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Economics
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Accountancy
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University, School
PHW Bern
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2009
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1. Grundlagen (S. 9-20) 2

1.1. Aufgabe des Rechnungswesens: (S. 9) 2

1.2. Inventur: (S. 9) 2

1.3. Inventar: (S. 9) 2

2. Bilanz: (S. 19) 2

2.1. Veränderung der Bilanz durch Geschäftsfälle. 3

3. Erfolgsrechnung. 3

3.1. Erfolgsrechnungskonten. 3

3.2. Dreistufige Erfolgsrechnung. 3

4. Doppelte Buchhaltung. 3

5. Verbuchung des Warenverkehrs. 4

5.1. Rechenbeispiel Apfelkuchen. 4

5.2. Analyse der Warenkonten. 5

6. Jahresabschluss. 6

6.1. Lineare Abschreibung. 6

6.2. Abschreibung vom Buchwert (degressiv) 6

6.3. Direkte Abschreibung. 6

6.4. Indirekte Abschreibung. 6

6.5. Debitorenverluste und Delkredere. 7

6.6. Rechnungsabgrenzung mit transitorischen Aktiven und Passiven 7

6.7. Rückstellungen. 9

7. Bilanzbezogene Analyse. 10

7.1. Kapitalstruktur (Passiven) 10

7.2. Vermögensstruktur (Aktiven) 10

7.3. Liquidität (Zahlungsbereitschaft) 10

7.4. Anlagedeckungsgrad (Goldene Bilanzregel) 10

8. Erfolgsbezogene Analyse. 10

8.1. Eigenkapitalrendite (Return on Equity ROE) 10

8.2. Gesamtkapitalrendite (Return on Investment ROI) 10

8.3. Reingewinnmarge (Return on Sales ROS) 10

8.4. EBIT-Marge (Earning before Interests and Taxes) 10

9. Cashflow-Analyse. 11

9.1. Direkte Cashflow-Berechnung. 11

9.2. Indirekte Cashflow-Berechnung. 11

10. Leverage-Effekt 11

 

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Das Wichtigste in Kürze

Bilanzkonten

Aktivkonto

 

Passivkonto

Soll (+)

Haben (-)

 

Soll (-)

Haben (+)

Anfangs-bestand (AB)

Abnahmen

 

Abnahmen

Anfangs-bestand (AB)

Zunahmen

Schluss-bestand (Saldo)

 

Schluss-bestand (Saldo)

Zunahmen

Erfolgsrechnungskonten

Aufwandkonto

 

Ertragskonto

Soll (+)

Haben (-)

 

Soll (-)

Haben (+)

Aufwand

Aufwand-minderung

 

Ertrags-minderung

Ertrag

Saldo

 

Saldo


Bewertungsvorschriften

Allgemeine Vorschriften

für Einzelunternehmungen und Personengesellschaften

·         OR 959: Bilanzwahrheit und Bilanzklarheit:
Bilanz und Erfolgsrechnung müssen vollständig, klar und übersichtlich aufgestellt werden und den Beteiligten einer sicheren Überblick in die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ermöglichen.

·         OR 960 Wertansätze:
Die Aktiven dürfen höchstens zu dem Wert eingesetzt werden, der ihnen im Zeitpunkt der Bilanzierung zukommt (Höchstwertvorschriften).

Sinngemäss gilt für Schulden eine Mindestbewertungsvorschrift.

Spezialvorschriften

für Aktiengesellschaften und GmbHs

·         OR 664: Gründungs- Kapitalerhöhungskosten:
Solche Kosten dürfen aktiviert werden, sind aber innerhalb von 5 Jahren abzuschreiben.

·         OR 664: Allgemein Anlagevermögen:
Das Anlagevermögen darf höchsten zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden, unter Abzug der notwendigen Abschreibungen.

·         OR 665a: Beteiligungen (Anlagevermögen):
Die Beteiligungen gehören auch zum Anlagevermögen.

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·         OR 667 Wertschriften:
Wertschriften mit Kurswerten dürfen höchstens zum Durchschnittswert des letzten Monats vor dem Bilanzstichtag bewertet werden.

Wertschriften ohne Kurswert dürfen höchstens zu den Anschaffungskosten bewertet werden, unter Abzug der notwendigen Wertberichtigungen.

