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Geologie von Österreich (Page 5).doc

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Natural Science
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Geology
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Geology

Exkursion Krastal Vajont Brennerbasistunnel
Geologie Exkursion 23.-25. Juni 2008 1. Tag Unsere Geologieexkursion (Österreich-Italie­n Südtirol) begann am Wiener Südbahnhof wo sich die komplette Gruppe traf und mittels Zug in Richtung Vi

Wasserversorgung von Kapfenberg genützt (pH 7,1-7,2; Gesamthärte 17,1-18,3° dH). Aus dem

Schotterkörper des Murtales ist eine Entnahmemenge von 10.000 l/sec genehmigt.

Das Ennstal enthält zwischen Schladming und dem Gesäuseeingang mächtige Quartärablagerungen,

die bei Irdning mit 114 m und bei Wörschach mit 195 m erbohrt wurden. Da den Schottern und Sanden

Seetonablagerungen zwischengeschaltet sind, kommt es zur Ausbildung von Grundwasserstockwerken

mit gespannten Grundwässern, deren Druckhöhen bei Wörschach um 1-2 m, bei Liezen um

10 m und bei Frauenberg 14 m über Gelände liegen.

Das Klagenfurter Becken ist von über 200 m mächtigen Quartärablagerungen erfüllt, wobei neben

Schottern und Sanden auch tonige Stauseesedimente und Moränen vorliegen. Aus den tertiären Konglomeraten

der Sattnitz südlich Klagenfurt stammen Wässer, die teilweise in karströhrenartigen Hohlräumen

abfließen und als Großquellen am Rand des Höhenzuges austreten. Die Stadt Klagenfurt wird

zu etwa 10% mit Wasser aus einem dieser Quellvorkommen (von Strachwitz) versorgt. Die übrigen

90% des Wasserbedarfes der Kärntner Landeshauptstadt werden aus dem Quartärgrundwasser im

Norden (Glantal) und im Süden (südlich des Wörthersee-Abflusses) gedeckt. Im Krappfeld tritt ein

größeres zusammenhängendes Grundwasservorkommen in Terrassenschottern auf.

Bei Villach vereinigen sich das Drautal und das Gailtal zum Villacher Becken. Die Mächtigkeit der

Quartärfüllung dieses Beckens ist unbekannt, jedoch tiefer als 170 m. Die Stadt Villach wird zu 40%

aus dem etwa 30 m mächtigen obersten Grundwasserstockwerk versorgt, während 60% aus Quellen

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9.0 Mineral- und Thermalwässer

Die Übersichtskarte der Mineral- und Heilquellen Österreichs weist über 200 Quellvorkommen aus,

deren Wässer sich durch mindestens 1000 mg gelöste Stoffe je kg Wasser als Mineralwässer oder

durch konstante Temperaturen über 20°C als Thermalwasser von den einfachen Grundwässern unterscheiden.

Die Mineralisation von Grundwässern erfolgt über deren Lösungsvermögen aus den durchflossenen

Gesteinen, soferne es sich um vadose Wässer handelt, die aus dem Niederschlag stammen und durch

Infiltration in den Untergrund gelangt sind. Vadose Wässer werden häufig auf komplizierten Wegen

und durch lange Verweildauer im Untergrund zu Mineralwässern. Als Beispiel seien die 3-

Komponentenwässer der Heilquellen von Baden angeführt (Alter der Komponente 1: einige 1000

Jahre; Komponente 2: einige Jahre; Komponente 3: einige Monate).

Thermalwässer bringen ihre erhöhte Temperatur zumeist aus jener Tiefe, welche der jeweiligen geothermischen

Tiefenstufe entspricht, an die Oberfläche. Da das Thermalwasser der Schwefelquelle von

Bad Schallerbach trotz seiner Tiefe von nur 461 m mit 36,3°C austritt, muß angenommen werden,

daß das Wasser aus einem wesentlich tiefer reichenden Kluftsystem bis zum Ende der Bohrung und in

dieser weiter bis zur Oberfläche aufsteigt. Außer geothermischer Erwärmung können auch aufsteigende

