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Geomorphologie (Page 9).doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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University, School
Münster
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1. Kleinstaat Slowenien 1.1. Grunddaten im europäischen Vergleich Slowenien ist unter den 10 kleinsten Staaten Europas Das ganze Land kann als Grenzgebiet bezeichnet werden, wenn man standardisiert

3.      Feinmaterial mit hoher Leitfähigkeit im wasserungesättigten Zustand (Schluffe und Lehme) ist für die Bildung von Eiskörpern prädestiniert; hier wird der zur Gefrierfront gerichtete Wassertransport für längere Zeit aufrechterhalten, weil in feinporenhaltigen Sedimenten der Gefrierpunkt abgesenkt ist; die Eisbildung setzt sich fort (Wasser in Grobböden (Sand) gefriert schneller als in Feinböden)

4.      Bei starker und schneller Temperaturabnahme schrumpft das Volumen des Eises und es bilden sich Risse

Eiskeile und Eiskeilnetze:

Eiskeile sind keilförmige, eisgefüllte Spalten, die sich vom Auftauboden in den Permafrost fortsetzen; sie enstehen durch die Kontraktion des gefrorenen Bodens, besonders als Folge von Temperaturstürzen; in der folgenden Auftauperiode fließt Schmelzwasser in die Spalten, wo es im Bereich des Permafrost zu Eis gefriert; durch den dabei entstehenden Druck, werden die umgebenden Sedimente verformt, wenn nicht genügend Schmelzwasser vorhanden ist, werden die Spalten manchmal mit Sand oder Löß verfüllt

Eiskeile sind in ebenen Gebieten oft flächenhaft verbreitet und bilden Eiskeilnetze

 

Thufur, Palsa, Pingos:

Fosthub und die Bildung von Segregationseis sind verantwortlich von Vollformen unterschiedlicher Größe:

Thufure: sind rundlich- ovale Hügel mit einer Höhe von 30- 80 cm und Durchmessern von 40- 150 cm; sind Erscheinungen des Auftaubereichs

Palsen: sind 10- 15 m breite und 15- 115 m lange Torfhügel mit blankem Eiskern; Höhe bis 10 m und mit steilem Tand

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Kryoturbation und Frostmusterstrukturen:

1. Wechsel der Korngrößenzusammensetzun in den Schichten des Auftaubodens bedeuten Unterschiede in der Wasserspeicherfähigkeit; die Materialunterschiede führen zu kleinräumigen differenzierter Eisbildung, Eiswachstum und seitlich und vertikal gerichteten Drücken, welche eine Deformation der ursprünglichen Schichtlagerung verursachen; sie werden aufgewölbt, nierdergedrückt und gegeneinander verschoben

2. Sie gehen auf oberflächennahe Sortierungsprozesse im Auftauboden zurück und sind an feinmaterialreiche Substrate gebunden; skelettarme Lehme zeigen sogenannte Feinerdenetze und skeletthaltiges Feinmaterial führt zur Bildung von Steinringen: das winterliche Gefrieren des Auftaubereiches erzeugt Druck, so dass das Feinmaterial als auch die in ihm enthaltenen Steine angehoben werden; beim nächsten Auftauftauvorgang, der von der Oberfläche her ein setzt, sinkt das Feinmaterial zusammen, während die Steine noch auf einem wenige Zentimeter tieferen gefrorenen Untergrund ruhen; beim Fortschreiten der Auftaufront wird das Eis durch Feinmaterial ersetzt, so dass die Steine die Sackungsbewegung des Feinmaterials nicht nachvollzieht; die Steine kommen zum Vorschein; Schwundrisse in der auftauenden Schicht gliedern die Flächen in ein polygonales Muster; die an der Oberfläche angereicherten Steine werden von den Wölbungszentren nach außen transportiert; die Entmischung geht soweit, bis geschlossene Steinringe sich zu einem Netz zusammenschließen und skelettveramte Feinmaterialbereiche umschließen; Durchmesser von 10 cm bis einigen Metern; bei einer größeren Hangneigung gehen die Ringe in Steinstreifen über

 

Solifluktion:

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Beispiel: Kammeissolifluktion: Bildung von nur wenige cm lange, senkrecht über die Bodenoberfläche hinauswachsenden Bündeln von Eisnadeln

6. Küstenformen

6.1. Meereshydrologische Grundlagen

Küste: Berührungsraum zwischen Meer und Land, der ständig durch seewärtige und landwärtige Kräfte gestaltet wird

Festländischer Abtrag durch Wasser,

Eis, Wind, Gravitation usw.