·         OR 669: Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen:
Diese müssen vorgenommen werden, soweit sie nach allgemein anerkannten kaufmännischen Grundsätzen notwendig sind.

Die Bildung von Stillen Reserven durch zusätzliche Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen sind erlaubt.


1.     Grundlagen (S. 9-20)

1.1.       Aufgabe des Rechnungswesens: (S. 9)

·         geordnete, lückenlose Aufzeichnung des Geschäftsverkehrs

·         Ausweis über Vermögen, Schulden und Reinvermögen

·         Ausweis über den Gewinn oder den Verlust

·         Rechenschaftsablage gegen innen und Information gegen aussen

1.2.       Inventur: (S. 9)

·         Der Gesetzgeber verpflichtet die Unternehmen zur Inventur (erstmals zur Gründung und dann regelmässig am Ende des Geschäftsjahres)

·         Inventur ist die Tätigkeit der Bestandesaufnahme

·         Es sind Mengen und Werte zu erfassen

1.3.       Inventar: (S. 9)

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·         Vermögen im Inventar: Umfasst alle Werte, die zum Unternehmen gehören – sie werden in der Reihenfolge der Liquidität aufgelistet

·         Schulden im Inventar: Umfassen die Ansprüche von Dritten an des Unternehmen – sie werden in der Reihenfolge der Fälligkeit aufgelistet.

Inventar vom 31.12

Vermögen

Schulden (FK)

Kasse

Post

Bank

Kundenguthaben

Waren

Ladeneinrichtungen

Liegenschaft

2000

4000

20000

12000

75000

9000

300000

Lieferantenschulden

Darlehen

Hypothekardarlehen

30000

20000

200000

 

250000

Reinvermögen (EK)

Eigenkapital

172000

 

422000

 

422000

2  Reinvermögen = Vermögen – Schulden


2.     Bilanz: (S. 19)

·         Übersicht von Aktiven und Passiven an einem Stichtag

·         Aktiven (Investierung) werden nach Liquidität sortiert

·         Passiven (Finanzierung) nach Fälligkeit

Bilanz vom 31.12

Umlaufvermögen (UV)

Fremdkapital (FK)

Kasse

Post

Bank

Debitoren

2000

4000

20000

12000

Kreditoren

Darlehen

Hypotheken

30000

20000

200000

 

250000

Anlagevermögen (AV)

 

Waren

Mobilien

Immobilien

75000

9000

300000

Eigenkapital (EK)

Eigenkapital

172000

Total Aktiven

422000

Total Passiven

422000

Aktiven

Passiven

Vermögens, Investierungsseite

Kapital-, Finanzierungsseite

Was ist vorhanden?
Wie wird investiert?

Wer hat finanziert?

Woher ist die Mittel?

Umlaufvermögen:
Kurzfristiges Vermögen (< 1 Jahr)

Fremdkapital:
Kapital von Dritten

Flüssige Mittel:

·         Kasse

·         Post

·         Bank

·         Wertschriften

Forderungen:

·         Debitoren

·         Trans. Aktiven

Vorräte:

·         Materialvorräte

·         Fertige Arbeiten

Kurzfristiges FK

·         Lieferantenkreditoren

·         Kreditoren

·         Bankschuld (Kontokorrent)

·         Trans. Passiven

·         kurzf. Rückstellungen

Langfristiges FK

·         Darlehensschulden

·         Hypothekarschulden

·         Obligationenanleihen

·         langf. Rückstellungen

Anlagevermögen:
Langfristig gebunden
(> 1 Jahr)

Eigenkapital:

Anspruch der Eigentümer
Unternehmerisches Risiko

Sachanlagen:

·         Maschinen

·         Fahrzeuge

·         Liegenschaften

Finanzanlagen:

·         Beteiligungen

Immaterielle Anlagen:

·         Patente

·         Geschäftsmehrwert (Goodwill)

Eigenkapital:

