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Geländemethoden Bereich Salzstiegl .doc

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Natural Science
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Geology
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Bericht Geländemethoden 13-17.7.2009

Überblick:

Das Arbeitsgebiet liegt ca. 35km Luftlinie westlich von Graz und befindet sich im Bereich Salzstiegl.

Unser Detailgebiet erstreckt sich östlich vom Alten Almhaus bis zur Zapfelhütte, verläuft nördlich des Forstwegs entlang, und südlich der Straße zum Alten Almhaus.

Ca. drei Viertel des Gebietes sind Weideflächen und das untenliegende Viertel ist von dichterem Wald bedeckt. Ein Bach mit fast durchgehend guten Aufschlüssen durchzieht unseren Bereich in NNW Richtung.

In den waldarmen Bereichen finden sich vereinzelt Aufschlüsse, in den bewaldeten Teilen eher weniger und die Straßen sind meist sehr gut aufgeschlossen.

Aufgabenstellung dieser Geländemethoden war es, die verschiedenen Lithologien zu erkennen und daraufhin eine geologische Karte zu erstellen.

Regionalgeologischer Überblick:

Die Region liegt in der Stubalpe an der Grenze vom Muralpenkristallin zum Koralpenkristallin. Der Internbau des Grundgebirges im Bereich der Stub- und Koralpe wird in drei Einheiten unterschieden: Das Muralpenkristallin, das Koralpenkristallin und ein Glimmerschieferstockwerk.

 

 

Gebirgsaufbau:

 

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Profillinie:

Vom hangenden ins liegende:

dolomitischer Marmor:

Die Farbe der Schicht schwankt in verschiedenen Grautönen und die Korngrößen von ca. 2-4mm. Die Messwerte betrugen 154/50sf. 150/60 und 140/67.

Quarzit:

Der Aufgeschlossene Quarzit hat eine hellgelb bis hellbräunliche Farbe und ist recht feinkörnig. Messwerte: 158/50 und 155/50

Granatglimmerschiefer mit Pegmatitlinse:

Die Granate im Glimmerschiefer sind recht klein ausgebildet und die Schieferung ist sehr stark ausgeprägt. Messwert: 174/45

kalzitischer Marmor:

Dieser Marmor ist deutlich grobkörniger als die dolomitische Marmorschicht und besteht aus ca. 3-5mm großen Körnern. Die Farbe ist hauptsächlich weiß und ist von grauen Bändern durchzogen. Teils ist das Gestein sehr stark geschiefert. Messwerte: 145/30

Quarzitische Gneise wechselnd mit Granatglimmerschiefer:

Die Granate weisen im Durchschnitt eine Größe von 3mm auf. Das Gestein ist dunkelgrau. In Gneisbereichen ist das Gestein recht kompakt und massig und in Granatglimmerschiefer Bereichen stark geschiefert. Messwert: 210/15

Tektonik und Lagerungsverhältnisse:

Die unterschiedlichen Bänder verlaufen recht regelmäßig zueinander und einzelne Bänder keilen nach wenigen 100m aus. Die Aufschlüsse im NO des Gebiets treten im SW meist wieder auf. Dadurch können gute Rückschlüsse auf die Lagerungsverhältnisse gezogen werden.

 

 

 

 

 

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Die Streckungslineation verläuft in allen Gesteinslagen nach SW. Dies ist an besonders guten Aufschlüssen im Bachbett anhand von Deltaklasten zu erkennen. Es herrschte ein sinistraler Schersinn vor.

Anhand dieses Bildes kann man den sinistralen Schersinn sehr gut erkennen.

( Aufschluss Bachbett )

In diesem Bild ist ein besonders gut ausgeprägter Deltaklast zu erkennen. Die rotierenden Druckschatten lassen gute Rückschlüsse zu.

( Aufschluss Bachbett )

Interpretation

Die Ausgangsgesteine sind Karbonate, die zu Marmor umgeprägt wurden. Die Gneise stammen vermutlich aus ursprünglichen Magmatiten, die eine Metamorphose durchlaufen haben.

Zusammenfassung:

Die am weitesten verbreitete Gesteinsart in unserem Gebiet ist Gneis, der von einer mächtigen Marmorbank und einer dünneren Quarzitlage durchzogen wird.


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