Klausurthemen Modul 1.2: Kulturgeographie I: Siedlungsgeographi­e/ -raum Fragen der Klausur im WS 2007/08: 1.) Eigenschaften Dorf/Stadt 2.) Dörfer anhand von Fotos zuordnen nach Dorftypen un
Mitschrift VO Räumlich-statistis­che Analyse (Grundlagen) – SS 2009 Daten vs. Information Daten sind Fakten, Sammlungen von Abbildungen, . Daten werden systematisch gesammelt ð man muss sich w
Richard BÖHM Schadstoffverläufe­ in den Wäldern der Steiermark Bakkalaureatsarbei­t Institut für Geographie und Raumforschung der Karl-Franzens-Univ­ersität Graz Ao. Univ. Prof.
Öffentliche
Bildungsausgaben: 6,4 % des BIP (Österreich ~ 5,7 %)
Analphabetenrate:
< 1 % (Österreich < 2 %)
Geschichte
Vorschulzeit und Schulpflicht
Jedes finnische
Kind hat bis zum Alter von drei Jahren Anspruch auf einen Kinderkrippenplatz.
Der Anspruch ist
freiwillig. Eltern, die ihre Kinder selbst zu Hause betreuen, werden dafür
finanziell belohnt. Für die Betreuung von Kindern stehen von Geburt bis zum 6.
Lebensjahr Kindertagesstätten
zur Verfügung.
Die allgemeine Schulpflicht beginnt in dem Jahr, in dem
das Kind das 7. Lebensjahr vollendet hat und endet nach neun Jahren mit der
Gesamtschule.
Aufbau der
Ausbildung
Gesamtschule
In den ersten 6
Jahren wird der Unterricht von einem Lehrer geleitet (vergleichbar mit der
Volksschule), die letzten 3 von Fachlehrern (~ AHS Unterstufe / Hauptschule).
Es gibt
verbindliche Bildungsziele und Bewertungskriterien, die vom Finnish National
Board of Education festgelegt werden. Die Gemeinden und Schulen erstellen auf
dieser Grundlage dann einen Lehrplan.
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Eine bestandene Abschlussprüfung der Gesamtschule ist die
Voraussetzung für jegliche weitergehende Bildung.
Allgemeinbildende sekundäre
Ausbildung und Ylioppilastutkinto
In der
allgemeinbildenden Sekundarstufe II werden die Schüler nach einer
Aufnahmeprüfung drei weitere Jahre unterrichtet und in einem Kurssystem bis zur „Matura“ geführt.
Man
kann allerdings auch zwischen zwei und vier Jahren dafür in Anspruch nehmen. Entscheidend
ist dabei, wie viele Kurse der Schüler jeweils belegt. Über 90 Prozent aller
Jugendlichen in Finnland (in Österreich nur etwa 40%) erhalten das Maturazeugnis
(Ylioppilastutkinto) wobei der Anteil der Mädchen bei 60 Prozent liegt.
Bei
Nichtbestehen gibt es die Möglichkeit einer Wiederholungsprüfung (Uusinta). Die
Maturaprüfung wird in Finnland zentral organisiert und die jeweiligen
Fachprüfungen in allen Gymnasien gleichzeitig gehalten. Die Maturaprüfung
umfasst obligatorisch die Muttersprache, eine Fremdsprache, Mathematik oder ein
Fach aus der Geistes-
oder Naturwissenschaft.
Berufsbildende
sekundäre Ausbildung
Der Weg der
berufsbildenden Sekundarstufe II kann im Rahmen einer Berufsausbildung oder
einer Lehre absolviert werden. In sieben verschiedenen Sektoren werden
Berufsqualifikationen angeboten.
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Universität
und Fachhochschule
Das
Universitätswesen bildet die älteste Tradition der Ausbildungsgeschichte
Finnlands. Die erste finnische Universität war die Königliche Akademie zu Turku
und wurde 1640 gegründet. Die Universitäten beruhen auf der Freiheit der
Wissenschaften und der Autonomie.
Dazu zählen weitreichende
Entscheidungskompetenzen in den Angelegenheiten der Prüfungsordnung, Lehrplan
und die Anzahl der aufzunehmenden Studienanfänger. Träger der 20 finnischen
Universitäten ist der Finnische Staat, der auch den größten Teil der
Finanzierung trägt. Studiengebühren werden nicht erhoben.
Aufnahmeprüfungen mit
starker Selektion sind üblich, z. B. an der Universität Helsinki von bis zu
90 % Ablehnungsquote.
Benotung und Tests
Das finnische
Schulsystem kennt 7 Noten, nämlich 10 bis 4, wobei 10 das Beste ist und 4 nicht
bestanden heißt.
Erhält ein Schüler
mehr als 2 4en, so muss er das Schuljahr wiederholen.
Bei den Tests
stehen weniger Fakten als logische Zusammenhänge im Vordergrund. Meist sind
Schüler dazu verpflichtet Themen in Form von Essays abzuhandeln.
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Außerdem ist Finnland in weiten Landesteilen
sehr dünn bevölkert, so dass schon dadurch die durchschnittliche Klassenstärke
sinkt und die notwendigen Schüler für ein mehrgliedriges Schulsystem gar nicht
zur Verfügung stehen.
Nachteile des finnischen
Schulsystems
Ein großer Nachteil
des „Einheitsunterrichts“ liegt klar auf der Hand. Denn es ist eben jener, der
in Österreich gegen die Gesamtschule steht: Auf einzelne Schüler kann schwerer
eingegangen werden. Gute Schüler langweilen sich, schlechtere kommen mit dem
hohen Arbeitstempo oft nicht mit.