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Flow in der Motivationspsychologie .docx

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Social Science
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Educational Science / Pedagogy
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2004
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„Flow“, ein neueres Phänomen

 

innerhalb der Motivationspsychologie

 

Seminararbeit

August 2004

Inhaltsverzeichnis

Teil I

1.        Einleitung 3

2.        Motivationspsychologie 3

2.1. Annäherung an das Phänomen der Motivation 3

2.2. Lernmotivation 6

3.        Flow 8

3.1. Csikszentmihalyis „flow“-Begriff 8

3.2. Flow als Element der Motivation in der Schule 10

4.        Zusammenfassung 11

Teil II

5.        Literaturverzeichnis 12

Teil I

 

Einleitung

 

Ich kann mich nicht erinnern, wann mir der „flow“-Begriff erstmals untergekommen ist, auf alle Fälle konnte ich mit der Erklärung dessen, was man darunter versteht, recht viel anfangen, bekannt war mir dieser Zustand, der da beschrieben wurde. Ich wollte immer schon mehr darüber wissen, und so kam es mir sehr gelegen, als ich im Handapparat zur Lehrveranstaltung der Lern- und Motivationspsychologie das „flow“- Buch vorfand. Ich habe mir das Buch als Thema des kleinen Referates im Rahmen der Lehrveranstaltung gewählt und möchte nun in dieser Arbeit näher auf flow im Allgemeinen und im Speziellen als Mittel der Motivation eingehen.

Doch zuvor möchte ich mich generell mit dem Feld der Motivation beschäftigen und im Kapitel „Motivationspsychologie“ blitzlichtartig Bezeichnungen, Begriffe, Konstrukte, Beispiele, die mit Motivation zu tun haben, beleuchten. Durch diese Annäherung von verschiedenen Seiten her soll erreicht werden, dass dieses komplexe Gebiet der Motivation zugänglicher, fassbarer wird und die einzelnen Puzzlesteinchen letztlich ein, wenn auch angesichts des Umfangs dieses ganzen Forschungsbereiches nur angerissenes, Bild ergeben.

Anschließend möchte ich mir noch den spezifischen Teil der Lernmotivation ansehen.

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Motivationspsychologie

 

Annäherung an das Phänomen der Motivation

 

„Motivation: Sammelbezeichnung für alle jene Prozesse, durch die Psychisches angestoßen wird, zu einem mögl. Ziel führen kann und die als Bezeichnung die Verschiedenartigkeit der individ. Handlungen erklären soll.“[1]

Diese knappe, und doch gut verständliche Definition des psychologischen Begriffes der Motivation weist insbesondere auf zweierlei Dinge hin: dass es bei der Motivation immer darum geht, einen Prozess in Gang zu setzen und dass Menschen in ihrem Motiviertwerden unterschiedlich sind.

In jedem Menschen sind sog. Motive angelegt, latente Verhaltensbereitschaften oder Dispositionen. Werden diese angeregt, so können gewisse Ziele mit Ausdauer und Engagement verfolgt werden.[2] Daher wird von der Forschung auch angenommen, dass Motive eine genetische Basis besitzen, dass sie sich im Laufe der Evolution als gute Antriebskräfte erwiesen haben und so zum menschlichen aber auch tierlichen Erbgut geworden sind.[3] Dazu gehören z.

B. Motivsysteme wie Hunger, Durst, Sexualität. Doch können Motive auch aus den unterschiedlichen Lernerfahrungen von Individuen heraus entstehen, eine Verhaltensbereitschaft kann also auch angelernt sein. Im Gegensatz zu den oben genannten biogenen Motiven spricht man dann hier von soziogenen Motiven.[4] Manche Standpunkte der Motivationsforschung nehmen an, dass letztendlich auch diese soziogenen Motive biogener Natur wären, da die Ausbildung sozialer Motivsysteme wie Helfen oder Macht auch aus einem evolutionären Anpassungsdruck entstanden wäre.[5]

 

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Das heißt, dass ein und dieselbe Person zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ziele verfolgt, weil eben innere oder äußere Zustände sich geändert haben.[6] Wenn aber eine Person einem Motiv immer wieder die gleiche Bewertung gibt und als Reaktion ein immer wieder gleichartiges Verhalten aufweist, dann kann man von personseitigen Determinanten sprechen, dann wird daraus etwas Persönlichkeitszugehöriges.[7] Eine bestimmte Verhaltens- und Bewertungsdisposition ist dann in der jeweiligen Persönlichkeit in dieser oder anderer Weise ausgeprägt und ist wohl Bestandteil von dem, das man landläufig Charakter oder Art nennt.

