Deutsch
Franz
Kafka – Er ging und sein Erfolg kam
Franz Kafka,
er vom „No-name“ seiner Zeit zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen
Literaten des 20. Jahrhunderts?
„Franz Kafka
wird in den Jahren, die nun seinem Tod folgen, wachsen.“
Meinung von
einem der bedeutendsten Literaturkritiker der Weimaer Republik, Kurt Tucholsky,
über den am 3.7.1883, in der heutigen tschechischen Hauptstadt Prag, geborenen
Franz Kafka. Kein Mann großer Reisen, sonder lieber verbrachte er sein Leben in
seinem Elternhaus. Jedoch unternahm Franz Kafka gelegentlich auch Auslandsreisen
und gewann Eindrücke in den Metropolen Europas, wie u.a. Berlin, Paris,
Mailand, Wien und Budapest. Sein Leben besonders geprägt durch die Erziehung
und Dominanz seines Vaters, welche zu häufigen Auseinandersetzungen zwischen
Vater und Sohn führten. Eine Folge war sein mangelndes Selbstvertrauen, die
Zerstörung seiner eigenen Persönlichkeit und die psychische Belastung durch die
ständigen verbalen Attacken seines Vaters durch wiederholende Erniedrigungen,
womit er ihn als Enttäuschung und Niete darstellte. Seine Gefühle werden dabei auch
in seinen Werken wiedergespielgelt und niedergeschrieben.
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1920, die
Geschichte „Ich bin zurückgekehrt..“, zeigt erneut Parallelen zu Franz Kafkas
Leben, den ein Junge mit gefühlter Fremdheit vor seinem eigenen Heim
verdeutlicht auch das Gefühl des Schriftstellers bei den Konflikten mit seinem
Vater.
Im Zentrum dieser Geschichte, wie erwähnt, steht ein Junge, welche nach
einer Reise in sein Elternhaus zurückkehrt. Jedoch kommt ihm sein Elternhaus
nicht mehr als sein eigenes Haus vor.
Er fühlt
sich fremd und unwohl, außerdem entwickelt er dabei eine Distanz zu seinem
Heim. Doch auch in die Liebe konnte sich der einsame Franz Kafka nicht
flüchten, denn auch das Schönste im Leben blieb ihm verwehrt. Er war nicht
verheiratet, jedoch war er dreimal verlobt und besaß vier weitere Liebesbeziehungen.
Ohne feste Bindung an eine Frau hatte Franz Kafka auch sexuellen Kontakt zu
Prostituierten. Kinder hatte er aber nicht. In seinem Jungen Leben freundete
er sich schon zeitig mit Max Brod an, einer der Literaten des 1905 gegründeten
Prager Kreis. Ein Zusammenschluss junger Literaten. In diesem Kreise lernte
Franz Kafka sehr viel über die Kunst der Literatur und begeisterte in den
folgenden Jahren und in den Jahren nach seinem Tod die Menschen und Leser.
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„Kafka hat
Bücher geschrieben, einige wenige, unerreichbare, niemals auszulesende Bücher.“,
so weiter Kurt Tucholsky in seiner Rezension über Franz Kafka.
3.6.1924,
Franz Kafka unterlag seiner Krankheit und stirbt an einer Kehlkopftuberkulose
im Alter von 40 Jahren. Er, der bedeutendste deutschsprachige Literat des 20.
Jahrhunderts, verlor den Kampf gegen seine tödliche Krankheit und seine
seelische Befindlichkeit. Erneut drückt sich Kurt Tucholsky mit erhobenem Haupt
gegenüber den Werken Franz Kafkas aus und bedankt sich in diesem Sinne für die
geleistete Arbeit des großen Künstlers der Literatur.
„Wir dürfen
lesen, staunen, danken.“, „Peter Panther“.
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