Dabei behauptet er, dass die
Kultur und die zivilisatorische Dimension unveränderbar sind.
Er
zeigt, dass Ideologiekonflikte, wie sie vor und während dem Kalten Krieg
vorherrschten, durch Kultur- und Raumkonflikte abgelöst wurden und somit ein
neues Weltbild entstanden ist. Die Aufteilung in Kulturerdteile erfolgte
erstmals von Kolb im Jahre 1962. Das Modell Kolbs verfolgt jedoch andere
Absichten, als die Idee Huntingtons, der die Kulturerdteile deutlich
untereinander abgrenzt und einen Kernkonflikt zwischen dem Westen und dem Rest
der Welt prognostiziert. (vgl. Wolkersdorfer,
2001)
Die
Kultur, zusammengesetzt aus Ethnie, Sprache, Geschichte, Tradition und
Religion, tritt an die Stelle der Nationalstaaten. Mit seinen Forschungen
kommt Huntington auf weitere Thesen, die besagen, dass zukünftig die Konflikte
zwischen den Kulturen bestimmend sein werden und diese sehr viel gewalttätiger
als innerhalb der Kulturen selbst sein werden und es sogar zu Globalkriegen
führen kann.
Hauptkonflikte
zwischen dem Westen und dem Rest der Welt werden vor allem zwischen den
islamischen Staaten und Asien liegen. Außerdem werden laut Huntington die
Konflikte hauptsächlich an den Grenzen zwischen den Kulturkreisen ausgetragen.
Durch Huntingtons Ideen wird in Deutschland die Geopolitiktradition von Karl
Haushofer wieder neu entdeckt.
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„Dabei
hat der Begriff des Kampfes der Kulturen, und das ist zentral, Eingang in die
Alltagssprache gefunden, ist zum festen diskursiven Konzept geworden“ (zit. nach Wolkersdorfer, 2001 S. 39)
6. Schluss
Mit
dem Ende des Kalten Krieges sind die Konflikte nicht weniger geworden und Fukuyamas Prognose (1998) vom „Ende
der Geschichte“ wurde nie bestätigt. Häufig spielt der Raum in den
Auseinandersetzungen von Heute eine zentrale Rolle. Somit sind die Forschungen
der Politischen Geographie in Deutschland, die nach dem 2. Weltkrieg einen
Stillstand erlebten, da sich die nationalsozialistische Ideologie einige
Argumentierweisen der Geopolitik übernahmen (vgl. Boesler, 1983), wieder von großer Bedeutung. Die
Geographische Konfliktforschung sowie die kritische Geopolitik stellen eine
neue Form der Politischen Geographie dar, die zur Konfliktvermeidung und
-minimierung beitragen soll.
Eidesstattliche Erklärung
Ich
versichere, dass ich vorliegende Arbeit ohne fremde Hilfe und ohne Benutzung
anderer als der angegebenen Quellen angefertigt habe, und dass die Arbeit in
gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegen
hat. Alle Ausführungen der Arbeit, die wörtlich oder sinngemäß übernommen
wurden, sind als solche gekennzeichnet.
Augsburg,
20. Juni 2006
Literaturverzeichnis
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Boesler,
Klaus-Achim: Politische Geographie, Teubner, Stuttgart
(1983)
Ebeling,
Frank: Geopolitik: Karl Haushofer und seine
(1994) Raumwissenschaft 1919 – 45,
Akad.-Verl.,
Berlin
Kost,
Klaus / Verständnis von Geopolitik in der
Gegenwart.
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Andreas: In: Standort, Heft 1
(2005)
Reuber,
Paul: Die Politische Geographie nach dem Ende
(2002) des
Kalten Krieges – Neue Ansätze und
aktuelle
Forschungsfelder. In: Geographische Rundschau,
Heft 7
Reuber,
Paul / Clash of Civilizations aus Sicht der
kritischen
Wolkersdorfer,
Günter: Geopolitik. In: Geographische Rundschau,
(2002) Heft
7
Reuber,
Paul/ Politische Geographie, Heidelberger
Wolkersdorfer,
Günter Geographische Arbeiten, Heft 112
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