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Exzerpt: Handbuch der Evaluation .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Sociology
Document category
Summary
University, School
Wien
Additional information
2009
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Sociology

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Evaluationsansätze (Stockmann, 2007: 40ff.)

Problematik: viele Ansätze und Modelle, aber keine Theorien im wissenschaftlichen Sinn (keine abgeleiteten Hypothesen)!

1)  Positivistischer Ansatz:

Vertreter: Campbell

Ø  der „internen Validität“ wird die größte Bedeutung zugemessen (Campbell, 1969)

Ø  Nachweisbarkeit einer kausalen Beziehung zwischen Variable und ihrer Konsequenz

Ø  Ursache-Wirkungszusammenhänge

2)  Handlungsforschung fordert dem konventionellen sozialwissenschaftlichen Forschungsparadigma zuwiderlaufende methodische Konsequenzen:

Ø  Primäres Erkenntnisziel ist die Angabe von Handlungsalternativen zur Lösung auftretender Problem und nicht die Falsifikation von Hypothesen und Theorien

Ø  Wissenschaftler sollen ihre distanzierte Position zum Untersuchungsgegenstand aufheben und zu Partnern werden

Ø  Der Informationsbedarf der Zielgruppe und nicht das Interesse des Evaluators steht im Mittelpunkt

Ø  Nicht Wertneutralität sondern stellungsbeziehende Wertungen werden verlangt

Ø  Gütekriterien sind nicht mehr Validität , Reliabilität und Objektivität, sondern Kommunikation, Intervention, Transparenz und Relevanz (Gruschka, 1976, Weiss, 1972, Rein, 1984, Lachenmann, 1987, Gagel, 1990,...)

 

3)  Interpretativer/konstruktivistischer Ansatz

Vertreter: Guba/Lincoln (1989), Patton (1987)

Ø  Das Vorhandensein einer einzigen „wahren“ Realität wird bestritten

Ø  Ein „qualitatives“ Denken wird gefordert, um die verschiedenen Sichtweisen und Interpretationen der „Realität“ erfassen zu können.

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4)  Transformativer/emanzipativer Ansatz

Ø  Weiterführung des konstruktivistischen Paradigmas

Ø  Hebt die unterschiedlichen Machtstellungen einzelner Stakeholder-Gruppen hervor, die zur Überbetonung bestimmter Interessen führen können (Mertens 2004)

Ø  Die Position der Benachteiligten besonders herausarbeiten

5)  Fourth Generation Evaluation (weiterführend zu Punkt 3. und 4)

Entwicklung: Guba/Lincoln (1989)

Ø  1. Generation: Messen (Evaluator als externer Datensammler)

Vertreter: Joseph Rice 1897

Ø  2. Generation: Beschreiben (Evaluator als neutraler Beobachter)

Vertreter: Ralph W. Tyler 1998

Ø  3. Generation: Urteilen (Evaluator als Richter)

Vertreter: Robert Stake 1967, Michael Scriven 1967, Daniel Stufflebeam 1971

Ø  4. Generation: Aushandeln (Evaluator als Moderator)

Vertreter: Guba und Lincoln 1989, Patton 1997, Mertens 1998 und Fetterman 2000

Dieser Ansatz versucht ein übergreifendes Verständnis und eine besondere Bezugnahme auf die menschlichen, politischen, sozialen, kulturellen und kontextuellen Elemente des Evaluationsprozesses herzustellen. Dies geschieht, indem die verschiedenen Stakeholder mit ihren unterschiedlichen Interessen von den Evaluatoren in einen demokratischen Aushandlungsprozess einbezogen werden-> Evaluatoren werden somit zu Moderatoren eines offenen Prozesses

 

6)  Multimethodenansatz

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7)  Kriterium der Nützlichkeit

Ø  Konsens, dass Evaluationsergebnisse im politischen Prozess genutzt werden müssen (Chelimsky 1995)

Ø  Nützlichkeit für Auftraggeber und Stakeholder rückt in den Vordergrund (Patton 1997, Alkin 1990)

8)  CEval-Evaluationsansatz

Entwicklung: Stockmann 2006

Ø  Zählt eher zu den managementorientierten Ansätzen, geht aber in seiner Perspektive weit darüber hinaus und ist partizipativ angelegt (allerdings nicht im Sinne der Ideologie der fourth generation)

Ø  Nimmt Elemente aus verschiedenen Evaluationsansätzen auf und kreiert einen wirkungsorientierten, theoriebasierten Ansatz, der multifunktionell einsetzbar ist.

Ø  Will möglichst umfassend die von Programminterventionen (oder auch einzelnen Maßnahmen einer Organisation) ausgehenden Wirkungen erfassen und deren Ursachen bestimmen

Ø  Der Ansatz verbindet drei theoretische Perspektiven: Das Lebensverlaufsmodell sowie organisations- und innovations-/diffusionstheoretische Überlegungen

Ø  Entwicklung eines Leitfadens für die Evaluation von Programmen, mit dem die Informationssuche und –bewertung bei Evaluationen gesteuert und strukturiert werden kann

Ø  Ergänzt wird der Ansatz durch ein Nachhaltigkeitsmodell, das zwischen Makro- und Programmebene unterscheidet

 

 

 

 

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Worthen, Blaine R. 

2.Autor/in  

Sanders, James R. 

3.Autor/in  

Fitzpatrick, Jody L. 

Titel  

Program evaluation 

Zusatz zum Titel  

alternative approaches and practical guidelines 

Verfasserangabe  

Blaine R. Worthen ... 

Ausgabe  

3. ed. 

Verlagsort  

Boston [u.a.] 

Verlag  

Allyn & Bacon 

Jahr  

2004 

Umfangsangabe  

XV, 555 S. 

Illustr./Techn.Ang.  

graph. Darst. 

Angaben zum Inhalt  

Literaturangaben

ISBN  

0-321-07706-7 

Link (extern)  

Inhaltsverzeichnis 

1.Schlagwortkette  

USA / 
Bildung / 
Evaluation / 
Methode / 

2.Schlagwortkette  

Evaluationsforschung

 

 

Bestand  

UBS FB Erziehungswissenschaft

 

Guba, Egon G. : Fourth generation evaluation  / Egon G. Guba ; Yvonna S. Lincoln . - 12. [print.] . - Newbury Park, Calif. [u.a.]  : Sage Publ. , 2000 . - 294 S. . - 0-8039-3235-9 £ 24.95

 

 

                      

 

 

                      

 

  

 

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Nicht entlehnt

 

FB Soziologie u. Politikwiss.

Freihand Raum 1

Entlehnbar: 14 Tage

1-16454

 

 

Patton, Michael Quinn : Utilization-focused evaluation  : the new century text  / Michael Quinn Patton . - 3. ed., 9. [print.] . - Thousand Oaks, Calif. [u.a.]  : Sage Publ. , 2004 . - XVI, 431 S. . - 0-8039-5265-1 (pbk.) £ 57.00 ; kart. : £ 25.00

                      

                      

  


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