Dieses Verfahren wird für die Bearbeitung zylindrischer, kageliger
oder balliger Teile eingesetzt (z.B. Gleitlager, Laufbahnen von Rollen- und
Nadellagern, usw).
5. Abtragen
Als Abtragen
werden Trennverfahren bezeichnet, die darauf gerichtet sind, den lokalen
stofflichen Zusammenhalt des Werkstoffes durch physikalische oder chemische
Vorgänge partiell aufzuheben.
Nach dem
Abtrageprinzip unterscheidet man: das thermische
Abtragen, chemische Abtragen und das elektrochemische Abtragen.
1.
Thermisches
Abtragen.
-
Funkerosives
Abtragen. Das
funkenerosive Abtragen ist ein Bearbeitungsverfahren an elektrisch leitenden
Werkstoffen, bei dem durch elektrische Endladevorgänge zwischen zwei Elektronen
unter einem Arbeitsmedium, dem Dialektrikum, das Abtragen erfolgt. Die
funkenerosive Bearbeitung ist ein abbildendes Formgebungsverfahren, bei dem
sich die Werkzeugelektrode in der Werkstückelektrode abbildet. Beide Elektroden
werden so in Arbeitsposition gebracht, dass zwischen beiden ein Arbeitsspalt
verbleibt. Legt man an die Elektroden eine Spannung an, kommt es nach
Überschreiten der Durchschlagsfestigkeit der elektrisch nicht leitenden
Flüssigkeit zu kurzzeitigen elektrischen Endladungen.
a)
Funkerosives
Senken.
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b)
Funkerosives
Schneiden.
Beim
funkerosiven Schneiden mit einem anlaufenden Draht als Elektrode werden
Durchbrüche mit beliebigen Konturen hergestellt.
-
Thermische
Strahlbearbeitung. Bei
der thermischen Strahlbearbeitung erfolgt der Werkstoffabtrag ausschließlich
durch Schmelzen und Verdampfen unter punktförmig einwirkender, intensiver Energiestrahlung
mittels eines Laser- oder Elektronenstrahls.
a)
Laserstrahlbearbeitung. Der Laser ist in einfacher Vorstellung
ein elektronischer Verstärker, der eine zugeführte Energie in Lichtwellen
umwandelt und eine punktförmige Energiekonzentration auf kleinste Flächen bei
großen Energiedichten bewirkt.
b)
Elektronenstrahlbearbeitung. Das Prinzip des Elektronenstrahls
beruht auf der thermischen Wirkung, die beim Auftreffen eines gebündelten und
hochbeschleunigten Elektronenstrahls auf das Werkstück entsteht. Diese Wirkung
nutzt man, um mit einem gesteuerten Elektronenstrahl außerordentlich kleine
Bohrungen, Durchbrüche und Schlitze herzustellen.
2.
Chemisches
Abtragen. Unter
chemisches Abtragen versteht man das gleichmäßige Auflösen des Werkstoffes
durch Einwirken von Chemikalien. Dabei ist mindestens ein Reaktionspartner,
entweder das Wirkmedium oder der Werkstückwerkstoff, oden aber auch beide,
elektrisch nicht leidend. Ein Hauptanwendungsgebiet ist das chemische Ätzen.
3.
Elektrochemisches
Abtragen.
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kathodirch geschaltet.
Das
Verfahren wird zum elektrochemischen Polieren und zum Entfernen kleiner Grate
an Werkstückkanten eingesetzt.
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