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Gender in der Bildung für nachhaltige Entwicklung .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Enviromental Sciences
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009
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Gender in der Bildung

für Nachhaltige Entwicklung

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung. 3

2 Historisches Vorfeld. 4

2.1 Rio de Janeiro, 1992, Erdgipfel 4

2.2 Peking, 1995, Weltfrauenkonferenz. 4

3 UN – Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. 5

4 Nachhaltigkeit – Verteilungsgerechtigkeit - Geschlechtergerechtigkeit 6

5 Genderanalyse Instrumente. 7

6 Diskussionsthemen für die Präsentation. 7

7 Schluss. 8

1      Einleitung

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist ein fest integrierter Bestandteil unserer Gesellschaft. Ob in Politik, Wirtschaft, Alltag – das Umweltverhalten und die Ressourcenpolitik auf unserem vernetzten Globus machen nachhaltiges Denken und Handeln zu einer unvermeidbaren Voraussetzung in vielen Sparten des täglichen Lebens.

„Gender in der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist eine Studie die vom österreichischen Lebensmittelministerium vor der Kulisse einer aufkommenden Politik des Gender Mainstreaming in Auftrag gegeben wurde. Die Studie ist von 2005 und wurde von den diplomierten Ingenieurinnen Beate Knoll und Elke Szalai verfasst.

„Mit diesem fundierten Abriss soll der Diskurs zur Umsetzung und Etablierung des Gender Mainstreamings in Österreich intensiviert und die Schnittstellen zu Nachhaltiger Bildung und Entwicklung geschärft werden.“

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Ziel der Studie ist darum die Herstellung einer Verbindung von Gender Mainstreaming und Nachhaltiger Bildung – im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit wie auch der Nachhaltigkeit.

2      Historisches Vorfeld

Die 70er Jahre brachten dem 20. Jahrhundert die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit neuen Ideen zu kommen und mit Alten zu brechen. Die konservativen 50er und die freiheitsbetonenden 60er wurden von einer Zeit abgelöst in welcher bisher unpopuläre Themen wie Frauenfragen (kein Gender Mainstreaming) in öffentlichen Diskussionen zur Sprache kamen.

Zudem wurden Umweltprobleme spürbar und führten in den 80ern zu einem neuen Umweltbewusstsein.

Die 1990er leiteten die Zeit der UN-Konferenzen ein. Die Welt bewegend (oder auch rüttelnd) wurden Umweltziele festgelegt und auch Genderthemen angesprochen.

Wichtige Konferenzen waren die in Rio de Janeiro und Peking.

2.1                 Rio de Janeiro, 1992, Erdgipfel

Ergebnisse waren:

l  Erkenntnis, dass Ressourcen nicht nur geographisch sonder auch geschlechtlich ungleich verteilt sind.

l  Die Gleichverteilung von Bildungsmöglichkeiten wurde explizit als wichtig erkannt und verlangt. Neugestaltung und Einführung von Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien wurden gefordert. (Der Zugang zu Bildungsinstitutionen war und ist vielen Frauen aus kulturellen uns finanziellen Gründen nicht möglich)

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Diese Aussage spricht zugleich das Hauptproblem an mit dem sich die Arbeit von Knoll und Szalai beschäftigt.

2.2                 Peking, 1995, Weltfrauenkonferenz

Ergebnisse waren:

l  Kapitel K, dass sich mit Nachhaltigkeit beschäftigte. Hier wurde bewusst gemacht, dass eine nachhaltige Entwicklung ohne die Beteiligung und das Engagement von Frauen nicht möglich ist.

l  Auf die Weltfrauenkonferenz in Peking ist der Durchbruch einer neuen Strategie in der Bekämpfung von Geschlechterungerechtigkeiten zurückzuführen: Gender Mainstreaming

Eine bemerkenswerte Entwicklung in Richtung Aufklärung, Eintreten von Gleichverteilung und Gleichberechtigung ist auch auf Grund der UN Konferenzen seit den 1990ern zu verzeichnen. Mit der Einführung von Gender Mainstreaming hat sich ein Ruck von Geschlechterbewusstsein und Rollenbildvorstellungen in eine gleichberechtigtere Richtung getan.

