Ӂ Faust I Ӂ
Goethe
Entstehungsgeschichte: Goethe schreibt vom
24ten bis 82ten Lebensjahr an Faust, ein echtes Lebenswerk;
erste Fassung: Urfaust
Stoffgeschichte: es gibt einen historischen
Faust aus dem 16. Jh; soll ziemlich zwielichtige Figur gewesen sein: Astrolog,
Handleser, Quacksalber (Pseudomediziner), Prahlhans
um die Figur bilden sich Sagen, die zuerst
mündlich weitergegeben werden, Puppenspiele, das erste Faustbuch wurde 1887
geschrieben: Historia von D. (Doktor) Johann Fausten
weitere Faust-Bearbeitungen: Christopher
Marlowe (1604)
Lessing(1755-1781)
Maximilian
Klinger (1791,1797)
&
Zueignung = Vorwort,
&
Goethe schreibt ein Leben lang an seinem Faust
&
hat selber schon Tod vor Augen, viele Freunde
und Verwandte sind gestorben und widmet denen sein Werk
&
fühl sich einsam
Vorspiel auf dem Theater:
innere Bühne von Goethe
Direktor: will Geld, Ruhm, Erfolg und
volles Haus, Stücke: interessant, imposant und spektakulär, viel Technik,
leicht nicht zu anspruchsvoll
Lustige Person (komödiantischer Schauspieler):
will Leute unterhalten, Themen sollen alltäglich sein,
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S.7-V167-169
Lustige Person: Greift nur hinein ins volle
Menschenleben, denn jeder lebt`s, nicht vielen ist`s bekannt und wo ihr`s
packt da ist`s interessant.
V182-183
Lustige Person: Wer fertig ist, dem ist
nichts recht zu machen, ein werdender wird immer dankbar sein.
Prolog im Himmel:
Gott und Teufel Mephisto beschließen Faust
als Versuchsobjekt zu nehmen, wer ihn auf seinen Seite ziehen kann
Erzengel preisen das Werk Gottes mit
feierlicher Stimmung
Mephistopheles (Teufel) zu Gast im Himmel
Was sagt Gott über Faust/Mephistopheles?
über Faust: bezeichnet ihn als seinen
Knecht, wird im innersten immer gut bleiben, auch wenn er sich von Gott
abwendet
über Mephistopheles: nennt ihn Schalk, hat
ihn nie gehasst sondern findet ihn eigentlich ganz unterhaltsam, klagt immer
nur, sieht ihn als Geist, der verneint (Schöpfung verneint); Gott sieht sich
selbst eindeutig überlegen
Was sagt Mephistopheles über Faust/Gott?
über Faust: der Doktor, Faust will alles wissen und ist nie zufrieden mit dem
was er hat und weiß, Faust ahnt das er durch geknallt ist, strebt nach wissen
und ewig unzufrieden damit, lässt sich leicht vom Weg abbringen
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Warum geht Gott auf Die Wette ein?
ein Mensch kann sich sehr wohl irren, aber im Grunde ist sich jeder Mensch des
rechten Weges bewusst,
Bedingung: nur solange Faust auf Erden lebt
und Mephistopheles muss sich Faust zeigen
S.10 V285
Mephistopheles:Er nennt´s Vernunft und
braucht´s allein
S.11 V 317
Der Herr:Es irrt der Mensch solang er
strebt
V328/329
Der Herr:Ein guter Mensch in seinem
dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst.
Der Tragödie erster Teil:
Faust hat alles studiert: Philosophie,
Theologie, Medizin und Jus; ist von allen enttäuscht und nichts hat ihm gebracht;
besonders interessant: Theologieà ist von Gott enttäuscht, wichtig für den
weiteren Verlauf, will die Welt begreifen,
auch in der Magie findet er den Sinn des
Lebens nicht
S.13-V358/359
Da steh ich nun ich armer Tor und bin so
klug als wie zuvor.
V382/383
Dass ich erkenne was die Welt, im Innersten
zusammenhält.
Wagner reißt ihn aus seinem Selbstmitleid
und aus der Magischen Stimmung raus.
Wagner als knochentrockener
Wissenschaftler, bezieht sein Wissen nur aus Büchern. Hat kein Gefühl für
Wissenschaft. Das Gegenteil zu Faust.
S.18 V
Wagner: Die Kunst ist lang! Und kurz ist
das Leben.
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S. 22 V701
Faust: Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag.
S24 V765
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir
fehlt der Glaube.
V784
Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder.
Wagner und Faust gehen raus aus der Stadt,
Osterspaziergang, genießen den Frühling und kommt auf andere Gedanken, kommt zu
anderen Menschen und fühlt sich wieder wohl
S.28 V940
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.
Man erfährt beim Osterspaziergang: Faust
hat immer wieder Wohltätigkeiten getan und Kranken geholfen und das Volk ist
ihm dankbar dafür; schenken ihm etwas, aber Faust ist es unangenehm, ist
bescheiden, großzügig und findet das Lob als Hohn, weil man eh nicht alles
wissen und nicht alles machen kann, er kann nichts ausrichten als einzelner
Mensch
Den Wagner stößt die Menschenmenge ab, er
fühlt sich nur in seinen Büchern wohl
S. 33 V1112
Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust
vielfältige Persönlichkeiten in einem
drinnen
Pudel taucht auf, Faust erkennt: da ist
Magie dahinter, Wagner ist unfähig das magische dahinter zu begreifen, Wagner
ist sehr verhaftet in der Welt wie man sie sieht,
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Seine Stimmung: sehr ruhig und betrachtend,
ist wieder einigermaßen mit sich inm reinen und kommt wieder auf die Religion
V1323
Das also ist des Pudels Kern
V1338
Mephisto: Ich bin der Geist der stets
vernein
V 1335-1336
Mephistopheles: Ich bin ein Teil von jener Kraft
die stets das Böse will und das Gute schafft
Mephistopheles: wäre gerne ein Bösewicht,
aber schafft es nicht, kann im Endeffekt der Menschheit nichts anhaben; ist ein
Teil vom ganzen, des Kosmos, der Schöpfung;
Mephisto teilweise fast tierisch, obwohl er
intelligent ist, ihm fehlt die Humanität, die in der Klassik gefordert war, er
würde gerne faulenzen und achtlos mit der Welt umgehen,
Mephisto kann trotz des Pentagramms hinein,
weil es an einer Ecke nicht vollständig schließt, kann aber nicht mehr hinaus,
Regel der Geister besagt, dass man dort hinaus muss wo man hineinkam
V1699-1700
Wird ich zum Augenblicke sagen verweile
doch du bist so schön.
Wenn Faust das sagt, dann ist er glücklich
und Mephistopheles hat gewonnen.
Mephistopheles will ihm Materielles und
Lüste eher bieten als Wissen.
(Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
des Menschen allerhöchste Kraft.)
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