·         Kapital

·         Privat

·         Reserven

·         Jahresgewinn, Gewinnvortrag, Bilanzgewinn

2.1.       Veränderung der Bilanz durch Geschäftsfälle

Typ

Beispiel

Bilanz-summe

Aktivtausch (AT)

a+/a-

Post / Debitor

bleibt gleich

Passivtausch (PT)

p-/p+

Kreditor / Darlehen

bleibt gleich

Kapitalbeschaffung (KB)

a+/p+

Mobiliar / Kreditoren

nimmt zu

Kapitalrückzahlung (KR)

p-/a-

Hypotheken / Bank

nimmt ab

3.     Erfolgsrechnung

3.1.       Erfolgsrechnungskonten

Aufwandkonto

 

Ertragskonto

Soll (+)

Haben (-)

 

Soll (-)

Haben (+)

Aufwand

Aufwand-minderung

 

Ertrags-minderung

Ertrag

Saldo

 

Saldo

Aufwandsminderung:

·         Korrektur von verbuchtem Aufwand

·         erhaltene Skonti, Rabatte oder Gutschriften

Ertragsminderung:

·         Korrektur von verbuchtem Ertrag

·         gewährte Rabatte, Skonti oder Gutschriften

Gewinn: positiver Erfolg

Erfolgsrechnung

Aufwand

Ertrag

Gewinn

Verlust: negativer Erfolg

Erfolgsrechnung

Aufwand

Ertrag

Verlust

Spezialbuchungen

·         Unternehmer Blumer erzielt Jahresgewinn

Buchungssatz

Text

Betrag

Erfolgsrechnung

Kapital (EK)

Jahresgewinn

50'000

·         Unternehmer stellt Privatwagen für Geschäft zur verfügung

Buchungssatz

Text

Betrag

Reiseaufwand

Privat (EK)

Geschäftsauto

200

·         Verbuchung des Inventar (AB 25000 – SB 35'000)

Buchungssatz

Text

Betrag

Warenbestand

Warenaufwand

Erhöhung Warenbestand

10'000

·         Wettbewerb Büchergeschenk (Einkaufspreis 250.-)

Buchungssatz

Text

Betrag

Werbeaufwand

Warenaufwand

Wettbewerb

250


3.2.       Dreistufige Erfolgsrechnung

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+ Erlös auf Verkauf

5820

 

- Rohmaterialaufwand

-3730

1. Stufe

Bruttogewinn

2090

 

- Personalaufwand

-530

 

- Energieaufwand

-140

 

- Büroaufwand

-95

 

- übriger Betriebsaufwand

-880

 

- Abschreibungen

-105

2. Stufe

Betriebsgewinn (=EBIT)

340

 

+ Zinsertrag

5

 

- Zinsaufwand

-85

 

+ Mietertrag

340

 

- Liegenschaftsaufwand

-305

 

+ ausserordentlicher Ertrag

168

 

- ausserordentlicher Aufwand

-120

 

- Steueraufwand

-60

3. Stufe

Reingewinn

283

4.     Doppelte Buchhaltung

Doppelte Buchhaltung basiert auf der Vierkontentheorie: Erfolg muss doppelt nachweisbar sein

Buchungssatz

Bezeichnung

Erfolgs-wirksam

Soll

Haben

 

 

Bilanz-konto

Bilanz-konto

Aktivtausch

Passivtausch

Kapitalbeschaffung

Kapitalrückzahlung

nein

nein

nein

nein

Erfolg-skonto

Bilanz-konto

Aufwandszunahme

Ertragsminderung

ja

ja

Bilanz-konto

Erfolgs-konto

Aufwandsminderung

Ertragszunahme

ja

ja

Erfolgs-konto

Erfolgs-konto

eher selten

nein

 

Schlussbilanz I

Erfolgsrechnung

Gewinn

Aktiven > Passiven

Aufwand < Ertrag

Verlust

Aktiven < Passiven

Aufwand > Ertrag

5.     Verbuchung des Warenverkehrs

es werden folgenden Konten benötigt:

·         Wareneinkauf (Erfolgsrechnung)

·         Warenverkauf (Erfolgsrechnung)

·         Warenbestand (Bilanz)

·         Warenvorrat (Bilanz)

