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Genussgetränken Kaffee, Tee und Kakao, die hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe
einige Gemeinsamkeiten aufweisen.
Dies stellt nun auch die
Problemorientierung der Stunde dar, die Schülerinnen und Schüler werden mit der
Frage konfrontiert: „Welche Gemeinsamkeit besitzen diese drei Getränke?“ und
erhalten somit gleich zu Beginn eine geeignete Motivation und Rahmenführung des
Themas. Durch die gewählte Umsetzung des Themas im Unterricht werden die
Schülerinnen und Schüler gleichermaßen mit Genussexperimenten einen
spielerischen sowie praktischen Zugang durch die intensive Beschäftigung mit
Genuss, Geschmack und Geruch erhalten und erleben. Sie erfahren eine
Sinnessensibilisierung und können diese Erfahrungen auch auf andere
Lebensmittel übertragen. Die Quintessenz der Stunde ist die Erkenntnis über die
Wirkungsweise des Koffeins im Körper welches die Schülerinnen und Schüler zum
Ende hin als Antwort auf die Gemeinsamkeit dieser Genussgetränke feststellen
werden.
In der nun folgenenden Analyse
der Sache werden die drei Genussgetränke Kaffee, Tee und Kakao im Speziellen
näher dargestellt. Und der letzte und wahrscheinlich doch wichtigste Punkt
stellt die Wirkungsweise von Koffein im menschlichen Körper dar.
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1.1.2.1 Geschichtliche Entwicklung
Zum Ersten mal Erwähnung fand
Kaffee im 10.Jahrhundert, aber bereits 575 n. Chr. soll er in Äthiopien
angebaut worden sein. Zu dieser Zeit wurde Kaffee in ganzen Bohnen oder in
zerstoßener Weise mit Fett gegessen. Als Aufgussgetränk wurde er erstmals um
das Jahr 1000 n. Chr. zubereitet.
Es gibt viele Geschichten über die Entdeckung des Kaffees. Eine davon ist die
von Kaldi, einem arabischen Ziegenhirten, der im 9. Jahrhundert nach Christus
lebte:
„Es war einmal ein Hirte
namens Kaldi. Er lebte in einem sehr zerklüfteten Gebirge in Arabien. Er ließ
seine Ziegenherde in der Nähe eines Klosters weiden. Nach einer Weile fand
Kaldi, dass seine Tiere sich seltsam aufführten. Sie machten in alle Richtungen
Luftsprünge. Neugierig geworden, näherte sich Kaldi seinen Ziegen und stellte
fest, dass sie die roten Beeren eines Strauches fraßen, dem er zuvor nie
Beachtung geschenkt hatte.
Daraufhin kostete er selbst
von den roten Früchten und ging völlig aufgelöst, aufgedreht singend und tanzend
nach Hause.
Am nächsten Morgen erzählte er
sein Erlebnis dem Vorsteher des nahegelegenen Klosters. Der Vorsteher pflückte
die Beeren und kochte daraus einen Trank. Abends als die Mönche müde wurden,
übereichte er ihnen diesen Trank und die Mönche tranken davon. Von diesem Tage
an konnten sie auch nachts noch beten und Gottesdienst halten.“
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Besitz von Kaffeepflanzen und brachten sie erst nach Ceylon (heute Sri Lanka)
und später nach Indonesien. Die erste Ernte wurde Anfang des 18. Jahrhunderts
eingebracht. Von den Kolonialmächten wurde der Kaffeeanbau auf alle geeigneten
Gebiete der Erde ausgedehnt. Parallel dazu hielt der Siegeszug des Getränks in
Europa und Nordamerika an. Zwischen 1750 und 1850 entstanden große Plantagen in
Brasilien, wo der Kaffeeanbau aufblühte. Bis heute liegt dort die
Hauptproduktion. 1860 wurde die Kaffeesorte Robusta in Afrika entdeckt. Im 19.
Jh. bildete sich auf Kaffee spezialisierter Handel heraus, der durch die
Verbesserung der Transportbedingungen erleichtert wurde. Um 1850 war Kaffee zum
Volksgetränk geworden. Im 20. Jahrhundert wurde das Kaffee-Angebot immer weiter
ausgebaut.
Eines der ältesten Getränke der
Menschheit ist das Heißgetränk Tee. Den weltweit höchsten Verbrauch an Tee
haben Iren und Briten. In Deutschland heben die Ostfriesen den Schnitt: Mit
einem Konsum von 2,5 kg Tee pro Person und Jahr stehen sie hinter der
Weltspitze kaum zurück. Der durchschnittliche Bundesbürger begnügt sich dagegen
mit bescheidenen 250 Gramm pro Kopf und Jahr.
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verliehen ihm ein angenehmes Aroma. Als der Kaiser davon kostete, fühlte er
sich wunderbar erfrischt. Seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. gilt in China Tee als
Volksgetränk schlechthin.
Erst Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte der Tee auf holländischen Schiffen
nach Europa.
1.1.3.2 Inhaltstoffe und Zutaten
Unzählige Aromastoffe sorgen für
den speziellen Geschmack und ein unverwechselbares Aroma der einzelnen
Teesorten. Im Tee befinden sich verschiedenste Inhaltstoffe. Der Koffeingehalt beträgt
1,4 bis 4%. Die Wirkung des Koffeins wird allerdings durch die Gerbstoffe, die
auch noch im Tee enthalten sind, gedämpft. Diese Gerbstoffe gehen beim
Aufgießen des Tees mit heißem Wasser in das Getränk über und wirken zusätzlich beruhigend
auf den Magen-Darmtrakt.
Zusätzlich verfügt Tee noch über
sogenannte Spurenelemente und Kalium. Hier schließt der Tee eine echte
Versorgungslücke. Fluor, der für die Festigkeit von Knochen und Zähnen
unverzichtbar ist, findet sich auch im Tee. Schon etwa fünf bis sechs Tassen
Tee am Tag leisten einen beachtlichen Beitrag zu einer optimalen Versorgung mit
Fluor. Außerdem sind Kalium und Mangan enthalten.
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