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Geomorphologie .doc

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Geo Sciences
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Geomorphologie

1. Einführung

Def.: Lehre von den Formen der Erdoberfläche und den Kräften und Prozessen, die sie geschaffen haben.

Exogene Dynamik: von außen auf die Erdoberfläche einwirkende Kräfte (Klima, Wasser)

Endogene: von innen aus (Kruste und Mantel)

2. Gesteine und gesteinsbestimmende Formen

Die Reliefbildung wird maßgeblich von den Gesteinen, ihrer Verwitterungs- und Abtragungscharakteristik und ihren Struktur- und Lagerungsverhältnissen bestimmt.

Gesteine: Gemenge von Mineralen gleicher oder unterschiedlicher Art

Minerale: meist feste, chemisch und physikalisch homogene/ = kristalline, fast ausschließlich anorganische Körper; Bausteine der Minerale weisen spezifische geometrische Anordnung auf (Kristallgitter)

Häufigsten Minerale der Erdkruste:

Plagioklas 41 %, Alkalifeldspat 21 %, Quarz 21%, Amphibol 6 %, Pyroxen 4 %, Biotit 4 %, Magnetit 2 % , Olivin ½ %

à 80 % sind Silikate außer Quarz und Magnetit

1. Silikate 2. Nichtsilikate

Einteilungskriterien der Gesteinsgefüge: Struktur (Kornform, Größe) und Textur (räumliche Anordnung der Komponenten)

 

2.1 Magmagesteine

 

Einschub: Gesteinskunde:

nach dem Ort der Entstehung werden drei Gruppen von Magmatiten unterschieden:

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1.      Vulkanite: bilden sich durch die Förderung von Magmen an die Oberfläche.

Durch rasche Abkühlung feinkörnige oder sogar glasige Erstarrung. Enthalten oft größere Mineralkörner, Einsprenglinge, die in einer feinen Matrix, Grundmasse, schwimmen. Porphyrisches Gefüge, Einsprenglinge oft eigengestaltig, häufig Fließgefüge (Fluidaltextur), massig bis blassig oder schaumig

Vulkanite kristallisieren dagegen in der Regel relativ schnell und in der Nähe oder an der Erdoberfläche. Es resultieren feinkristalline Gesteine, die darüber hinaus ehemalige Gashohlräume aufweisen können. Z. T. enthält das Magma bereits auskristallisierte Minerale, die in grösserer Tiefe während des Aufstiegs des Magmas langsam gebildet wurden; es entsteht eine porphyrische Struktur.

2.      Plutonite: Magma bleibt in größeren Tiefen unter der Erdoberfläche stecken.

Erkalten langsam und kristallisieren mittel bis grobkörnig, holokristallin, kristalle hypidiomorph, richtungslos körnig, massig

Plutonite kristallisieren langsam und innerhalb der Erdkruste unter höherer Auflast, so daß in der Regel massige Texturen mit relativ grossen, gleichkörnigen Kristallen entstehen.

 

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Der Kreislauf der Gesteine wird durch zwei Energiequellen gesteuert, die den exogenen und endogenen Bereich charakterisieren.

Der exogene Bereich wird durch die Strahlung der Sonne bestimmt und ist damit von der Solarkonstante abhängig. Der endogene Bereich - das Erdinnere - hingegen ist wesentlich durch den Wärme-produzierenden Zerfall radioaktiver Nuklide bestimmt. Er ist deshalb von der geothermischen Tiefenstufe abhängig.

An der Erdoberfläche, bis zu einer Tiefe von ca. 200 m, findet der Prozess der Verwitterung statt. Unter dem Einfluß physikalischer und chemischer Vorgänge werden die Minerale oder Komponenten eines Festgesteins zerkleinert oder gelöst.

Zu diesen Prozesse zählen u.a. die Frostsprengung, Wärmeausdehnung der Mineralen im Gestein, Stoß durch den Zusammenprall von Gesteinsbrocken oder, zumeist unter dem Einfluss von flüssigem Wasser, Hydratisierung, Oxidation und Lösung. Es entstehen Lockergesteine, die im äolischen oder aquatischen Milieu transportiert werden können oder wässerige Lösungen.

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Die Erwärmung ist zunächst moderat. Bei Temperaturen von < 200°C, und dem gleichzeitig wirksamen Überlagerungsdruck wird das Sediment durch die Diagenese zu einem Sedimentgestein verfestigt. Diagenetische Prozesse sind u.a. die Kompaktion sowie die Lösung und Wiederausscheidung bestimmter Minerale, so daß in der Regel der Porenraum verringert wird.

Steigt die Temperatur über 200°C wird der Bereich der Diagenese verlassen und die Metamorphose setzt ein. Der Prozess der Metamorphose findet im festen Zustand statt; meist ist Wasser beteiligt.

Die Metamorphose ergibt eine Umkristallisation der Minerale, vielfach auch die Neubildung spezifischer Minerale, die bei den herrschenden Druck- und Temperaturbedingungen thermodynamisch stabil sind.

Höhere Temperaturen leiten die Aufschmelzung (Anatexis) der Gesteine ein, so daß Magmen entstehen. Bei Anwesenheit von Wasser werden ab ca. 650°C erste Schmelzanteile gebildet.

Diese zumeist silikatischen Schmelzen steigen auf Grund ihrer geringen spezifischen Dichte auf und ergeben - abhängig vom Ort der Platznahme - plutonische oder vulkanitische Gesteine.

2.1.1. Plutonite und Granitformen

Allgemein:

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- Hauptformen: Batholith (grundlos) ------ Lakkolith (pilzförmig)

- sie entstehen fast nur in mobilen Zonen der Erdkruste

- 95 % sind Granitplutone, die oft durch Anatexis und Palingenese (Teil- und Ganzaufschmelzung der Gesteine) entstehen

- sie erstarren in 5- 20 km Tiefe; Grundriss rund bis oval; Größe sehr verschieden

sie weisen meist gut auskristallisierte Minerale einer Größe auf, die mit dem Auge erkennbar sind; Grund: sehr langsame Abkühlung unter 5- 20 km mächtigem Deckgebirge

- Auflastender Druck verhindert Bildung von Gasblasen, so dass sie sehr kompakt sind

- Klassifikation nach dem Streckeisendiagramm als Konzentrationsdreieck: Quarz, Alkalifeldspat und Plagioklas (oben) und Foide, ALK und P (unten)

M kleiner 90

Q plus A plus P = 100

Oder: A plus P plus F = 100

Magmatische Gesteine mit mehr als 90% mafischer Minerale werden nicht nach dem Streckeisen-Diagramm benannt

- ca. 95 % aller Plutonite sind Granite, die sehr verwitterungsstabil sind

- Verwitterungsreihe: Olivine< Granat< Pyroxene< Amphibole< Biotit< Plagioklas< Orthoklase< Muskovit< Quarz< Titanminerale

 

Verwitterungs- und Abtragungscharakteristik:

 

Petrovarianz: bestimmt unterschiedliches Verwitterungsverhalten

Tektovarianz: bestimmt unterschiedliches Abtragungsverhalten

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