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Friauls Küstengebiete .doc

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Faculty
Environmental Science
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Geo Sciences
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Excursion report
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2007
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Friauls Küstengebiete

 

Als Friaulischer Küstenabschnitt wird jener Lagunenstreifen bezeichnet der sich zwischen den Mündungen des Tagliament und Isonzo befindet.

Die Entwicklung des massenhaften Badetourismus an der nördlichen Adria begann in der Nachkriegszeit, ca. im Jahr 1954. Zu dieser Zeit begann die starke Mobilisierung der Bevölkerung durch private Autos, und vor allem die Strände an der Küste Friauls waren schnell und einfach zu erreichen.

Neben der geographischen Nähe waren aber auch die beständigen Witterungslagen sowie die sichere politische Situation ausschlaggebend, welche damals im kommunistischen Jugoslawien nicht gegeben war. So konnte sich der Tourismus in Istrien erst Mitte der 70er Jahre langsam entwickeln und erreichte bis heute nicht das Potential wie in an den italienischen Küstenabschnitten wie man auf Abbildung 51 sehen kann.

In jener Zeit als der Flugtourismus noch nicht jedermanns Sache war, und es noch keine Billigfluganbieter gab konnten sich also jene Orte wie Lignano, Grado, Bibione oder Jesolo und Caorle besonders stark dem Massentourismus zuwenden. Ein weiterer wichtiger Faktor war aber auch die Urlaubsmentalität der Besucher, insbesonders der breiten sozialen Schicht aus Österreich und Deutschland.

Die nordadriatischen Badeorte bekamen damals die prägenden Bezeichnungen wie „Wienergrill“ oder „Teutonegrill“.

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Die Hauptsaison ersteckt sich maximal auf 5 Monate zwischen Mai und September, in denen die Jahreseinkünfte erwirtschaftet werden müssen. Es kommt in den Monaten der Hauptreisezeit zu wahren Menschenwanderungen, die saisonalen Arbeitskräfte kommen aus der ganzen Region, sowie aus Österreich und der Schweiz.

Anzumerken ist auch das keines der Hotels hier mit einer Heizung ausgestattet ist, da ja in den Wintermonaten niemand die Hotels bewohnt. Dies war ein großes Problem im Winter 1976 als man ein provisorisches Erdbebenopferlager in den Hotels hier einrichtete.

Denn es kommt hier durchaus im Winter immer wieder zu Nachtfrösten, daher gibt es auch keine typischen Palmen-Promenaden wie man sie sonst von italienischen Badeorten gewohnt ist.

Es lassen sich 3 typische Arten von Badeorten unterscheiden:

Erstens, das Seebad in der nähe von Großstädten, wie z.b. der Lido von Venedig, dann zweitens jene Badeorte die sich aus alten Fischerdörfern entwickelt haben wie z.b. Caorle und Grado, und als drittes gibt es noch völlige Neugründungen von Badeorten zu denen z.b. Jesolo, Bibione und auch Lignano gehören, diese Orte waren ursprünglich landwirtschaftlich ausgerichtete Siedlungen des Hinterlandes, die erst kurz vor Kriegsbeginn um die 30er Jahre erste touristische Nutzungen erfuhren.

 

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Dieser Trend wurde zwar dann Anfang der 90er Jahre durch die Kriegsgeschehnisse in Yugoslawien und die neuen Urlaubsgäste aus Ostdeutschland wieder abgefangen, doch setzt sich seidem nun verstärkt fort. Besonders seit 2001 sanken die Nächtigungszahlen enorm. Die Badeorte an der nördlichen Adria mit ihren Hotels, die oft in den 50er und 60er Jahren errichtet wurden entsprechen heute nicht mehr den Vorstellungen der Urlauber.

Investitionen wurden von Seiten der Betreiber bisher versäumt, die Preise steigen – auch bedingt durch den Euro – immer weiter an während die wirtschaftlich geplagte breite soziale Masse immer weniger Einkünfte hat. Der Trend geht hin zum Kurzurlaub, durchschnittlich bleiben die Leute nur mehr 5,5 Tage am Urlaubsort.

