Geopolitik in der
Gegenwart – Ein Überblick
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.....................................................1
- Disziplin –
historische Entwicklung des Terminus Geopolik..........1
- Neue
Perspektiven der Politischen Geographie....................2
3.1
Der Ansatz der
Critical Politics.................................2
3.2
Der Ansatz der
Geographischen Konfliktforschung..............3
4. Aktuelle
Forschungsfelder und Aufgaben der Geopolitik...............4
5. Aktuelle
Formen der Geopolitik am Beispiel: Kampf der Kulturen......4
6. Schluss.......................................................5 Eidesstattliche
Erklärung........................................6
Literaturverzeichnis.............................................7
1. Einleitung
Mit
dem Ende des Ost-West Konfliktes, dessen hauptsächlicher Grund die
gegensätzlichen Ideologien der gegenüberstehenden Streitmächte war, folgen
Krisen, Kriege und Konflikte, deren Ursachen die seit 1990 stattgefundene
Neuordnung von Gesellschaft, Raum und Macht sind. Beispiele wie
Auseinandersetzungen unterschiedlicher Ethnien und Kulturen im Kampf um den
Raum oder die Terroranschläge des 11. Septermbers 2001 belegen dies. Aufgrund
dieser Veränderung nach dem Kalten Krieg ist die Beschäftigung mit der
Geopolitik in der anthropogeographischen Forschung wieder von großer
Bedeutung.(vgl. Reuber, 2002) Um
den komplexen Begriff „Geopolitik“ verstehen zu können, bedarf es zunächst
einer historischen Entwicklung.
2. Disziplin – historische
Entwicklung des Terminus Geopolitik
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für nötig erachteten Lebensbedingungen zu erhalten. (vgl. Ebeling, 1994)
Der
schwedische Politikwissenschaftler Rudolf Kjellén führt den Gedanken des
Zusammenhangs von Politik und Geographie fort. Seine Staatentheorie umfasst
fünf Bereiche, die nur in zusammenfassender Betrachtung zu Wechselbeziehungen
zwischen Volk, Staat, Politik und Raum führen.
Ein
Teilbereich der Staatentheorie ist die Geopolitik, die den Staat als räumliches
Reich und geographischen Organismus erforscht.
(vgl. Ebeling, 1994) Gegenüber Ratzels
Theorie ist der Raum nun nicht mehr der einzig bedeutende Faktor der Politik.
In Kjelléns Ansicht der Geopolitik ist dem Menschen in seinem politischen
Denken völliger Freiraum eingeräumt, außerdem soll die Geopolitik mögliche
außenpolitische Konflikte vorbeugen und zu einer harmonischen Lebensform
beitragen (vgl. Ebeling, 1994).
Zusammenfassend
ist zu sagen, dass die Geopolitik die Untersuchung der Beziehung zwischen der
politischen Kraft und dem Raum bedeutet.
(vgl.
Ebeling, S. 50 nac Fritz Hesse, 1924)
Karl
Haushofer, macht die Geopolitik schließlich zu einer eigenen Disziplin, indem
er auf den Theorien Ratzels und Kjelléns aufbaut.
Er
will „..eine Lehre, die politische Zusammenhänge aus den räumlichen
Bedingungen heraus zu erklären und zugleich zu steuern vermochte.“
(zit.
nach Boesler, 1983 S. 39)
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Auseinandersetzung mit der Beschäftigung der Politischen Geographie ruht.
