Exkursionsbericht
Geographische
Exkursion Südliche Steiermark
29.-30.
Oktober 2007
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Nicole
Eder 0310553
Inhalt
1.
Route
2.
Lage
der Stadt Bad Radkersburg
3.
Geschichtliche
Entwicklung
4.
Heutige
Positionierung der Stadt Bad Radkersburg
5.
Sehenswürdigkeiten
6.
Quellenangaben
1.
Route
Graz
(Universität) – St. Peter – A9 – Abfahrt St. Veit am Vogau – Eichfeld (Schloss
Brunnsee) - Bad Radkersburg – Gornja Radgona – Halbenrain – (Klöch) –
Ehrenhausen – Aflenz – Wagna – Leibnitz – Graz
2.
Lage der Stadt Bad Radkersburg
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Bad Radkersburg liegt im Bezirk Radkersburg am Westrand des Pannonischen
Raumes, dicht an letzten Ausläufern der Windischen Bühel. Die Mur trennt Bad
Radkersburg von der slowenischen Stadt Gornja Radgona. Radkersburg ist eine
planmäßige Anlage, was die Straßenzüge, der Hauptplatz, die recht genaue Parzellierung
und die durch Murarme geschützte Insellage beweisen. Die ersten Hinweise auf
eine Befestigung der Stadt stammen aus dem Jahr 1278, als Graf Ivan von Güssing
die Stadt angriff, jedoch nicht einnehmen konnte (MASSWOHL 1980).
3.
Geschichtliche Entwicklung
Die erste urkundliche Erwähnung der heutigen Stadt Bad Radkersburg geht
auf das Jahr 1182 zurück, wo im Zusammenhang mit einem Pfarrer, einer Kirche
und einem Amtmann der Ort Radkerspurch genannt wird (MASSWOHL 1980, S.7).
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heutigen Hummersdorf, nördlich von Bad Radkersburg, wo in den dortigen
Brandgräbern Knochen, Tongefäße und auch eine römische Münze gefunden wurden
(MASSWOHL 1980, S7).
Als das
Geschlecht der Traungauer ausstirbt, fällt die Steiermark den Babenbergern zu,
welche 1246 ebenso ausstarben. In der darauf folgenden kaiserlosen Zeit
entbrannte um das Gebiet ein Kampf zwischen den Habsburgern, den Böhmen und
Ungarn. Das Land stand nach Osten offen und auch die Mur waren als Verkehrs-
und Kriegspfad frei zugänglich. Aus diesem Grund soll König Ottokar von Böhmen
um 1265 das möglicherweise gleich befestigte Radkersburg gegründet haben um die
Ostgrenze abzusichern. Der Ort wurde zuerst als Markt, Grafiken wurden automatisiert entfernt
wenig später schon als Stadt
bezeichnet. Das älteste noch erhaltene Stadtsiegel stammt aus dem Jahre 1299
und zeigt ein Rad mit der Inschrift: RCH CIVITAS S.CIVITATIS RACKERSPURCH und
stellt heute das Wappen der Stadt dar. (MASSWOHL 1980).
Radkersburg entwickelte sich in Folge vor allem durch den regen Handel
über die Mur zu einer der wichtigsten Handelsstädte der Steiermark; die Mur
ermöglichte umfangreiche Handelsbeziehungen zwischen der Obersteiermark und der
Süd- bzw.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Die Stadt war mit einer Festung, welche 1582 auf dem Reichstag
in Augsburg zur Reichsfestung erhoben wurde, gegen einen ersten Ansturm der
Feinde gerüstet. Ein wesentliches Element der mittelalterlichen Befestigung
waren die Wehrtürme, welche auch heute teilweise noch erhalten sind. Die
Angriffe der Türken 1529 zwangen zur Erneuerung und Modernisierung der Festung,
wofür italienische Baumeister geladen wurden. So ist der aus Lugano stammende
Baumeister De Lallios für die erste Ausbauphase in Radkersburg verantwortlich.
