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Formale Organisationsstrukturen .doc

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Faculty
Economics
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Business Studies
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University, School
Humboldt-Universität zu Berlin
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2004 Krüger
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Die Beschreibung formaler Organisationsstrukturen

Die Anforderungen an Beschreibungen formaler Organisationsstrukturen sind:

- eine Erklärung, welche Eigenschaften für die Fragestellung relevant sind(Konzeptualisierung)

und wie sollen diese Eigenschaften erfaßt werden (Operationalisierung)

a)       Konzeptualisierung = die Auswahl relevanter Strukturdimensionen (Eigenschaften).

Strukturdimensionen sind unterschiedliche Arten von organisatorischen Regelungen,

die in ihrer Kombination die Organisationsstruktur bilden.

Wenn man Organisationsstrukturen von Unternehmen vergleichen will, muß zuerst eine Auswahl der als relevant angesehenen Aspekte erfolgen. Die ausgewählten Dimensionen bilden das Konzept der Organisationsstruktur.

Das Hauptproblem besteht darin, einerseits alle wichtigen Aspekte einzufangen, andererseits die Übersichtlichkeit nicht durch zu viele Dimensionen zu beeinträchtigen. D.h. bei der Auswahl der Dimensionen reduziert man die Komplexität und kann dabei auch Eigenschaften „wegreduzieren“, die doch relevant sein könnten.

Wenn man weitere Strukturdimensionen hinzunimmt, könnte es sein, daß die zwei verglichenen Organisationen, die unter Betrachtung von drei Dimensionen gleich erschienen, nun hinsichtlich der neuen Regelung unterschiedlich sind. Beispiel eines dreidimensionalen Möglichkeitsraumes zur Abbildung realer Organisationsstrukturen.

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Autoritätshierarchie

Textfeld: 	o

Vorgabe von Arbeitsverfahren
Möglichkeitsraum

Arbeitsteilung

b)       Operationalisierung = die Festlegung von Merkmalsausprägungen

Damit man Organisationsstrukturen vergleichen kann, braucht man die Merkmalsausprägungen. Daher muß man Maße entwickeln, durch die die einzelnen Dimensionen erst operational definiert werden. Durch die Festlegung von Merkmalsausprägungen wird in dem Möglichkeitsraum ein Raster gespannt.

Mit Hilfe dieses Rasters ist es möglich, die Positionen der einzelnen realen Fälle innerhalb dieses Raumes zu bestimmen. Zu diesem Zweck werden für die einzelnen Dimensionen Skalen gebildet- die Dimensionen werden operationalisiert.

Das Konzept der Organisationsstruktur in Anknüpfung an das Bürokratiemodell und die Organisationslehre. Man unterscheidet 5 Strukturdimensionen: - Spezialisierung (Arbeitsteilung )

-          Koordination (Abstimmung der Einzelziele)

-          Konfiguration (Leitungssystem)

-          Entscheidungsdelegation (Kompetenzverteilung)

-          Formalisierung (Form & Medien der Kommunikation)

Spezialisierung

Als Spezialisierung bezeichnen wir die Form der Arbeitsteilung, bei der Teilaufgaben unterschiedlicher Art entstehen. Man unterscheidet also verschiedene Arten und unterschiedlichen Umfang der Spezialisierung. Durch Spezialisierung soll eine Erhöhung

der Wirtschaftlichkeit der Aufgabenerfüllung erreicht werden.

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Bei der Stellenbildung muß also zunächst entschieden werden, welche Arten von Stellen gebildet werden und dann wieviele Stellen erforderlich sind.

Vorteile der Spezialisierung

- hoch spezialisierte Stellen erfordern eine kurze Einarbeitungszeit

- wegen der einfachen Tätigkeit pro Stelle, können billige Kräfte mit geringer Qualifikation

eingestellt werden

- weil wenige Tätigkeiten ausgeführt werden, ist es weniger anstrengend und die

Arbeitsleistung steigt

- durch ständige Wiederholung entwickeln Arbeiter eine hohe Geschicklichkeit, somit

steigt die Qualität der Ausführung (Lerneffekt)

- eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten möglich

Nachteile der Spezialisierung

- hohe Fluktuation (Kündigungen nach kurzer Zeit) weil die Arbeiter eine zu enge

Aufgabenstellung nicht mögen, und die damit entstehenden Personalanwerbungs-

und Einarbeitungskosten

- psychische Belastung und daraus resultierender hoher Krankenstand (Kosten!)

