Joscha Kükenshöner, Matr.Nr. 4134772, email: kjoscha@gmail.com Olav Slaymaker (1997): A Pluralist, Problem-focused Geomorphology Der Text "A Pluralist, Problem-focused Geomorphology"
Globale Stadtmodelle Städte als Spiegelbilder ihres Zeitalters Zeitalter Grundrisse Merkmale Funktionale und sozialräumliche Gliederung Mittelalter Kleine Städte; im Mittelpunkt Pfarrkirche, Rath
Dieser Bericht trägt den Titel -Bericht zur Bodenkundlichen Exkursion-, enthält aber nicht ausschließlich bodenkundliche Informationen. Zahlreiche geographische, historische und vegeta-tionskundli&sh
Geographie – Geowissenschaften Fach: Physische Geographie -Der Fluss der Mitte- – Die Verwandlungen der Emscherregion Autor: Elena Mettler Inhalt 1 Deutschland in Bezug auf die Emscherregio
Das Wort
Eutrophierung kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gut ernährt“. Auf ein
Gewässer bezogen, deutet dies auf eine ausgeprägte Versorgung mit Nährstoffen hin.
Heutzutage verbindet man mit diesem Begriff etwas Negatives, nämlich die
Überdüngung eines Gewässers, wodurch es aus seinem Gleichgewicht geraten kann (Wasser-Wissen Lexikon, 2010, Eutrophierung).
Der Einfluss des
Menschen beschränkt sich nicht nur auf das Land, sondern erstreckt sich weiter
bis zu Binnengewässern, Küstengewässern und weiter hinaus. Auch im Mittelmeer
wird dessen Verschmutzung ab den 1950er Jahren zunehmend zum Problem.
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Im Folgenden werden
nun einige grundlegende Sachverhalte erörtert.
Jedes Ökosystem
besteht normalerweise aus zwei Grundbestandteilen:
1.dem Biotop (abiotische Umwelt): hierzu zählen der Raum des
Ökosystems, Licht-, Wärme-, Wasserverhältnisse und der Gehalt an
Mineralstoffen, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid.
2.der Biozönose (Lebensgemeinschaft): sie lässt sich in
Produzenten, Konsumenten und Destruenten gliedern.
Produzenten
(Erzeuger) sind grüne Pflanzen und Bakterien. Sie können aus anorganischer
Substanz organische Substanz (Biomasse) aufbauen. Konsumenten
(Verbraucher) sind Pflanzenfresser (primäre Konsumenten) und Fleischfresser (sekundäre
Konsumenten).
In einem Ökosystem können nur so viele Konsumenten existieren,
wie es die Produktion der Produzenten ermöglicht. Destruenten (Zersetzer
oder Reduzenten) sind Organismen, die die organische Substanz von toten
Lebewesen zu einfacheren Stoffen und schließlich zu Wasser, CO2 und Mineralstoffen abbauen können.
Generell
wird zwischen Abfallfressern (Saprophagen), das sind Würmer und andere
Kleintiere und Mineralisierer (Bakterien und Pilze) unterschieden (Bayrhuber, H. [Hg], Kull, U. [Hg], 1989, S. 190-191).
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Durch das
Überangebot von Nährstoffen in einem Gewässer kommt es zu einer Algenvermehrung
(Algenblüte). Dies wiederum führt zu einer Vermehrung aller Tiere. Durch die
hohe Zahl der Lebewesen im Wasser vergrößert sich die Zahl an abgestorbenen
Lebewesen.
So erhalten die Bakterien mehr Nahrung und die Anzahl nimmt zu, sie
verbrauchen Sauerstoff und bilden Fäulnisstoffe. Aufgrund der starken
Algenvermehrung gelangt kein Licht mehr an den Boden des Gewässers, deshalb
können die dortigen Pflanzen keine Photosynthese mehr betreiben, sie sterben
und verfaulen.
Der Sauerstoffgehalt nimmt immer mehr ab. Es kommt zu einem
Massensterben im Gewässer (Seilnachts
Umweltlexikon, 2010, Die Verschmutzung der Gewässer).
