Bericht Geländemethoden 13-17.7.2009
Überblick:
Das Arbeitsgebiet liegt ca.
35km Luftlinie westlich von Graz und befindet sich im Bereich Salzstiegl.
Unser Detailgebiet erstreckt
sich östlich vom Alten Almhaus bis zur Zapfelhütte, verläuft nördlich des
Forstwegs entlang, und südlich der Straße zum Alten Almhaus.
Ca. drei Viertel des Gebietes
sind Weideflächen und das untenliegende Viertel ist von dichterem Wald bedeckt.
Ein Bach mit fast durchgehend guten Aufschlüssen durchzieht unseren Bereich in
NNW Richtung.
In den waldarmen Bereichen
finden sich vereinzelt Aufschlüsse, in den bewaldeten Teilen eher weniger und
die Straßen sind meist sehr gut aufgeschlossen.
Aufgabenstellung dieser
Geländemethoden war es, die verschiedenen Lithologien zu erkennen und daraufhin
eine geologische Karte zu erstellen.
Regionalgeologischer
Überblick:
Die Region liegt in der
Stubalpe an der Grenze vom Muralpenkristallin zum Koralpenkristallin. Der
Internbau des Grundgebirges im Bereich der Stub- und Koralpe wird in drei
Einheiten unterschieden: Das Muralpenkristallin, das Koralpenkristallin und ein
Glimmerschieferstockwerk.
Gebirgsaufbau:
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Profillinie:
Vom hangenden ins liegende:
dolomitischer Marmor:
Die Farbe der
Schicht schwankt in verschiedenen Grautönen und die Korngrößen von ca.
2-4mm. Die Messwerte betrugen 154/50sf. 150/60 und 140/67.
Quarzit:
Der Aufgeschlossene
Quarzit hat eine hellgelb bis hellbräunliche Farbe und ist recht feinkörnig.
Messwerte: 158/50 und 155/50
Granatglimmerschiefer mit
Pegmatitlinse:
Die Granate im
Glimmerschiefer sind recht klein ausgebildet und die Schieferung ist sehr
stark ausgeprägt. Messwert: 174/45
kalzitischer Marmor:
Dieser Marmor ist
deutlich grobkörniger als die dolomitische Marmorschicht und besteht aus
ca. 3-5mm großen Körnern. Die Farbe ist hauptsächlich weiß und ist von grauen
Bändern durchzogen. Teils ist das Gestein sehr stark geschiefert.
Messwerte: 145/30
Quarzitische Gneise wechselnd
mit Granatglimmerschiefer:
Die Granate weisen
im Durchschnitt eine Größe von 3mm auf. Das Gestein ist dunkelgrau. In
Gneisbereichen ist das Gestein recht kompakt und massig und in Granatglimmerschiefer
Bereichen stark geschiefert. Messwert: 210/15
Tektonik und
Lagerungsverhältnisse:
Die unterschiedlichen Bänder
verlaufen recht regelmäßig zueinander und einzelne Bänder keilen nach wenigen
100m aus. Die Aufschlüsse im NO des Gebiets treten im SW meist wieder auf.
Dadurch können gute Rückschlüsse auf die Lagerungsverhältnisse gezogen werden.
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Die Streckungslineation
verläuft in allen Gesteinslagen nach SW. Dies ist an besonders guten
Aufschlüssen im Bachbett anhand von Deltaklasten zu erkennen. Es herrschte ein
sinistraler Schersinn vor.

Anhand dieses Bildes kann man
den sinistralen Schersinn sehr gut erkennen.
( Aufschluss Bachbett )
In diesem Bild ist ein besonders gut ausgeprägter
Deltaklast zu erkennen. Die rotierenden Druckschatten lassen gute Rückschlüsse
zu.
( Aufschluss Bachbett )
Interpretation
Die Ausgangsgesteine sind
Karbonate, die zu Marmor umgeprägt wurden. Die Gneise stammen vermutlich aus ursprünglichen
Magmatiten, die eine Metamorphose durchlaufen haben.
Zusammenfassung:
Die am weitesten verbreitete
Gesteinsart in unserem Gebiet ist Gneis, der von einer mächtigen Marmorbank und
einer dünneren Quarzitlage durchzogen wird.
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