Altstadterhaltung
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Übliches Synonym für den Begriff Stadterhaltung
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Alles was dem Ziel dient, die historisch bedingte Stadtqualität
zu bewahren
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Eng verwandt mit Baupflege, Stadtgestaltung und Ortsbildschutz
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Erhaltung bereits vorhandener Qualität steht im Vordergrund
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Erhaltung, Revitalisierung, Rehabilitation
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Wirkungsbereich = Unterschied zur Denkmalpflege (historische,
künstlerische und kulturelle Bedeutung, Auf Gebäude beschränkt wo
Denkmalqualität festgestellt wurde)
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Ausgangspunkt = Interesse an Erscheinungsbild, Baustruktur,
Bausubstanz und den mit ihr verknüpften urbanen Funktionen
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Festlegung von Schutzgebieten
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Bedeutung alter Bausubstanz und Baustruktur für die Qualität der
gebauten Umwelt und Kulturlandschaft
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Viele Elemente und Kennzeichen historischer Bauwerke
unwiederholbar und nicht planbar
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Rascher Baufortschritt unserer Zeit lässt den Anteil der älteren
Substanz rasch abnehmen
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Altstadtbewegung in den 60er und 70er Jahren
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1965 Hans Sedlmayr „Die demolierte Schönheit – ein Aufruf zur
Rettung der Altstadt Salzburgs“ >hohe Resonanz
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1967 Verabschiedung des Salzburger Altstadterhaltungsgesetzes
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1972 Gründung des Aktionskomitees „Rettet die Grazer Altstadt“
> rasch 100.000 Unterschriften
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1974 verabschiedet Steiermärkische Landtag „Grazer
Altstadterhaltungsgesetz“ > nicht nur Erscheinungsbild, sondern auch
Baustruktur und die vielfältigen urbanen Funktionen
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Zone I: Gebäude UND öffentliche Flächen unter Schutz gestellt
Ziele:
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Instandhaltung der Altstadtbauten mit den originalen Materialien
·
Erhaltung wichtiger Merkmale für das Erscheinungsbild
(Gesamtstruktur bis zu Details wie Fenstersprossen und Klappläden)
·
Hebung des Wohnstandards durch Modernisierung inkl.
Grundrissumgestaltungen
·
Befreiung der Innenstadt vom motorisierten Individualverkehr
·
Vorkehrungen gegen das Veröden außerhalb der Geschäftszeiten
·
Öffentliches Verkehrsnetz, Fußgänger, Radfahrer
·
Erhaltung und Vergrößerung der Zahl der Wohnungen
·
Beseitigung von Schäden und Lücken im Erscheinungsbild und Gefüge
der Altstadt
·
Erhaltung, Pflege und Vermehrung der Grünflächen und
Grünelemente in der Altstadt
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Innerhalb der Zone I maximal 50% des Hauses für Büro- und
Geschäftszwecke
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Zone I: Altstadt am linken Murufer innerhalb des ehemaligen
Befestigungsringes aus dem 16. Jhdt. Baublöcke zu beiden Seiten des
mittelalterlichen Straßenzuges Griesgasse – Mariahilferstraße > 86% der
Gebäude in der Altstadt
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Zone III: Sehr groß, Stadterweiterungsgebiete des 19 Jhdt. von
Biedermeier bis zur späten Gründungszeit > 85% der Gebäude am linken Murufer
Beispiele:
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Lückenbebauung > 1870 Ecke Enge Gasse / Bindergasse
(Historisch), Hochhaus Grieskai / Radetzkybrücke (Modern, schlecht
eingegliederte Dominante)
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Baublockergänzung > Zerrissene Ecke Schlögelgasse /
Luthergasse
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Ensembleergänzung > Paradeishof / Kaiser-Franz-Josef-Kai
Vollendung 1980
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Quartiererneuerung > Nördlicher Teilbereiches der Häusergruppe
der EAV Herrengasse / Stempfergasse / Prokopigasse (inkl. Herzlhof)
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Objektsanierung > Schmiedgasse 17 / 19, mittelalterliches
Eigenhofhaus, Jakoministraße 6, Biedermeier, Zinshaus Haydngasse 10, Gründerzeit
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Wohnungsmodernisierung > Stadtpalais, Bürgerhaus
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Aufstockungen, Dachaufbauten, Dachgaupen
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Renovierung und Verbesserung > Geschäftslokale,
Versicherungsbüros, Buchhandlungen (Moser), Konditorei-Cafe (Hofcafé Edegger in
der Hofgasse 8)
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Öffentliche Flächen > Fußgängerzonen, Passagen, Tiefgaragen,
Straßenmobiliar, Werbeanlagen
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Stadtverschönerung > Fassadenrestaurierung (Marschallgasse
15), Farbgebung
Denkmalschutz Beispiele:
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Uhrturm
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Hauptplatz, Rathaus, mittelalterliche Hofstättenanlagen
Sporgasse, Sackstraße
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Stadtkrone (Dom, Mausoleum, Priesterseminar, Burg >
Doppelwendeltreppe)
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Opernringverbauung (19. Jhdt.)