Grundsätzlich sind Motive und die jeweilige Dominanz eines Motivs in ständiger Bewegung, eines dominiert und wird vom nächsten abgelöst. Innerhalb eines Tages werden zahlreiche Motive aktiviert; in der Früh die Sonne, die uns motiviert aufzustehen, der Hunger, der uns anregt zu frühstücken, die innere Freude über den schönen gestrigen Tag, die uns motiviert lieber ein Lied zu pfeifen als noch den Tisch abzuräumen, die Arbeit, die ruft und uns dazu bewegt, ins Auto zu steigen und loszufahren, der nervige Fahrer hinter uns, der uns beinahe dazu bringt, die gute Laune zu verlieren, das interessante Buch, das uns die Mittagspause verlängern lässt, weil wir so gern noch das spannende Kapitel fertig lesen wollen...

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Die eben im Beispiel angeführten Motivierungen werden von der Psychologie in zwei Gruppen eingeteilt, auch wenn die Trennung manchmal nicht ganz sauber durchgehalten werden kann. Die eine Gruppe ist die der extrinsischen, die andere die der intrinsischen Motivation. Extrinsische Motivation bedeutet, dass die Motivation in gewisser Weise „außen geleitet“ ist, ein Mensch tut etwas, weil es ihm z.B.

Prestige, Macht, Geld, Anerkennung einbringt. Intrinsische Motivation ist „innengeleitet“, da wird etwas um der Sache selbst Willen getan, weil man innerlich nach etwas Bestimmtem strebt und dieses auch dann mit ganzer Energie tut, wenn es keinen äußeren Lohn dafür gibt.[8]

Damit ein Motiv überhaupt wirksam werden kann, bedarf es der sog. Anreize. Das sind situative Anregungen, die Motive ansprechen und zur Motivation führen. Durch Anreize wird man motiviert, kommt in den Zustand des Motiviertseins, wo emotionale und kognitive Prozesse in Gang gesetzt werden, die das Verhalten steuern.

Inwieweit ein Anreiz wirksam werden kann, hängt zum Teil von der Bewertung ab, die man ihm gibt. Ein Mensch, der einen anderen beschimpft, kann sein Gegenüber eventuell dazu motivieren auch aggressiv zu handeln. Doch hängt es letztlich von der Bewertung des Gegenübers ab, ob die Situation als bedrohlich oder vielleicht doch als belustigend empfunden wird.

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Aber nicht nur die Bewertung spielt eine Rolle auch der momentane organismische Zustand hat Einfluss auf den Umgang mit Anreizen. Ist man hungrig, so wird man einem bereit-gestellten Essen kaum widerstehen können, ganz anders jedoch, wenn man schon satt ist oder vielleicht schon zu viel gegessen hat, dann kann der gleiche Anreiz eine gegenteilige Reaktion hervorrufen als bei Hunger, nämlich Ekel![9] Doch nicht nur die Bewertung und der organismische Zustand scheinen meiner Meinung nach wichtig zu sein beim Umgang mit Anreizen, auch die innere psychische Verfassung spielt da bestimmt eine Rolle.

Die Motivationsforschung hat versucht, die verschiedenen Motive in Klassen einzuteilen, was nicht so einfach ist, da Motive so etwas wie ein hypothetisches Konstrukt sind, um Verhaltensweisen zu erklären. Sie sind also „nichts zum Angreifen“ und doch sind Klassifikationsversuche nötig um Motive eben greifbarer zu machen.

Je nachdem, nach welchen Kriterien man klassifiziert, wird man zu verschiedenen Einteilungen finden. So können Motivsysteme eingeteilt werden in Hunger, Durst, Sexualität, Neugier, Angst, Aggression, Machtmotivation, Leistungsmotivation, wenn das Kriterium der Kategorisierung das grundlegende Problem des Überlebens und Fortpflanzens ist.


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