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Exkursion Krastal Vajont Brennerbasistunnel .doc

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Faculty
Natural Science
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Geology
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Excursion report
University, School
Technische Universität Wien - TU
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Geologie Exkursion 23.-25. Juni 2008

1. Tag

Unsere Geologieexkursion (Österreich-Italien Südtirol) begann am Wiener Südbahnhof wo sich die komplette Gruppe traf und mittels Zug in Richtung Villach aufbrach.

Nach einer ca. 4 ½ stündigen Zugfahrt kamen wir in Villach an wo wir auf einen Bus umstiegen der uns durch die komplette Exkursion begleiten sollte.

Unseren ersten Halt machten wir im Krastal in einem Marmorsteinbruch. Das Krastal liegt in Kärnten, Österreichs südlichem Bundesland an den Grenzen zu Italien und Slowenien, wenige Kilometer nördlich der Stadt Villach. „Kras“ ist das slowenische Wort für Karst.

Das schmale Tal verbindet den Flusslauf der Drau mit der beliebten Ferienregion des Ossiacher Sees, und ist seit der Antike für seine Marmorsteinbrüche bekannt, seit den 1960'er Jahren auch für zeitgenössische Steinskulpturen. Archäologische Ausgrabungen weisen daraufhin, dass die Umgebung des tals bereits um 500 v.

Chr. Besiedelt war.

Wer durch das Krastal fährt, wird aber keine ausgeprägte Karstlandschaft finden, diese Bezeichnung dürfte eher volksmündlich entstanden sein und in erster Linie kennzeichnen, dass hier einige Felsformationen das Erscheinungsbild dominieren.

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Die Omya AG, ein international agierendes Schweizer Unternehmen, baut in ihrem Bruch den weißen, grobkristallinen Gummerner Marmor ab, die Lauster GmbH – mit Sitz in Stuttgart – den etwas feinkristallineren, grauweißlichen Krastaler Marmor.

Beide Unternehmen gewinnen ihre Rohstoffe mittlerweile auch untertags, beide handeln aber auch mit weiteren Gesteinen und Gesteinsprodukten. Der Abraum – das für die jeweilige Produktion überschüssige Gesteinsmaterial – wird von einem weiteren Unternehmen zur Schottergewinnung genutzt, wobei der größte Teil des Abraums der Omya direkt an der natürlichen Bergseite zu einem künstlichen Terrassenberg hochwächst, der nach Renaturierungsrichtlinien des WWF (World Wildlife Fund) angelegt wird.

Kärnten ist das marmorreichste Bundesland Österreichs. Die Vorkommen des Gummerner und Krastaler Marmors gehören geologisch gesehen zu einem Marmorstock, der in die altkristalline Masse der Ausläufer der Millstätter Alpen (Glimmerschiefer und Schiefergneise) eingebettet ist und auch in weiteren nahen, jedoch aufgelassenen Abbaustellen zum Vorschein tritt (z.

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B. auch für den Carrara-Marmor).

Durchschnittliche technische Kennnwerte

Rohdichte 2,68-2,71 kg/dm3

Biegezugfestigkeit 9,8-14,7 N/mm2

Druckfestigkeit 92,2-118,7 N/mm2

Wasseraufnahme 0,17-0,21 Vol.-%

Abriebfestigkeit 17,5 cm3/50cm2

Frostbeständig, politurbeständig nur innen.

Nach einer ausführlichen Runde durch den Marmorsteinbruch und dessen Untertageabbaustellen wurden wir von den Betreibern des Marmorsteinbruchs zu einer schmackhaften Grillmahlzeit, welche auf den Marmorsteinbruch Areal im rustikalen Flair stattfand, eingeladen.

Nach dem Essen ging es weiter in Richtung Dobratsch oder die sogenannte Villacher Alpe welches ein 2166m hoher Bergstock in Kärnten.

Er bildet den östlichen Ausläufer der Gailtaler Alpen und befindet sich unmittelbar westlich der Stadt Villach.

Das Gebiet des Dobratsch ist als Naturpark unter Schutz gestellt. 1942 wurden erste Teile unter Schutz gestellt, 1970 folgte der Rest samt den imposanten Steilhängen des Dobratsch.

Dieses größte Bergsturzgebiet der Ostalpen ist auch Natura-2000-Gebiet der EU und eines der fascinierendsten Naturschutzgebiete Europas.

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Die Thermalquellen des Dobratsch haben auch den Ruf von Villach als Kurort begründet.

Der Dobratsch ist aber nicht nur Wohltäter, er ist auch Schicksalsberg bekannt durch sein hohes Erdbebenrisiko.

Im Jänner 1348 bebte die Erde, tausende Tonnen Gestein, gesprengt von Eis und Schnee, brechen an der gesamten Länge der Südwand ab und donnern ins Gailtal. Das Epizentrum des Bebens lag damals, wie 1976, in Friaul und hatte eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala.

Das Bergsturzgebiet der alten und der neuen Schütt im Gailtal bedeckt eine Fläche von 24 Quadratkilometern, das Geröll reicht stellenweise bis zu 30 Meter hoch. Trotz aller Dramatik, das Beben von 1348 war nur eines von vielen. Die weit größeren Bergstürze gab es in prähistorischer Zeit.

Auslöser von Bergstürzen können starke Niederschläge, Erdbeben, Temperaturschwankungen und menschliche Einwirkungen (zum Beispiel durch Bergbau) sein.

Sie entstehen meist an der Grenze von zwei Gesteinsschichten oder an tektonischen Stoerungen und zeichnen sich oft vorher schon durch eine zunehmende Steinschlagaktivität ab. Die Auswirkungen können besonders in dicht besiedelten Gebieten katastrophal sein: Verschüttung von Siedlungsgebieten und Verkehrswegen (Straßen, Eisenbahnlinien), Aufstauung von Flüssen und Bächen, Flutwellen (wenn Gesteinsmassen in größere Gewässer stürzen).

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Zusammen mit Muren und Lawinen stellen Bergstürze eine der größten Gefahren im Gebirge dar.

Unsere erste Nächtigung sollte im Friaul, genauer gesagt in Gemona in einem Hotel im grünen am Fuße der Berge um Gemona stattfinden. Das Friaul ist eine Landschaft im Nordosten Italiens um die Stadt Udine und bildet den Großteil der Region Friaul-Julisch Venetien.

Die Landschaft umfasst die Provinzen Udine, Pordenone, sowie Teile der Provinz Gorizia. Das Friaul liegt zwischen Venetien, den Karnischen Alpen (Grenze zu Kärnten), Slowenien und der Adria.

Das halb gebirgige Land am Rand der Südalpen geht im Westen in die norditalienische Tiefebene über.

Hauptflüsse sind der Isonzo (slowenisch Soča) und der Tagliamento, die nahe der Adria sehr breite Schotterbetten haben – Sedimente aus den Kalkalpen im Norden.

Dorthin führt eine Dolomitenstraße und die Hauptroute nach Österreich, das imposante Kanaltal mit seinen Steilwänden und malerischen Ortschaften, deren Namen wie Tolmezzo, Chiusaforte, Pontebba und Malborghetto zugleich geographische Eigenheiten der Landschaft beschreiben. Der "Fiume Tagliamento" in Italien (Friaul-Julisch Venetien) ist die letzte ausgedehnte Wildflusslandschaft im gesamten Alpenraum, in der flussdynamische Prozesse noch grossräumig ablaufen. Zu Recht wird er als der "König" der Alpenflüsse bezeichnet, und er gilt als Referenzökosystem von europäischer Bedeutung.

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