Die Reformer entwickelten eine
„Neue Typografie“. Diese Idee fand ihren Ausdruck auch in der Schrift die für
klaren Funktionalismus stand.
Jan Tschichold stellte einige Grundregeln für
die elementare „Neue Typografie“ auf. Hier die ersten zwei:
1. Die neue Typografie ist Zweck
betont.
2. Zweck jeder Typografie ist
Mitteilung. Die Mitteilung muss in kürzester, einfachster, eindringlichster
Form erscheinen.
Die Bauhaus-Künstler reduzieren die Zeichen
daher auf ihre geometrischen Grundformen. Ein gutes Beispiel ist die „Bauhaus“
von Paul Renner. (Abb.1.36)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Abb. 1.36 Bauhaus / „Bauhaus“-Schrift
Paul Renner war es auch, der 1927 die
„Futura“ entwarf. Diese Schrift war in den folgenden zwei bis drei Jahrzehnten
Standardschrift. (Abb.1.37)
Grafiken wurden automatisiert entfernt Abb.1.37 „Futura“
Ab 1916 bis hinein in die 20er Jahre gab es
aber noch eine künstlerische Revolution ganz anderer Art: Den Dadaismus. Eine
kleine Künstlertruppe mit anarchischem Anstrich stellte alles auf den Kopf und
rebellierte gegen jegliche Norm, die Prüderie des Zeitgeistes und die etablierte
Kunst – der Bürgerschreck für die wilhelminischen Zeitgenossen.
Da den Dadaisten nichts heilig war, pflücken
sie auch die Buchstaben auseinander und entwickelten eine eigene typografische
Ästhetik, die auf der Collage-Technik beruht. (Abb.1.38) Hauptvertreter dieser
Ausdrucksform war Kurt Schwitters.
Grafiken wurden automatisiert entfernt Abb.1.38 „Wider alle Regeln“
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Bereits
ab 1937 wurden die Fraktur-Schriften verboten und die „Antiqua“-Schriften von
„oben“ verordnet.
In den 50er und 60er Jahren etablierte sich
vor allem die „Schweizer Typografie“, die sich stark an den serifenlosen
Bauhausschriften orientierte. Die bekannteste Schrift ist die „Helvetica“. Aber
auch in Deutschland knüpfte man an den sachlichen und formalen Stil der 20er
Jahre an.
In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts
entstanden viele Arbeiten, die bewusst mit den typografischen Stilregeln
brachen. Viele Künstler lehnten an die experimentelle und individualistische
Tradition des Dada an. (Abb.1.39) Zu den wichtigsten Vertretern zählen Neville
Brody und David Carson.
Grafiken wurden automatisiert entfernt Abb.1.39 Experimentelle
Typografie
2 Schriften ohne Ende – Elektronik
macht´s mögich
Die Typografie blickt auf eine lange
Tradition zurück - und passt sich im Sauseschritt der neuen Zeit an.
Die Einführung des Fotosatzes in den 70er
Jahren des vergangenen Jahrhunderts und des Desktop-Publishings (DTP) im Jahr
1985 erweiterten die Möglichkeiten der Schriftenherstellung enorm. Insbesondere
das DTP wird als die drucktechnische Revolution nach Gutenberg angesehen.
1.2 Schriften
ohne Ende – Elektronik macht´s mögich
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Daher nimmt es nicht
Wunder, wenn Schriften am laufenden Band entwickelt werden, die ebenso schnell
wieder in der Versenkung verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. (Abb.1.40)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
|