Die
Trennung der Politischen Geographie und der Geopolitik bedeutet eine Zweiteilung
in eine
„..moralisch
rechtschaffene, vermeintlich saubere, das heißt objektive Politische Geographie
und eine moralisch verwerfliche, als pseudowissenschaftliche und
nationalistisch gebrandmarkte Geopolitik.“
(zit.
nach Kost, Veres, 2005, S. 27)
3. Neue Perspektiven der
Politischen Geographie
Durch
die zunehmenden Konflikte um den Raum, die seit dem Kalten Krieg global zu
beobachten sind, ist es notwendig, die Politische Geographie als eine
Forschungsperspektive wieder aufleben zu lassen. Jedoch ist es notwendig, dass
die Politische Geographie auf „zeitgemäße konstruktivistische Theoriekonzepte“
zurückgreift. (vgl. Reuber, 2002)
3.1 Der Ansatz der Critical
Politics
Es
entwickelt sich Mitte der 1990er Jahre im angloamerikanischen Raum, indem es keinen
Stillstand der Politisch-geographischen Forschungen gab, der Ansatz der
Critical Politics. Dieser stützt sich auf die „kritische Analyse und
Dekonstruktion geopolitischer Leitbilder und Diskurse.“
(zit.
nach Reuber 2002, S. 5)
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Der
Ansatz der Critical Politics enttarnt Machtdiskurse, jedoch wird keine
Politikberatung mithilfe von Lösungsideen und Handlungsempfehlungen betrieben.
(vgl. Kost, Veres 2005)
3.2 Der Ansatz der
Geographischen Konfliktforschung
Eine
zweite Forschungsperspektive, die sich vom Ansatz der Critical Geopolitics
ableitet ist die Geographische Konfliktforschung. Sie beschäftigt sich mit „Handlungen
von Akteuren im Kontext von Auseinandersetzungen um „Macht und Raum“ in den
sich neu formierenden, lokal-globalen Konfliktfeldern des 21. Jhs., die oft mit
einer starken regionalen Spezifik versehen sind
(zit.
nach Reuber 2002, S. 6).
Die
Geographische Konfliktforschung macht sich zum Einen die Neuverhandlung des
öffentlichen Raumes, der beispielsweise durch neuentstandene Konsumwelten oder
Videoüberwachung verändert wurde, zur Aufgabe. Des Weiteren sind Themen wie die
räumliche Ausgrenzung von Randgruppen der Gesellschaft, sowie die
Auseinandersetzungen um ökologische Ressourcen von Bedeutung. Das Hauptanliegen
der Geographischen Konfliktforschung besteht darin, die Absichten und
Vorgehensweisen der Beteiligten der raumbezogenen Konflikte zu rekonstruieren.
Ebenso ist es diesem Ansatz wichtig, die Abhängigkeiten der politischen,
sozialen und räumlichen Bedingungen von den Zielen und Handlungen der
Beteiligten zu verstehen. (vgl. Reuber
2002)
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Geographische Konfliktforschung nicht in der Lage, den politischen Beteiligten
Lösungen und Handlungsempfehlungen zu geben. (vgl. Reuber 2002). Schließlich entwickelt Stadelbauer einen Ansatz
der Geopolitik. Dabei ist die Geopolitik ein angewandter Zweig der Politischen
Geographie, die sich Politikberatung als Aufgabe zum Zwecke der
Konfliktvermeidung macht. (vgl. Kost,
Veres 2005)
4. Aktuelle Forschungsfelder
und Aufgaben der Geopolitik
Mithilfe
der Critical Politics und der Geographischen Konfliktforschung, deren Ansätze
in der Forschung oft gekoppelt auftreten, gelingt es der Politischen Geographie
neue Forschungsfragen, deren Inhalte sich auf „Raum und Macht“ beziehen, zu
beantworten und zu analysieren.
Momentan
konzentriert sich die Forschung der Politischen Geographie auf sechs
Kernbereiche, deren Themenfelder auch untereinander verwoben sein können.
1.
Politische
Konflikte, bei denen es sich um Ökologische Ressourcen handelt
2.
Auseinandersetzungen
um räumliche Abgrenzungen und Kontrollen
3.
Politische
Konflikte um raumbezogene Identität
4.
Die symbolische
Repräsentation politischer Macht
5.
Globalisierung und
neue Internationale Beziehungen
6.
Regionale
Konflikte und neue soziale Bewegungen
(vgl. Reuber 2002)
5. Aktuelle Formen der
Geopolitik am Beispiel: Kampf der Kulturen
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