.
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In der Öffentlichkeit gibt es nichtsdestotrotz weit
verbreitete Meinungen über Geschlechtsunterschiede, die über die Kulturen
hinweg relativ stabil sind und vor allem durch die Geschlechtsstereotype stark
beeinflusst werden. Um genauer auf diese Stereotype einzugehen, nennen wir
Ergebnisse eines interkulturellen Vergleichs von Williams und Best (1982), die
in 30 Ländern Männer sowie Frauen Eigenschaftsworte darauf beurteilen ließen,
inwieweit sie diese in ihrer Kultur häufiger mit Männern oder häufiger mit
Frauen assoziieren.
Eine Aufstellung ausgewählter Wörter, die in mindestens 90
% der Kulturen ein Geschlechtsstereotyp beschreiben, wird in Tabelle 1
dargestellt (vgl. Amelang M., Differentielle Psychologie und
Persönlichkeitsforschung, 2001, S. 366)
Tabelle 1: Geschlechtsstereotype im Kulturvergleich:
In weiteren Studien wurde festgestellt, dass die
traditionelle Einstellung auch mit einer allgemeinen Höherbewertung des
männlichen Geschlechts einhergeht (Williams & Best, 1990, zitiert nach
Amelang, 2001, S 366). Es kann also nicht automatisch davon ausgegangen werden,
dass das eigene Geschlecht präferiert wird.
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Die Fragestellung, die wir untersuchen möchten, ist in
erster Linie abhängig von dem verwendeten Untersuchungsmaterial. Unsere Aufgabe
war es demnach, Geschlechtsunterschiede in den Persönlichkeitsskalen des
Freiburger Persönlichkeitsinventars (FPI) zu untersuchen. Dieses 1970
entwickelte, angesehene Fragebogenkonstrukt erschließt anhand seiner zu
beantworteten Items Eigenschaftsdimensionen der Persönlichkeit und bildet heute
neun Standardskalen und drei Zusatzskalen, die anhand von Hilfsbenennungen
etikettiert werden.
Die Bezeichnungen und Ausprägungen der FPI-Skalen werden im
Methodenteil noch genauer ausgeführt.
Repräsentativerhebungen der ursprünglichen Fassung des FPI,
der später weitergeführt wurde als der von uns verwendete FPI-A1, ergaben, dass
Frauen deutlich höhere Werte in den Skalen FPI 1 (Nervosität) und FPI 8
(Gehemmtheit) und FPI 9 (Offenheit) haben, Männer dagegen haben höhere
Erwartungswerte in den Skalen FPI 6 (Gelassenheit), FPI 7 (Dominanzstreben) und
der Zusatzskala FPI M (Maskulinität).
In den Skalen FPI 2 (Aggressivität), FPI
3 (Depressivität), FPI 4 (Erregbarkeit), FPI 5 (Geselligkeit), FPI E
(Extraversion) und FPI N (Emotionale Labilität) werden keine
Geschlechtsabhängigkeiten erwartet. Hinsichtlich der Dimension Aggressivität
wird jedoch ein enger Zusammenhang zur Skala Offenheit erwartet, was zur Folge
hat, dass mit zunehmender Offenheit auch Aggressionstendenzen eher zugegeben
werden.
Durch die weniger hohe Offenheit der Männer wird deshalb davon
ausgegangen, dass die Skalenwerte in der Aggression eher verfälscht sind.
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Demnach haben Männer im Mittel höhere Aggressivitäts-,
Frauen hingegen höhere Erregbarkeitswerte. (vgl. Fahrenberg, 2001, S 39).
Die Fragestellungen dieser Untersuchung richteten sich
danach, ob sich die Geschlechter bezüglich ihrer Werte in den insgesamt 12
FPI-Skalen allgemein unterscheiden, d.h. ob Frauen und Männer sich in gewissen
Persönlichkeitsdimensionen unterschiedlich beschreiben, und in welche Richtung
diese Unterschiede gehen.
Die aus persönlichen Annahmen, Geschlechtsstereotypen und
den bereits erwähnten Befunden aus Vorgängerstudien resultierenden Hypothesen
lauten folgendermaßen:
Männer haben höhere Werte in den Skalen Dominanzstreben,
Maskulinität, spontane Aggressivität und Gelassenheit.
Frauen weisen höhere Werte in den Skalen Nervosität,
Offenheit, Emotionale Labilität, Erregbarkeit, Gehemmtheit und Depressivität
auf.
Gleich hohe Werte werden in den Dimensionen Geselligkeit und
Extraversion erwartet.
Unsere Ziele der Erhebung waren es, herauszufinden, ob Geschlechtsunterschiede
in der Persönlichkeit tatsächlich bestehen, zu untersuchen, ob sich die
bestehenden Stereotype auch in der Persönlichkeit ausdrücken und einzelne
Faktoren mittels Faktorenanalyse zu extrahieren, die genauere Auskünfte über
die bestehenden Unterschiede geben sollen.