Citykartierung von Graz
Legende zur Kartierung
Ziel: Darstellung der Funktionsteile der Grazer City
Legende:
Citykern: blau
Citymantel: grün
Subzentren: gelb
Interpretation der Kartierung:
1. Problemstellung und Zielsetzung
Analyse der inneren Bezirke von Graz im Bezug auf deren
funktionalen und physiognomischen Aufbau. Hauptziel dabei war es sich dem
Begriff City nicht nur theoretisch sondern praktisch zu nähern und konkret
durch eine Kartierung die City von Graz darzustellen.
Um den Citykern, den Citymantel und die Subzentren der City
von den Citynahen Wohn und Gewerbegebieten zu unterscheiden werden nun die
wesentlichen Citymerkmale vorgestellt.
Im physiognomischen Bereich gelten eine deutliche Überhöhung
der Gebäude, eine teilweise moderne Sacharchitektur(Purismus) bei Neubauten,
eine durchgehende Ladenfront in den Einkaufstrassen, Geschäftspassagen, umfangreiche
Verkehrsvorkehrungen sowohl für ruhenden als auch bewegten Verkehr und eine Ballung von Werbeflächen als wesentlich.
Funktionale Citymerkmale sind eine Konzentration von
Funktionen der höchsten Stufe des Tertiärsektors also der Verwaltung, des
Einzelhandels, von Ärzten und dem Hotel und Gaststättengewerbe. Allgemein wird
die Wohnfunktion von der gewerblichen Nutzung verdrängt und hohe Boden bzw.
Mietpreise bewirken eine Selektion zugunsten von Einrichtungen mit maximaler
Ertragsintensität.
2. Arbeitsgrundlagen
Rundgang, Kartierung, Auswertung
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Als Grundlage unserer Arbeit diente ein Rundgang durch die
Grazer City und deren Subzentren. Dabei wurde eine Karte erstellt die
möglichst Anschaulich den Citykern, den Citymantel und Subzentren der City
darstellen soll. Im Anschluss an diese Kartierung wollen wir nun mit diesem
Bericht die gewonnenen Ergebnisse auswerten
3. Lagekriterien
Graz verdankt seine Entstehung der geografischen Lage am
Alpenrand(Gebirgsrandlage). Der Talausgang des Murdurchbruchs sammelt
verschiedene Wege aus dem Grazer Feld und dem Riedelland und ferner dem
pannonischen Raum und leitet diese geschlossen muraufwärts weiter.
Die günstige Verkehrslage wird noch zusätzlich durch eine
einfache Querungsmöglichkeit der Mur(Brückenlage) im Bereich der Engstelle die
durch den Schlossberg gebildet wird verstärkt. Außerdem bot der Schlossberg die
Möglichkeit den Murübergang mit einer Befestigungsanlage zu
schützen(Burgfusslage/Schutzlage).
4.)Arbeitsergebnisse
4.1 Citykern
Der Citykern umfasst im wesentlichen die Straßen zwischen
Hauptplatz, Karmeliterplatz, Südtirolerplatz und Jakominiplatz und die Plätze
selbst. Im Bezug auf die Funktionale Ausstattung sind im Bereich des Tertiären
Sektors die höchstrangigsten Funktionen anzutreffen. Vom Kunsthaus übers
Rathaus und Parteizentralen, wie die der VP am Karmeliter-Platz bis hin zum
Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrswesens der GVB am Jakomini-Platz. Des
weiteren besteht eine Ballung von Bank und Geldinstituten sowie von
Anwaltskanzleien und Arztpraxen.
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sich trotzdem auf zwei oder mehreren Etagen(Kastner&Öhler,
H&M,..).
Die aufgrund der ausgesprochenen Burgfußlage historische
Hauptachse besteht aus der Sackstrasse, und der Sporgasse die
durch typisch mittelalterliche Charakterzüge, wie die freie Linienführung der
Strasse und eine kleinparzellige Grundstücksaufteilung geprägt ist.
Mit seinen Palästen und Stadtklöstern ursprünglich geistlich
politisch geprägt kann man den Bereich um den Karmeliterplatz bis hin
zur Hofgasse und Tummelplatz heute als Kultur und Regierungsviertel
beschreiben.
Die Annenstrasse, als Verbindung des Citykerns mit
dem Hauptbahnhof, kann im Bereich des Südtirolerplatzes ebenfalls zum Citykern
gezählt werden. Zeichen dafür sind eine geschlossene traufseitige Bebauung mit
durchgehenden Ladenfronten und eine teilweise Verkehrsberuhigung.
4.2 Citymantel
Der Citymantel kann als Abgrenzung des Citykerns zu den
umliegenden, citynahen Wohn und Gewerbegebieten gesehen werden und zeichnet
sich durch weniger hochrangige Funktionen des Tertiären Sektors und einem
Rückgang der Wohnfunktion durch zunehmendes Verkehrsaufkommen im Bereich der
Ausfahrtsstrassen.
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Während der westliche Teil der
Stadt als Murvorstadt bereits im Mittelalter errichtet wurde setzt im Westen
nach dem Stadtpark die Stadterweiterung erst später in der gründerzeitlichen
Phase ein(Geidorf, St.Leonhard).
4.3 Subzentren
Subzentren in Graz sind vor allem wegen und um eine
höchstrangige Funktion des Tertiären Sektors entstanden und umfassen das Umfeld
der Universitäten, Krankenhäuser, des Hauptbahnhofes und der Bezirkshauptmannschaft
für Graz Umgebung, der Einkaufszentren(City Park) sowie des Messegeländes.
Diese Subzentren weisen einen erhöhten Raumbedarf auf und wurden deshalb aus
dem Bereich des Citykerns ausgelagert.
Generell gilt, je größer und hochrangiger die Subzentren
ausgebildet sind desto größer ist auch die Spezialisierung der City selbst.
Im Bereich der Subzentren kommt es zur Ansiedelung
hochspezialisierter Dienstleistungsunternehmen und von Geschäften des täglichen
Bedarfs(Supermärkte, Drogerien, Cafes,..)
5.)Resumee
Die Aufgabe der Kartierung erwies sich teilweise als sehr
kniffelig da die Übergänge von Kern zu Mantel fließend sind und oft keine klare
Schnittstelle zwischen den Bereichen aufweist.
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neue spezifische Sicht auf unsere Landeshauptstadt
hinzufügen zu können.
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