Stefan Bonner,
Anne Weiss
Generation Doof- Wie blöd sind wir eigentlich?
Buch
- Titel: Generation Doof - Wie blöd sind wir eigentlich?
- Autoren: Stefan Bonner, Anne Weiss
- Verlag: Bastei Lübbe Taschenbücher in der Verlagsgruppe
Lübbe GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach
- Band 60596
- Ort: Bergisch Gladbach
- Auflage: 1. bis 5. Auflage März 2008
- ISBN- Nummer: 978-3-404-60596-5
- Gattung: (Laut Verlag selbst:) Sachbuch
- Preis: 8,95€
- Klappentext: „Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische
Disziplin.
Latoya kennt drei
skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol.
Und Tamara-Michelle hält
den Bundestag für einen Feiertag.“
·
Auf der Seite der
Erscheinungshinweise findet sich außerdem folgender Text: „ Das vorliegende Buch beruht auf Tatsachen. Zum
Schutz der Persönlichkeitsrechte wurden Namen und Details verändert.“
·
Text im Inlet: „Über die Autoren:
Mit
Hirn, Charm und Spielkonsole: Anne Weiss und Stefan Bonner zählen zu einer
Generation, die sich selbst nicht ernst nimmt, von anderen aber immer kritisch
beäugt wurde. Stefan Bonner ist Journalist und Fernsehgucker. Er hat für die
Wirtschaftsmagazine impulse und BIZZ geschrieben. Anne Weiss ist
Kulturwissenschaftlerin. Sie hat sich lange beruflich mit Jugendkulturen und
privat mit Joghurtkulturen beschäftigt.
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Autoren
Anne
Weiss:
Anfang
30, Kulturwissenschaftlerin, hat sich beruflich mit Jugendkulturen beschäftigt.
Heute arbeitet sie in einem großen deutschen Publikumsverlag.
Stefan
Bonner:
Anfang
30, Journalist, hat für die Wirtschaftsmagazine impulse und BIZZ
geschrieben. Heute arbeitet er, wie Anne Weiss in einem großen deutschen
Publikumsverlag.
Beide
zählen sich zur ‚Generation Doof ’ dazu. Und waren auch bereits Gäste bei
Kerner auf ZDF.
Wer, oder was, ist die
„Generation Doof“?
Bonner
und Weiss definieren die „Generation Doof“ als die Menschen, die gerade
zwischen 15 und etwa 40 Jahren alt sind. Prägend für die „Generation Doof“ ist
in ihren Augen die Tatsache, „dass sie ihre Dummheit lustig und toll findet.[..]
Dazu gehören die Jugendlichen, die Dieter Bohlen als Vorbild haben, aber auch
Eltern, die ihre Kinder vor dem Fernseher parken“. (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,536379,00.html
Interview mit Sebastian Wieschowski)
Die
Generation Doof ist eine Generation, die in Sicherheit, vermittelt durch ihre
Eltern, aufgewachsen ist. Es wurde sich wenig um sie gekümmert, waren sie doch
eh alle hoch begabt, die Schule wurde nicht ernst genommen, an Allgemeinwissen
gespart, Freizeit vorgezogen und Benimmregeln sind ebenfalls ein Fremdwort für
die meisten. Kurz: Auf das wahre Leben sind ist die Generation nicht
vorbereitet.
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Meist
sind die Vorstellungen der Zukunft von vornherein unrealistisch, handelt es
sich doch meist um Visionen wie: „Superstar“ oder „erfolgreicher Chef mit dickem
Gehalt, vielen Autos, großem Haus, Frau und Kindern“. Und das bitte ohne Anstrengung!
Ich
bin in „Generation Doof – Wie blöd sind wir eigentlich“ auf vier
Beispielkandidaten getroffen, die ich hier einmal kurz erwähnen möchte, um zu
zeigen, wie recht Anne Weiss und Stefan Bonner haben mit ihrem weitgegriffenen
Begriff „Generation Doof“.
Die älteren Kandidaten:
1.
Der obdachlose Henrico Frank, dem
Herr Beck etwas Körperpflege empfahl, und ihm so einen Arbeitsplatz in drei
Wochen prophezeite. (Zitat „Wenn Sie sich waschen und rasieren, haben Sie in
drei Wochen einen Job.“)
2.