- wegen der unattraktiven Arbeit müssen oft doch höhere Löhne angeboten werden

- wegen Monotonie sinkt die Konzentration und somit die Qualität der Arbeit

- es entstehen zusätzliche Koordinierungskosten (Managementgehälter)

- für die Schaffung von vielen Stellen mit niedriger Qualifikation braucht man einige

hochqualifizierte Stellen (Lohnkosten)

 

Arten der Spezialisierung und der Prozeß der Abteilungsbildung

Es gibt die Spezialisierung auf Verrichtungen (Bsp. Zusammenfassung aller Lakierarbeiten)

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Dabei werden Stellen zu Abteilungen zusammengefaßt und von einer Instanz (Stelle mit Weisungs- und Entscheidungsbefugnis, Verantwortung) geleitet.

Welchen organisatorischen Zwecken dienen die Bildung von Abteilungen und die Einrichtung von Instanzen?

- die Delegation von Entscheidungs- und Weisungsbefugnissen an Instanzen, entlastet die

Geschäftsleitung

- die Zusammenfassung von Stellen zu Abteilungen vereinfacht die Abstimmung zwischen den

einzelnen Stellen. Dadurch entstehen geschlossene Verantwortungsbereiche, und die Abstimmung muß nicht zwischen den einzelnen Stellen erfolgen. Abstimmungsprobleme innerhalb einer Abteilung werden von Instanzen (Abteilungsleiter) gelöst, und Abstimmungsprobleme zwischen Stellen aus verschiedenen Abteilungen, durch die beiden Instanzen der jeweiligen Abteilungen.

Die Abteilungsbildung unter Zusammenfassung von Stellen führt dazu, daß zwischen der obersten Instanz (Unternehmensführung) und den Stellen, eine weitere hierarchische Ebene entsteht.

Man kann aber auch eine mehrstufige hierarchische Gliederung des Stellengefüges schaffen, indem man z.B. mehrere Abteilungen ( nun Gruppen genannt) wiederum zu einer größeren Abteilung zusammenfaßt. Wenn für Verantwortungsbereiche (Abteilungen) eigene Leitungsstellen (Instanzen) eingerichtet werden, kommt es zu einer Stellenhierarchie.

 

Arten der Abteilungsspezialisierung

a)       Abteilungsbildung nach Verrichtungen (= Funktionen)

Stellen können so zu Abteilungen zusammengefaßt werden, daß sie innerhalb

dieser Abteilung gleiche (oder ähnliche) Verrichtungen (Funktionen) ausüben, so z.B.

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„F&E“ zusammengefaßt, usw..

Unternehmungsleitung


F & E Produktion Absatz Verwaltung

b) Abteilungsbildung nach Objekten (= Produkten, Dienstleistungen)

Stellen werden so zusammengefaßt, daß sie mit denselben Objekten, d.h. Produkten oder Dienstleistungen beschäftigt sind. Innerhalb jeder der nach Produktgruppen gebildeten Abteilungen kann es dann Unterabteilungen geben, die nach Verrichtungen, Objekten oder anderen Kriterien gebildet sind.

Unternehmungsleitung


Suppen Speiseöle Milch Käse

Abteilungsbildung nach Produkten in einer Lebensmittel produzierenden Unternehmung

Unternehmungsleitung


Kfz-Versicherung Lebensvers. Krankenvers. Hausratversicherung

Abteilungsbildung nach Objekten in einer Versicherungsunternehmung

a)       Abteilungsbildung nach Kundengruppen oder Regionen

Letztlich kann eine Gruppierung nach Merkmalen von Kunden oder Kundengruppen erfolgen.

So kann z.B. eine Bank eine Abteilung für Geschäfts- und eine für Privatkunden bilden.

Bei Abteilungsbildung nach Regionen kann wie folgt eingeteilt werden:

Unternehmungsleitung


BRD Asien Nordamerika Südamerika

Die Abteilungsbildung auf der ersten Ebene nach der Unternehmensleitung (wie bisher betrachtet), prägt die gesamte Organisationsstruktur einer Unternehmung. Nach der Art der Abteilungsbildung auf dieser Ebene werden zwei Strukturtypen unterschieden :

- die funktionale Organisation (Bildung der Abteilungen der ersten Ebene nach


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