Wareneinkauf

Warenbestand

Warenverkauf

Aufwandskonto

Aktivkonto

Ertragskonto

Beschaffung der Waren

Wert der Waren am Anfang und Ende der Periode

Ertrag aus dem Verkauf

Warenaufwand

Bruttogewinn = Warenertrag - Warenaufwand

Konto Wareneinkauf

Wareneinkauf

Wareneinkäufe
Lieferantenrechnungen mit Bezugskosten (z.B. Transport, Zoll, Versicherungen, …)

Rabatte, Skonti

Gutschriften für Rücksendungen

Warenentnahmen zu Einstandspreis

Saldo

Konto Warenverkauf

Warenverkauf

Rabatte, Skonti

Warenverkäufe (zu Verkaufspreisen)
(Bruttoerlös, Bruttoumsatz, Bruttoverkaufswert)

Gutschriften für Rücknahmen

Versandkosten

Saldo = Warenertrag
(Nettoerlös, Nettoumsatz, Nettoverkaufswert)

Konto Warenbestand

·         Ruhendes Konto (wird eröffnet und bleibt während Rechnungsperiode unverändert)

Warenbestand

 

Anfangsbestand

Bestandesabnahme (-)

 

Saldo (Endbestand)

Bestandeszunahme (+)

 

2  Bestandeszunahme nach Inventur
Warenbestand / Wareneinkauf

2  Bestandesabnahme nach Inventur
Wareneinkauf / Warenbestand

5.1.       Rechenbeispiel Apfelkuchen

Ausgangslage:

·         Kasse = 10

·         Warenbestand = 0

2007

Datum

Soll

Haben

Bemerkung

Betrag

1.6.07

Waren-einkauf

Kasse

6 Äpfel gekauft

6

1.7.07

Kasse

Waren-verkauf

1 Kuchen mit 2 Äpfel verkauft

5

31.12.07

Waren-bestand

Waren-einkauf

Warenzunahme

4

Wareneinkauf

 

Warenverkauf

6

 

 

 

5

 

4

 

(S) 5

 

 

2 (S)

 

 

 

Kasse

 

Warenbestand

(AB) 10

 

 

(AB) 0

 

 

6

 

4

 

5

 

 

 

4 (S)

 

9 (S)

 

 

 

2  Bruttogewinn: Immer im Warenverkauf und im Wareneinkauf gleiche Anzahl verkaufte Stücke!

2  Bruttogewinn:
Saldo Warenverkauf 5 (2 Stück)
- Saldo Wareneinkauf - 2 (2 Stück)
= Bruttogewinn = 3 .

2007

Datum

Soll

Haben

Bemerkung

Betrag

1.3.08

Kasse

Waren-verkauf

1 Kuchen mit 2 Äpfel

5

31.12.08

Waren-einkauf

Waren-bestand

Bestandesabnahme

2

Wareneinkauf

 

Warenverkauf

2

 

 

 

5

 

2 (S)

 

(S) 5

 

Kasse

 

Warenbestand

9

 

 

(AB) 4

 

5

 

 

 

2

 

14 (S)

 

 

2 (S)

5.2.       Analyse der Warenkonten

Bruttogewinn:

2  Ist der Erfolg, der allein mit Warenhandel erzielt wird.

2  Differenz zwischen Warenertrag und Warenaufwand

2  Immer im Warenverkauf und im Wareneinkauf gleiche Anzahl verkaufte Stücke vergleichen!

Beispiel zu Warenkonten

Nr

Buchungssatz

Text

Betrag

1

Waren-bestand

Eröffnungs-bilanz

Anfangsbestand Warenlager

178'000

2

Waren-einkauf

Kreditoren

Warenkauf auf Kredit

235'781

3

Waren-einkauf

Kasse

Transportkosten auf Warenkauf

1397

4

Debitoren

Waren-verkauf

Warenverkauf auf Kredit

468'283

5

Waren-verkauf

Debitoren

Kunde schickt beschädigte Ware zurück

23'167

6

Kreditoren

Waren-einkauf

Falsche Waren zurück an Lieferanten

5294

7

Waren-bestand

Waren-einkauf

Warenbestandes-

zunahme

18'000

 

Wareneinkauf

 

Warenverkauf

235'781

 

 

 

468'283

1397

 

 

23'167

 

 

5'294

 

 

 

 

18'000

 

 

 

 

213'884 (S)

 

(S) 445'116

 

237'178

237'178

 

468'283

468'283

 

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