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Geographische Informationssystem Zusammenfassung .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Summary
University, School
Kiel
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08/09
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Einführung

 

Geoinformation: Geoinformationen sind Beschreibungen von Objekten und Sachverhalten mit Raumbezug.

Geodaten: Geodaten sind rechnerlesbare Objektdaten, die durch eine Position im Raum direkt oder referenzierbar sind. Geodaten sind gekennzeichnet durch:

-          eine Geometrie

-          eine Topologie

-          Sachdaten

-          Regeln zur Präsentation

Geobasisdaten: Geobasisdaten sind grundlegende amtliche Geodaten, welche die Landschaft, die Grundstücke und Gebäude im einheitlichen geodätischen Raumbezug anwendungsneutral beschreiben. Sie werden durch die Vermessungsverwaltung der Länder erhoben, geführt und bereitgestellt.

Bsp: DLM, DGM

Geofachdaten: Thematische Daten mit Raumbezug, der sowohl direkt (durch geographische Koordinate) oder indirekt (z.B. durch Postleitzahlbezirk) gegeben sein kann. Sie werden aufgrund von Fachgesetzen in den Verwaltungen der Länder und des Bundes geführt.

Metadaten: Metadaten sind „Daten über Daten“. Sie beschreiben die Eigenschaften, Herkunft, Gültigkeit, Genauigkeit usw. von Datensätzen auf unterschiedlichen Aggregationsebenen.

Geodatenbasis: Metadaten + Geobasisdaten + Geofachdaten

 

Geodatenquellen:

-          Karten aller Art

-          Existierende Datenbestände

-          Informationssysteme und Datenbanken

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Anwendung von Geoinformationen:

-          Risikomanagement à Risikokalkulation

-          Umwelt à Umweltplanung, Naturschutz

-          Wirtschaft à Standortanalyse

-          Navigation à Fahrzeugnavigation durch globale Satellitennavigationssysteme (GPS, GLONASS, GALILEO)

-          Landwirtschaft à Präzisionslandwirtschaft

GDI: Bedeutung, Aufgaben, Strukturen

-          Bündelung von Geoinformationsressourcen

-          Besteht aus Geodatenbasis, Geoinformationsnetzwerken, Diensten und Standards

-          Kombiniert 2 Technologien:

1.     Internet-Technologie

2.     GIS

à Aufgaben sind Management, Visualisierung, Prozessierung und Austausch von Informationen

analoge Informationssysteme:

-          Statistiken

-          Atlanten

-          Register

-          Kataloge

Digitale Informationssysteme:

-          Bibliothek-IS

-          Bank-IS

-          Reise-IS

-          Wetter-IS

-          GIS

Die Grundstruktur von GIS:

Definition: GIS ist ein rechnergestütztes System, das aus Hardware, Software, Daten und Anwendungen besteht. Mit ihm können raumbezogene Daten digital erfasst, gespeichert und reorganisiert, modelliert und analysiert sowie alphanumerisch und graphisch präsentiert werden.

Das 4-Komponenten- Modell von GIS

Strukturelle Komponenten: Hardware, Software, Daten, Anwender

Funktionale Komponenten: Erfassung, Verwaltung, Analyse, Präsentation

EVAP - Prinzip von GIS

 

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Verwaltung: beinhaltet die eingegebenen Daten in digitaler Form zu Verwalten und auch Verarbeitungsschritte zu erlauben

Analyse: Analyse zur Gewinnung von Daten

Präsentation: Visualisierung der Ergebnisse

Der Raumbezug als Hauptmerkmal von GIS

-          Geodaten liefern Informationen zur Lage und Form (Geometriedaten) von Geoobjekten auf der Erdoberfläche (Raumbezug) und ihren nicht-geometrischen Merkmalen (Sachdaten).

-          Der Raumbezug wird durch 2D- oder 3D- Koordinaten hergestellt.

-          Bsp. Raumbezogene Daten: DGM, Fernerkundungsdaten, topographische Daten

Repräsentationen raumbezogener Daten

1.     unregelmäßig erfasste Punktdaten

2.     regelmäßig erfasste Punktdaten

3.     Konturlinien

4.     Polygone

5.     Raster (Grid)

6.     Dreiecksnetz (TIN)

Internet-GIS/Web-GIS

-          Web-GIS Anwendungen basieren auf der Client-Server-Architektur.