UNESCO
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Natur- und Kulturerbe der Menschheit ist durch Ausbeutung von Ressourcen,
Umweltzerstörung, kriegerische Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen
äußerst gefährdet
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1972 Gründung der UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und
Naturerbes der Welt
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Stand 2000: 118 Mitgliedsstaaten, Stand Februar 2008: 193
Mitgliedsstaaten
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1993 beitritt Österreichs > 5 Welterbestätten (Schloss
Schönbrunn, Altstadt von Salzburg und Graz, Region Hallstadt, Semmeringbahn)
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Aufnahme in die Welterbeliste: Vorschlag des Mitgliedsstaates
eines Natur- oder Kulturguts innerhalb der Landesgrenzen, danach Prüfung vom
zwischenstaatlichen Welterbe-Komitee (Experten aus 21 Mitgliedsstaaten)
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Kriterien des Objekts:
o
Einzigartige künstlerische Leistung
o
Einfluss während einer Zeitspanne auf die Entwicklung der
Architektur, des Städtebaus, .... in einem Kulturgebiet
o
Außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Zivilisation oder
Kulturtradition
o
Herausragendes Beispiel eines Typus von Gebäuden oder
architektonischen Ensembles oder einer Landschaft
o
Hervorragendes Beispiel einer Siedlungsform, die für eine bestimmte
Kultur typisch ist
Rechtfertigung für die Eintragung der Stadt Graz:
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Vielschichtige Bausubstanz vom Mittelalter bis in das 19. Jhdt.
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Residenz und Bollwerk des Reiches gegen die Osmanen
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Unversehrt erhaltene Altstadt
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Mischung mediterraner und nördlicher Elemente
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Vermengung von Kultureinflüssen zwischen Adria, Donauraum und dem
Balkan prägen die Atmosphäre der Stadt
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Mittelelter: Mächtige Hallenkirchen, städtische Grundstruktur mit
ihren dicht gedrängten Bürgerhäusern zu Füßen des Schlossberges
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Renaissance- und Barockzeit: prominente Sakralbauten, stattliche
Stadtpalais, stimmungsvolle Arkadenhöfe, prächtige Fassaden
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Klassizistische Epoche: Weitläufige Gebäudefronten umgeben den Altstadtkörper
an der Süd- und Ostseite
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Am ehesten vergleichbar mit der Altstadt von Bern (geschlossenen
Dichte der historischen Bausubstanz, unversehrt erhaltener Gesamtzusammenhang)
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Zählt zu den schönsten und bedeutendsten Stadtdenkmälern Europas
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Das vorgeschlagene Stadtzentrum umfasst 450 Baudenkmäler
(Großteil im Privatbesitz > Traditionsbewusstsein gewährleistet die
unversehrte Erhaltung dieser Bauwerke)
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Schutzebenen: Grazer Altstadterhaltungsgesetz (GAEG),
Denkmalschutzgesetz von 1923 (DMSG), Parkerhaltungs- uns Pflegegesetz in
Vorbereitung
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Unverhältnismäßig breite und produktive Kulturszene (Hochschulen,
multiethnische und multikonfessionelle Einwohnerschaft, große Zahl an
Einrichtungen für Kulturproduktionen und Veranstaltungen (z.B.
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