Selbst den Italienern sind die traditionellen Urlaubsorte hier schon zu teuer und sie buchen lieber All-inklusive Pakete in Kroatien, Spanien oder der Türkei. Im Vergleich zu Italien hat sich Kroatien den charme der ‚fehlenden Modernisierung‛ erarbeitet, der zur Bewahrung des ursprünglichen Charakters der Ortschaften beiträgt. Gerade diese Urlaubsdestinationen liegen nun viel stärker im Trend.

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Die Betreiber versuchen nun eine Neuausrichtung ihrer Häuser zu erreichen, weg vom Massentourismus, hin zu mehr Qualität und Service, man bemüht sich auch schon um Wellnes und Aktiv-Gäste, während gleichzeitig noch die Familienurlauber hierher reisen, meist jedoch nur mehr für wenige Tage.

Einen weiteren Beitrag zum Rückgang des Tourismus betreiben wohl auch die Behörden, welche Touristen mit immer höheren Strafen belegen – eine Zigarette in der Bar kann mit bis zu 2000 Euro Bußgeld bestraft werden, der Kauf von gefälschten Markenartikeln am Strand 10.000 Euro kosten, und die Carabineri sind auch bei den Autofahrern nicht zimperlich mit saftigen Strafen.

Quellen: Diplomarbeit: Landeskundlicher Überblick des friulanischen Alpenvorlandes, Christiana Gruber 2002

Der Hafen von Porto Nogaro

 

Neben den touristischen Badeorten bilden auch noch einige Hafenanlagen das wirtschaftliche Standbein der Küstenregion Friauls. Am bekanntesten ist der große Hafen in Triest, der international ausgerichtet ist und oft auch als Hafen von Österreich und Bayern bezeichnet wird, daneben gibt es noch den Hafen von Monfalcone welcher in den letzen Jahren eher etwas an Bedeutung verlor, sowie der in der Provinz Udine gelegene Hafen Porto Nogaro.

 

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Zugang zu diesem Hafen hat man von der Adria durch einen ungefähr 3 Meilen langen Kanal durch die Lagune und durch den gleich langen schiffbaren Flusskanal des Corno; die Gesamtentfernung zwischen dem Zugang zum Meer und dem Kai Margreth beträgt ungefähr 6 Meilen.

Dieser Kanalhafen bedient hauptsächlich regionale Interessen im Industriegebiet Aussa-Corno.

Geschichtlich gesehen sind die Flüsse Aussa und Corno schon seit dem 16 Jahrhundert schiffbar, Porto Nogaro ist auch der direkteste und näheste Zugang zum Meer aus dem Karn und Kärnten. Dieser Flußhafen handelte schon um die Jahrhundertwende 11 tausend Tonnen pro Jahr und war damals sehr wichtig für Italien, da es der östlichste Hafen des Landes bis zum Ende des 1 Weltkrieges war. 1947 wurde der Hafen zum ersten mal befestigt und mit einer Kaimauer versehen.

Die heutige Hafenanlage wurde 1973 eröffent, mitten in die Öl-Weltwirtschaftskrise der 70er Jahre hinein und stand Jahrelang unter keinem guten Stern. Die geplante Touristen Urbanisation in der Nähe wurde damals überhaupt aufgegeben. Auf der Abbildung 50 könnt ihr auch eine Karte der Marano Laguna sehen, mit den Fahrtrinnen des Flusshafens die hier in den 60er Jahren zwischen Laguneneingang am Porto Buso und dem Fiume Corno ausgebaggert wurden.

Die Fahrtrinne ist heute ca 7,5m tief und kann somit Schiffe mit einer Tonnage von bis zu 9000 Tonnen aufnehmen.

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Der Hafen bemüht sich neben den regionalen Unternehmungen auch immer mehr um österreichische Güter, von denen in den letzten Jahren schon 80.000 Tonnen verschifft wurden.

Porto Nogaro stellt den idealen Hafen für den Handelsverkehr folgender Waren dar: Metall- und Stahlprodukte, Holz, Schüttgüter, Transport von Fahrzeugen, Sonderteile und -Anlagen auch außerordentlicher Größe.

Quellen:

http://www.sifvg.it/deutsch/PortoNogaro.html

Diplomarbeit: Landeskundlicher Überblick des friulanischen Alpenvorlandes, Christiana Gruber 2002


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