Frauke Ludowig: „Das trenne ich
konsequent: Beruf und Job.“ (s. Seite 110)
Die
jüngeren Kandidaten:
1.
Die im Buch erwähnten
Kandidatinnen für die Miss-Ostdeutschland-Wahl im Jahre 2005, die auf der
Landkarte die neuen Bundesländer kennzeichnen sollten und kläglich scheiterten.
(s. Seite 9)
2.
Frank Goose, Autor des Romans
„Liegen Lernen“, der die Situation jedoch kritisch von außen betrachtet: „Ich
konnte mir ein Leben ohne Fernsehen schon gar nicht mehr vorstellen, und vor
allem konnte ich mich an ein Leben ohne Fernseher gar nicht mehr erinnern. Der
Fernseher war immer da gewesen.“
Überlebenstipps der Autoren für die Generation Doof
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- Man sollte wissen, wie man
sein Nichtwissen verbergen kann.
- Man sollte wissen, wo man
sein Halbwissen schnell aufbessern kann.
- Man sollte an seiner
Kritik- und Lernfähigkeit arbeiten.
- Man sollte „eine gute
Realitätseinschätzung haben und wissen, dass man gewisse Dinge einfach
nicht kann.“
Wer
all dies beherrscht, gehört schon zur besseren Hälfte der „Generation Doof“.
Und bringt es vielleicht ähnlich wie die Autoren zu einem Lektorenjob in einem
Verlagshaus.
Inhalt
Die Gliederung des Buches
sieht folgendermaßen aus:
·
Einleitung: Der
Siegeszug der Dummheit
·
Kapitel: Alles
Freizeit, oder was? Ein Streifzug durch einen normalen Tag der Generation Doof
·
Kapitel: Bildung
– Dahinter steckt nicht immer ein kluger Kopf
·
Kapitel: Beruf –
Leistung ohne Leidenschaft
·
Kapitel:
Unterhaltung, die man auch mit dem Zweiten besser nicht sehen sollte
·
Kapitel: Liebe –
Für die einen ist Sex, für die anderen ist es das längste Kuscheln der Welt
·
Kapitel:
Erziehung – So leicht, dass sie sogar in Milch schwimmt
·
Nachwort: Wie
blöd sind wir denn nun wirklich?
·
Literatur- und
Zitatverzeichnis
·
Danksagung
Besonderheiten:
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Die Zitate stammen
- aus Musiktiteln („Ja nee, sicherlich klar, Alles Roger,
alles wunderbar. Ja nee, nix ist klar, Wer ist Roger? Wer verdammt noch
mal?“ Sportfreunde Stiller: Alles Roger! s. Seite 143),
- von Politikern („Wenn man Frau von der Leyen hört,
gewinnt man den Eindruck, dass der Bundesadler demnächst von einem Storch
ersetzt werden soll.“ Guido Westerwelle s. Seite 275)
- von Parteien („Arbeit ist Scheiße.“ Wahlkampfspruch der
Anarchistischen Pogo -Partei Deutschlands s. Seite 101)
- von Komikern („Bei der Karriere und beim Sex zählt für
mich nur eins: Oben sein, ist einfach geil!“s. Seite 144)
- von bekannten Persönlichkeiten wie:
- Sokrates: „Wisse, dass du nichts weißt. Erkenne die
Dummheit in dir.“ (s. Seite 186)
- Günther Jauch: „Ich habe in meiner Jugend auch viel
Horrorfilme gesehen, aber trotzdem ist die Zahl der Personen, denen ich
mit einer Axt den Schädel gespalten habe, überschaubar.“ (s.Seite 207)
- Christoph Kolumbus: „Zuverlässige Informationen sind
unbedingt nötig für das Gelingen eines Unternehmens.“ (s. Seite 173)
- Herbert Marshall McLuhan: „Das Fernsehen hat die Welt
zu einem elektronischen Dorf gemacht.“ (s. Seite 197)
- von Nutzern von Internetplattformen („Wenn es heißt
<dumm fickt gut>, dann werden wir wohl in ein paar Jahren eine Welt
voller Pornodarsteller haben.“ s. Seite 126)
- von einer stolzen Mutter („Das konnten mein Kinder schon
immer sehr gut: Werbesprüche zitieren.“ S. Seite 311)
- und sogar ‚ von einer Spielekonsole („ It’s not a game!“
Sony Playstation s. Seite 194)
An wen wendet sich das Buch?
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