In Seen sind
die verantwortlichen Faktoren für die Schichtung und das Durchmischungsverhalten
die Beckenform und Tiefe, die Lage des Beckens, der Wind, die Windhäufigkeit
und -stärke wie auch die Sonnenscheindauer. Aus diesen Grundlagen ergeben sich
die physikalischen Auswirkungen, die einen entscheidenden Einfluss auf den
Energie- und Stoffhaushalt haben (Rathofer,
N., 2001, S. 6).
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Im Winter kann sich
bei Eisbedeckung wieder eine Phase der Stagnation anschließen (Bayrhuber, H. [Hg], Kull, U. [Hg], 1989, S. 191)
Dieser Vorgang ist in Abbildung 1 schematisch dargestellt.
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Abbildung 1 Schema
von Zirkulation und Temperaturschichtung eines tiefen Sees im Jahresverlauf
Quelle: Rathofer, N.,
2001, S. 7)
In Seen besteht
häufig eine reine Temperaturschichtung, in Meeren jedoch beruht die
vertikale Schichtung meistens auf Temperatur- und Salzgehaltseffekten gleichzeitig
(thermohaline Schichtung). Der Grund ist die horizontale Verfrachtung von
Wassermassen durch den unterschiedlichen Salzgehalt (Sommer, U., 2005, S. 27).
Abbildung 1 zeigt Studenten beim
Messen des Salzgehaltes in der Bucht von Marano bei Venedig.
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Abb 1.: Messung
des Salzgehaltes und der Temperatur in unterschiedlichen Tiefen in der Bucht
von Marano
Quelle: Eigene Aufnahme
Das Ausmaß der
Eutrophierung wird durch den Trophiegrad (Trophiestufe) quantifiziert. Fließgewässer
können mit dem Saprobiensystem in Gewässergüteklassen eingeteilt werden. Das
allein genügt für stehende Gewässer nicht, da sie verschiedene Zonen haben, wie
Ufer- und Badezonen, Tiefen-, Mittel- und Oberflächenwasser.
Zusätzlich gibt es
bei stehenden Gewässern eine stark variierende Gewässerfläche und –tiefe. Aus
diesem Grund werden stehende Gewässer nach dem Grad ihrer Trophierung gemessen.
Es werden die Jahresdurchschnittswerte von Chlorophyll und der Gesamtphosphorgehalt
verwendet. Des Weiteren werden Sichttiefe, Sauerstoffsättigung (gemessen am Ende
der Sommerstagnation im Tiefenwasser) sowie die Farbe des Gewässergrundes für
die Einstufung herangezogen.
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Abb
2.:Um Wasserproben in unterschiedlichen Tiefen entnehmen zu können verwendet
man einen Wasserschöpfer nach Ruttner, der bei Erreichen der Messtiefe mit einem
Fallgewicht geschlossen werden kann.
Prinzipiell stellen
Nährstoffe die Grundelemente von organischem Material dar. Sie zirkulieren in
Kreisläufen durch die Atmosphäre, Böden und Gewässer, wobei sich ihre
Erscheinungsform durch biochemische Reaktionen verändert. Bei der Eutrophierung
spielen vor allem Stickstoff und Phosphor eine wichtige Rolle (IKZM-D LERNEN,
2010, Ursachen).
Häufige Formen des
Stickstoffes sind:
-Molekularer
Stickstoff (N2), (bildet den
sauren Regen)
-Gasförmiger
Stickstoffoxide (NOX)
-Nährsalze:
Nitrat(NO3-), Nitrit (NO2-) und Ammonium (NH4+)
-Organische
Stickstoffverbindungen
In der Atmosphäre
kommt am meisten Stickstoff vor, an und unter der Erdoberfläche lagern weniger
als ein Prozent in Gesteinen (als Salpeter), gelöst im Wasser und in gebundener
Form als lebende und tote Biomasse. Die Umwandlung von Luftstickstoff in
reaktive Stickstoffformen bezeichnet man als Stickstofffixierung, wobei
seit dem späten 20. Jahrhundert nicht mehr die natürliche sondern die durch den
Menschen verursachte Stickstofffixierung überwiegt. Dentrifikation ist
der umgekehrte Prozess, wobei hier vor allem durch Bakterien anorganischer
Stickstoff in Luftstickstoff umgewandelt wird. (IKZM-D LERNEN, 2010, Ursachen).