Da Mureck und Leibnitz dem Erdboden gleichgemacht wurden, gewann Radkersburg
militärisch stark an Bedeutung. Doch schon bald machte sich eine weitere „Bedrohung“
breit: die Lehren Luthers breiteten sich in der Stadt aus, anfangs vom
Landesfürsten noch geduldet, ergriff dieser jedoch bald Gegenmaßnahmen, um die
alten Zustände wiederherzustellen. Dies vergebliche Bemühen führte auch in den
folgenden Jahren zu großen Unruhen. Anfang des 18.Jh plünderten Kuruzzen,
Anhänger des hochadeligen Ungarn Rakoczy die Gegend um Radkersburg bis nach
Straden und Gleichenberg, bis sich einige mutige Bürger zusammen taten und die
Plünderer bei Luttenberg vernichtend niedermetzelten. Aus dieser Zeit stammt
wohl auch das in der Oststeiermark noch häufig verwendete Schimpfwort
„Kruzzitürken“.
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Die folgenden Jahrzehnte waren Schreckenszeiten für die Stadt. Die Mur
als nützlicher Handelsweg barg auch eine große Gefahr – Radkersburg ist seit
seinem Bestehen mehr als hundertmal so schwer überflutet worden, dass die
Gassen manchmal nur mit kleinen Booten befahrbar waren. Nicht weniger
verheerend waren die unzähligen Brände, die „Roten Hähne“, welche die Stadt
zwischen 1504 und 1790 insgesamt 15mal fast vollständig zerstörten. Die
Ursachen dafür waren meist Blitzschläge, aber auch Brandstiftung oder bloße
Unachtsamkeit lösten diese Katastrophen aus. Da viele Gebäude in Holzbauweise
errichtet und mit Schindel- oder Strohdächern bedeckt waren, konnten sich die
Feuer in der ebenen Lage der Stadt rasch ausbreiten. Ein besonders tragischer
Brand wurde Ende des 17.Jh verzeichnet: ein Pulverturm flog zu Beginn des
Feuers in die Luft, aufgrund dessen ein Feindangriff vermutet wurde und die
Stadttore geschlossen wurden. Die Bürger brachen in Panik aus und als der
Irrtum bemerkt und das inzwischen eingestürzte Murtor gewaltsam aufgebrochen
wurde, hatten bereits viele den Tod gefunden. Die vielen Brände sind der Grund
weshalb man sich heute nicht mehr auf dem damaligen Niveau, sondern bis zu zwei
Meter höher bewegt, wenn man die kleinen Gassen entlang streift. Nach jedem
Brand wurde der Schutt planiert um neue Häuser errichten zu können. Dieser
Katastrophen jedoch nicht genug, breitete sich der Schwarze Tod mehrmals in der
Stadt aus und kostete unzähligen Bürgern das Leben.
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Als Franz Joseph I. im Jahr 1848 die Regierung übernahm, wurden die
mittelalterlichen Verwaltungssysteme durch Bezirkshauptmannschaften,
Bezirksgerichte, Gemeinde- und Steuerämter ersetzt und die Stadt erholte sich
langsam. In der zweiten Hälfte des 19.Jh kann man sogar von einer
wirtschaftlichen Blüte sprechen, zahllose Vereine und Institutionen wurden
gegründet. Trotzdem erreichte Radkersburg nicht mehr annähernd seine frühere
Bedeutung. Der Bau der Südbahn schloss Radkersburg gänzlich aus, mit dem Bau
der Nebenbahnen ins heutige Slowenien fiel Radkersburg in Bedeutungslosigkeit,
was in späterer Folge zum Verlust der Untersteiermark führte. Als es am 6.
April 1941 zum Krieg gegen Jugoslawien kam, war Radkersburg kurze Zeit
Kriegsschauplatz. 1944 wurde die Stadt zur deutschen Grenzfeste erklärt und
sollte mit schwersten Schiffsgeschützen ausgestattet werden. Dazu kam es jedoch
nicht, da am 17. April ein Jahr später die letzten SS-Truppen über die
Murbrücke abzogen und diese in die Luft sprengten. Erst in den 50er Jahren
konnte mit Hilfe von Wohnhauswiederaufbaufonds die Bautätigkeit angekurbelt
werden und die kriegsbeschädigten Häuser konnten größtenteils renoviert werden.
1969 wurde unter Anwesenheit der Staatsoberhäupter Marschall Tito und dem
damaligen Bundespräsidenten Franz Jonas feierlich die neue Murbrücke eröffnet.
Zwischen Jugoslawien und Österreich war der Kontakt intensiv, die
Jugoslawischen Bürger schätzten besonders unsere Einkaufszentren, ein
Geldabfluss welcher Anfang der 80er Jahre jedoch gestoppt mit einer Dina-Sperre
gestoppt wurde.
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