Es muss aber auch gesagt werden, dass eine starke Präsenz von Geschlechterfragen in der Politik noch immer nicht erreicht wurde. Auch die Popularität der Weltfrauenkonferenzen konnte sich auf politischer Ebene nicht behaupten. Eine zweite Konferenz die für 2005 geplant war fand nicht statt.

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Aktuell werden global betrachtet große Teile der weiblichen Bevölkerung von Bildungsinstitutionen ausgegrenzt. Dies kann kulturelle, finanzielle oder sonstige Gründe haben. Zumeist erfüllen solche Frauen typische, „gewohnte“ weibliche Rollenbilder die sich mit dem Bildungsgedanken nicht decken und erst gebrochen werden müssten was in vielen Fällen dem Bruch mit dogmatisierten Routinen und Gewohnheiten gleichkommt.

Die Erfüllung der UN-Ziele erfordert daher einen Paradigmenwechsel in Bildungs-, Nachhaltigkeits-, und Genderwissenschaften.

Des Weiteren ist eine gendersensitive Nachhaltige Entwicklung als Leitbild unserer Gesellschaft das langfristigere Ziel der UN-Dekade.

2005 wurde von den Vereinten Nationen ein Projekt zur Sicherung Nachhaltiger Entwicklung gestartet, die UN – Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die dem Namen entsprechend bis 2014 läuft. Die grundlegende Aufgabe des Projekts ist es eine nachhaltige Entwicklung auf allen Bildungsebenen zu etablieren.

Das heißt, dass auch die Bedeutung geschlechtergerechter Bildung, Bildungsmöglichkeiten und insbesondere Bildung für nachhaltige Entwicklung hervorgehoben wird.

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l  Strategieebene: Strategien und Positionspapieren

l  AkteurInnenebene: Handelnde Personen

l  Organisationsebene: Schulen, NGOs, Verwaltung

l  Inhaltsebene: Gender in den Inhalten der UmweltforschungDie Problematik hierbei liegt in den kaum zu erneuernden Rollenbildern die, global betrachtet, einen großen Anteil der weiblichen Bevölkerung vom Zugang zu Bildungsinstitutionen .ausgrenzt.

Um die Bedeutung von Bildung für Gender und Nachhaltigkeit bewusster zu machen fordert die UNO die Initiierung eines Paradigmenwechsels mit dem Ziel Nachhaltige Entwicklung zu einem Leitbild der modernen Gesellschaft zu machen.

4      Nachhaltigkeit – Verteilungsgerechtigkeit - Geschlechtergerechtigkeit

Die Ungleichverteilung von Ressourcen war und ist ein immanentes geopolitisches Problem. Einige Beispiele für ungerecht verteilte Ressourcen und Möglichkeiten stehen in Abbildung 1.

Versorgungs- und Erwerbsarbeit

Einkommen und Vermögen

Verfügbarkeit und Gestaltung von Ressourcen, Geld, Entscheidungsmacht, Einfluss, Besitz

Pflichten und Verantwortungen

Bildungs- und Karrierechancen

Politische, wirtschaftliche und technische Entscheidungsprozesse

Abbildung 1, ungleich verteilte Ressourcen

Zwischen Arm und Reich, Nord und Süd herrschen Ressourcenbedingte Divergenzen, die quasi eins zu eins auch auf die Verteilung zwischen Männern und Frauen übertragen werden können. Da Nachhaltigkeit per Definition (und ganz klar aus ihrer Bedeutung heraus) auch Gerechtigkeit beinhaltet stehen solche Ungleichverteilungen in krassem Gegensatz zur in der UN-Dekade geplanten Entwicklungen.

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