FAU
Erlangen-Nürnberg
Institut
für Geographie
PS
Methoden des Erdkundeunterrichts
Leitung:
Referenten:
Filme im
Erdkundeunterricht
A)
Allgemeine
Bildmedien
- Abbilder (Filme,
Fotos, Zeichnungen, etc.)
- Logische oder
analytische Bilder (Diagramme, Schemas, Karten, Tabellen, etc.)
B)
Der Film
a) Unterscheidung:
- Unterrichtsfilme
- sonstige Filme (z.B.
Nachrichten, Berichte, Dokumentationen; Hinweise des Lehrers auf Sendungen mit
relevanten Themen à hohe Aktualität à didaktisch aber nicht aufbereitet )
b) Technische Unterscheidungsmerkmale
des Unterrichtsfilms:
- 16mm – Filme (bis
60er / maximal 15min.)
- 8mm – Filme (seit
70er / maximal 3 – 5min.)
- Videos/DVD/Fernsehen
(seit Anfang der 90er)
c) Unterscheidung nach
Inhalten und Intentionen
- Motivationsfilme
(reines Aufzeigen von Problemen)
- Erarbeitungsfilme
(z.B. Dokumentationen, Beobachtungs- und Demonstrationsfilme)
- Sicherungs- und
Transferfilme (vermitteln eine Gesamtschau über das Thema und fassen zusammen)
d) Vor – und Nachteile
von Unterrichtsfilmen
VORTEILE:
- Wirklichkeitstreuer
als Bilder durch gekoppelten Einsatz von Bild und Ton
- Dynamische
Darstellung von Prozessen, z.B. Vulkanismus, Erdbeben
- Beliebige
Wiederholung einzelner Filmsequenzen
NACHTEILE:
- Sehgeschwindigkeit
wird im Gegensatz zum Dia vorgegeben à
hohe Informationsfülle
- Nur subjektive
Darstellung des Produzenten
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e) Didaktische
Brauchbarkeit des Films
- Anthropozentrischer
Aufbau:
motivierende, schülerorientierte Problemstellung
klare, nachvollziehbare Gliederung und Beschränkung der
Inhalte auf das Grundlegende
- Kommentargestaltung
Bild – Kommentarkongruenz
- Länge des Films: Max.
15min.
- Prozessorientierung
Darstellung von Bewegungen, dynamischen Vorgängen und
Prozessen muss eine anschaulichere Darstellung des Inhaltes
ermöglichen
f) Einbau des Films in
den Unterricht
- Vorbesichtigung durch
den Lehrer
- Inhalt, Absicht und
Art des Films klären
- Hypothesenbildung und
Vergabe von Arbeitsaufträgen
- Filmvorführung (falls
nötig mit Lehrerkommentaren)
- Fragen der Schüler
klären
- Auswertung der
Arbeitsaufträge
- Ergebnissicherung
mittels Tafelbild/Folie/Arbeitsblatt
Zusammenfassung:
Voraussetzungen für den erfolgreichen Filmeinsatz:
Überprüfung
in didaktischer Hinsicht
Überprüfung
der didaktischen Aufbereitung des Films bzgl.
- Hinführung zum
Thema/Formulierung der Fragestellung
- Schülerhorizont/Bezug
zum Leben des Menschen
- Stufengemäßheit /
Abstraktionsgrad
- Möglichkeit der
Eigenbeobachtung durch den Schüler
- Steuerung der Informationsaufnahme
- Kommentargestaltung
Überprüfen
der didaktischen Strukturierung bzgl.
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- Darbietungstempo und
Intensität der Informationsvermittlung
Überprüfen
der didaktischen Funktion des Film bzgl.
- Vermittlung von
Wissen
- Interpretierende
Darstellung der Wirklichkeit
- Übernahme von
Lehrfunktion
- Entsprechender
Einsatz an möglichen didaktischen Orten in der Unterrichtseinheit
Überprüfung
in fachlich-inhaltlicher Hinsicht
Überprüfen
der fachgeographischen Ebene
- allgemeingeographischer
Schwerpunkt
- landschaftskundlicher
Schwerpunkt
- länderkundlicher
Schwerpunkt
Überprüfen
der Inhaltskomplexität
- Darstellung eines
Einzelphänomens
- Verknüpfung mehrerer
Phänomene
Überprüfung
in filmisch-formaler Hinsicht
- Dokumentation
- Demonstrationsfilm (
z.B. Experiment)
- Beobachtungsfilm (
ohne Kommentar)
- Informationsfilm (
Fakten und Zusammenhänge vermittelnd)
Literatur:
Rinschiede, G. (2003): Geographiedidaktik,
Paderborn. S. 343 -348
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