-          Der Datentransfer zwischen Server und Client erfolgt über das Hyper Text Transfer Protokoll (http)

Probleme: - eingeschränkte GIS-Funktionalität

- große Vielfalt an diffus verteiltem heterogenem Datenmaterial

- Mangel an tatsächlich brauchbaren flächenbezogenen Daten in sinnvollen Maßstabszahlen

- noch nicht hinreichend aufgebaute Metadateninformationssysteme und Navigationshilfen zur Unterstützung der Datenrecherche

 

Andere Systeme zur Darstellung räumlicher Objekte und Sachverhalte

 

Kartiersysteme

Merkmale:

-          Erfassung, Verwaltung und Präsentation als Komponenten

-          Eingeschränkte Permanentdatenhaltung

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-          Wenig beschreibende Daten

-          Primärziel ist die zeichnerische Darstellung

CAD – Systeme (Computer Aided Design)

Merkmale:

-          Erfassung, Verwaltung, Analyse und Präsentation als Komponenten

-          Erweiterte Datenmodellierung

-          2- und/oder 3- dimensional

-          eher Vektororientiert

-          hohe Interaktivität

Verarbeitung von Geoobjekten in GIS

 

Definition: Ein Geoobjekt ist eine auf einen räumlichen Abschnitt physisch, geometrisch oder begrifflich begrenzte Einheit der realen Welt, die hinsichtlich ihrer Geometrie, Topologie und Thematik gegenüber anderen Geoobjekten unterschieden werden kann.

Die eindeutige Zuordnung der thematischen und geometrischen Daten zu einem individuellen Objekt wird über den Objektidentifikator (ID) gewährleistet.

Raumbezug von Geoobjekten

Der Raumbezug kann in Abhängigkeit vom Anwendungszweck auf unterschiedliche Weise hergestellt werden:

1.     Primäre Metrik: über die Angabe von 2- oder 3-dimensionalen Koordinaten, denen ein definiertes Bezugssystem und eine primäre Metrik zugrunde liegt (Angaben hinsichtlich der Genauigkeit der Daten).

2.     Sekundäre Metrik: In Bereichen, in denen eine metrisch exakte Abbildung der Objektgeometrie nicht erforderlich ist, beruht der Raumbezug auf einer schwächer definierten sekundären Metrik.

Bsp: Kennziffern, Namen, Adressen

Abbildung und Modellierung von Geoobjekten: Geometrie

 

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-          Die Geometrie eines Objektes kann in Vektor- oder in Rasterform beschrieben und abgebildet werden.

Die geometrischen Dimensionen von Geoobjekten

-          Zweidimensional (2D): x,y Koordinaten (Planimetrie); Keine Höhenangaben

-          Zwei plus eindimensional (2D+1D): Planimetrie ist durch ein DGM ergänzt

-          Zweieinhalbdimensional (2,5D): Höhe z kommt hinzu

-          Dreidimensional (3D): x,y,z Koordinaten; exakte räumliche Beschreibung möglich

-          Vierdimensional (4D): Zeitparameter z kommt hinzu

Koordinatensysteme

Die Koordinaten eines Objekts definieren seine Lage auf der Erdoberfläche. Sie basieren auf der Abweichung von einem exakt definierten Ort (Koordinatenursprung)

1. Rechtwinklige (kartesische) Koordinaten:

bilden die zentrale Grundlage für die Darstellung von Geoobjekten in GIS und ist festgelegt durch:

-          Einen Koordinatenursprung (Datum)

-          2 bzw. 3 Koordinatenachsen, die im rechten Winkel (orthogonal) zueinander stehen und sich im Koordinatenursprung schneiden

-          einer Drehrichtung (linksdrehend (mathematisch), oder rechtsdrehend (geodätisch))

-          Koordinaten eines Punktes als Koordinatenpaar (x,y) oder als Koordinatentripel (x,y,z)

 

Unterschied zwischen mathematischem und geodätischem Koordinatensystem

Mathematisch:

-          positive y-Achse zeigt nach Norden

-          positive x-Achse zeigt nach Osten

-          linksdrehend


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