Hebungen und Senkungen

Meer

Des Festlandes

Hebungen und Senkungen des Meeresbodens

Gliederung:

Strömungen, Tiden, Wellen

Eustatische und isostatische Meeresspiegelschwankungen, Transgression und Regression

Küstentypen

1.      Meeresströmungen

Motor der globalen Meeresströmungen sind große Windsysteme

-          äquatoriale Strömungen:

NE- und SE- Passate treiben Wasser zum Äquator; auf der Nordhalbkugel werden die Ströme nach rechts (mit dem Uhrzeiger) und auf der Südhalbkugel wegen der Coriolis- Kraft nach links abgelenkt; beide also entlang den Pol

-          Golfstrom (Nordhalbkugel)

-          Westwindströmungen (Südhalbkugel)

-          Zirkumpolaströmungen (Antarktis)

2.      Gezeiten

-          periodisches Steigen und Fallen des Meeresspiegels infolge Anziehungskraft des Mondes und der Sonne auf die rotierende Erde

-          Hochwasser (HW): Zeitpunkt des höchsten Wasserstandes in einer Tide

-          Niedrigwasser (NW): Zeitpunkt des niedrigsten Wasserstandes in einer Tide

-          Flut (auflaufendes Wasser): Zeitraum von NW zu nächsten HW

-          Ebbe (ablaufendes Wasser): Zeitraum von HW zu nächstem NW

-          Tide: Teil der Gezeit zwischen NW und nächsten NW

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-          Nipptide: im ersten und dritten Viertel des Mondes (Sonne und Mond stehen zur Erde im rechten Winkel)

3.      Wellen

-          Auf- und Abwärtsbewegungen der Wasseroberfläche/ keine seitlichen Bewegungen

-          Sie entstehen durch die Wirkung des Windes auf die Wasseroberfläche; bei der Wellenbewegung schwingen die Wasserteilchen in kreisförmigen Bewegungen (Orbitalbewegungen)

-          Der Radius der Kreisbahn nimmt mit der Tiefe ab

-          Wellen pflanzen sich vom Ursprungsort unter Abschwächung fort

-          Etwa ab einer Windgeschwindigkeit von 13 km/h und über dem ansteigendem Meeresboden vor einer Küste beginnen die Wellenkämme sich zu brechen

-          Mit zunehmender Annäherung an das Ufer ändern die Wellen ihren Charakter von Oszillations- zu Translationswellen: bei Translationswellen wird der Massenfluß zum Ufer mit der Rückströmung ausgeglichen

4.      Eustatischer Meeresspiegelanstieg:

Relativ postglazialer Meeresspiegelanstieg: Gründe:

-          Abschmelzen der Eismassen und Dauerfrostboden

-          Sackungen im Küstenholozän

-          Große Variabilität durch natürliche Klimaschwankungen

-          1600, 1640, 1720, 1750, 1820, 1850: Gletscherzuwachs in Europa und Amerika

-          eustatische Meeresspiegelsenkung in Eiszeiten bis ca. 150 m = Regression

-          eustatische Meeresspiegelabstiege in Warmzeiten = Transgression

 

6.2 Küstentypen

Flachküsten:

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Die Schorre umfasst den Bereich, der ständig der Wirkung bewegten Wassers unterworfen ist. Ihre landseitige Grenze liegt damit an der Linie des mittleren Niedrigwassers. Von dieser Linie beginnt landeinwärts der Strand, welcher bis zur obersten Hochwassergrenze reicht.

Mit den Wellen werden Sande und Kiese auf den Strand geworfen; die vom Rückstrom nicht mehr transportierbaren Korngrößen bleiben zurück, so dass ein Strandwall von wenigen Dezimeter bis Meterhöhe gebildet wird. Die Materialfracht erfolgt überwiegend als Bodenfracht, während die feineren Bestandteile als Suspensionsfracht meerwärts transportiert werden.

Die Vielzahl der kleinen Sturmfluten im Winter schaffen meist einen ausgeprägteren Wall als die Hochwasser im Sommer. Während den Sturmfluten werden die Strände in der Regel erodiert und das Strandprofil versteilt, wohingegen bei normalen Wellengang an Flachküsten eher die Tendenz zur Strandauferhöhung besteht.

(Sturmfluten: ausgelöst durch Sturmtiefs mit hohen Windgeschwindigkeiten; teilweise > 4m über normalen Wasserständen)

Steilküsten:

Hier wird das Gestein vor allem in Höhe der Hochwasserlinie stark angegriffen. Am Fuß einer solchen Steilwand/ Kliff, bildet sich eine Brandungshohlkehle, die sich vertieft bis das überstehende Kliff nachstürzt, so dass das Kliff langsam zurück weicht = Unterkehlung: Reduzierung des Kliffs unter Beibehaltung der Steile.


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