Gase, Radioaktivität und chemische Vorgänge, wie z.B. Oxidation, zur Aufheizung von Wässern

im Untergrund führen. In den letzten Jahrzehnten haben Thermalwässer, die durch Bohrungen

der Erdölindustrie erschlossen wurden, neben ihrer Nutzung als Heilwässer auch für die Gewinnung

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Die Mineral- und Thermalquellen sind grundsätzlich an Störungen gebunden, eine Reihe von Säuerlingen

(reich an Kohlendioxid) in der Oststeiermark und im Burgenland stehen in Beziehung zu dem

jungen, miopliozänen Vulkanismus. Beispiele hierfür sind: Bad Gleichenberg, Sicheldorf, Radkersburg,

Deutschgoritz; Güssing, Tatzmannsdorf; Oberschützen, Goberling etc. Unklar ist die Herkunft

der Kohlensäure in Säuerlingen an Störungen abseits jeglichen Vulkanismus in den Zentralalpen, wie

z.B. in: Stainz, Zlatten, Fentsch östl. Judenburg, Stanz, Thalheim, Preblau, Wildbad Einöd, Eisenkappel,

Ebriach etc. Möglicherweise stammt die Kohlensäure aus einer Entgasung des Magmas in

großer Tiefe. Die Mineralisation dieser Wässer läßt sich durch Lösung dieser Stoffe aus den durchströmten

Gesteinen erklären.

Aufgrund der in Explorationsbohrungen gemessenen Wassertemperaturen vertrat G. WESSELY

(1983) für die Thermen und Schwefelquellen entlang der Thermenlinie am Westrand des Wiener

Beckens die Theorie, daß aus den Kalkalpen stammende kühle Wässer in den Untergrund des Tertiärbeckens

gegen Osten strömen, sich erwärmen und entlang von Störungen aufsteigen, in wasserwegigen

Lagen des Tertiärs wieder nach Westen zurückströmen, wo sie mineralisiert und erwärmt entlang

der Randstörungen (Thermenlinie) die Oberfläche erreichen. Auf diesen Mechanismus sei die

Entstehung der Thermal- und Schwefelquellen des Westrandes (Bad Fischau, Bad Vöslau, Baden

etc.) sowie des Ostrandes des Wiener Beckens (Bad Sauerbrunn, Leithaprodersdorf, Mannersdorf/L.,

Bad Deutsch Altenburg etc.) zurückzuführen. Der Schwefelgehalt wird aus dem Gips und Pyrit der

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Schwefelquellen entlang der Großstörungen des West- und Ostrandes des südlichen Wiener Beckens

vertritt P. HACKER.

Bei den Thermalquellen steigt das durch die aufsteigende Erdwärme in der Tiefe erwärmte Wasser an

Bruchstörungen selbstständig empor. In manchen Fällen ist durch Explorationsbohrungen Heißwasser

an Störungen in geringer Tiefe erbohrt worden, wie etwa durch die nur 461 m tiefe Bohrung in

Bad Schallerbach/OÖ., die 37,5° heißes Wasser lieferte oder durch die OMV-Bohrung Oberlaa, die

aus Tiefen zwischen 350 bis 420 m ein 53° heißes Wasser mit einem Schwefelgehalt von 58 mg/kg

Wasser fördert und damit zur wärmsten und stärksten Schwefeltherme Österreichs wurde.

Schwefelquellen und Solequellen sind häufig auch an das permische Salinar des Haselgebirges gebunden

(Bad Goisern, Bad Ischl, Bad Aussee, Dürrnberg bei Hallein, Windischgarsten, Hall in Tirol

etc.), ebenso Glaubersalzquellen (Bad Aussee).

Seltene Typen von Mineralquellen sind die Jod-(Sole-) Quelle von Bad Hall/Oberösterreich, die

Eisenquellen von Vellach/Kärnten, Bad Pyrawarth/Niederösterreich, Gams ob Frauental; Kaliquellen

am Ostrand des Ruster Höhenzuges im Burgenland; radiumwirksame Quellen wie Gastein (19 Thermen,

48° C, Gehalt an Radium, Radon, Thorium-Emanation, Uran) und Steinach-Nößlach/Brenner,

Imst/Tirol, Steinberg b. Amstetten/NÖ.

 


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