Europäische Bewegungskultur
1) Wie war der Ablauf der Olympischenspiele in der Antike?
5 (6) Tage: 1.Tag: Festtag,
Eidesleistung, Vorbereitung. 2.Tag: Gymnischen Agone der Knaben. 3.Tag:
Vormittags die hippischen Agone, Nachmittags Fünfkampf, Abends Totenopfer.
4.Tag: Vollmondtag, Festmahl. 5.Tag: Vormittags Wettläufe, Nachmittags Ringen,
Faust und Allkampf, abschließend Waffenlauf. 6.Tag: Morgens Siegerehrung,
Abends Dankopfer.
2) Erkläre das Turnierwesen im
Mittelalter?
Ritter 7 Frömmigkeiten: Reiten, Schwimmen,
Bogenschießen, Fechten, Jagen, Schachspielen, Dichten
2
Kampfdisziplinen: Schimpfrennen (Stumpfe Waffen), Scharfrennen (Scharfe Waffen
mit Metallspitzen)
Kampfplatz wurde
abgesteckt und wurde immer enger (kaum Ausweichmöglichkeiten). Zuerst durften
nur Ritter teilnehmen, dann wurde es auch manchen Bürgern erlaubt. Es gab dann
auch Bewerbe mit Bewertung der Masken und Bekleidung (Bürger machten sich eher
lustig darüber)
3) Gegenüberstellung Renaissance und
Barock?
Renaissance:
Kraftbetonte Betätigung, atemberaubend, anstrengend, intensiv
Barock:
zierliche- elegante- spielerische- geometrische- Betätigung
4) Wann und wo waren Olympischen Spiele?
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Winterspiele:
Chamonix (1924), St. Moritz (1928), Lake Placid (1932), Garmisch Partenkirchen
(1936), St. Moritz (1948), Oslo (1952), Cortina (1956), Squaw Valley (1960),
Innsbruck (1964), Grenoble (1968), Sappro (1972), Innsbruck (1976), Lake Placid
(1980), Sarajewo (1984), Calgary (1988), Albertville (1992), Lillehammer
(1994), Nagano (1998), Salt Lake City (2002), Turin (2006), Vancouver (2010)
5) Nenne die sozial Pyramide im
Mittelalter?
1)
Patrizier: orientierten sich an aristokratischen
Verhaltensmustern, machten Ritterliches Turnwesen nach
2)
Handwerker: Militärische Schutzfunktion, Fecht-
und Schutzwesen
3)
Proletariat: Bindung an Bäuerliche Tradition,
Bäuerliche Spiele, Tanz- und Wettkampfformen
Leibesübungen der Griechen:
(Ca. 800- 30 v. Chr.)
Archaikum, Klassik, Hellinismus
homerischen Epen-
Wettkampfbeschreibung in der Ilias (8.Jh v. Chr.) = Ältestes Dokument für
Leibesübungen der Griechen. 8 verschiedene Disziplinen kommen zur Austragung:
Wagenrennen (am ausführlichsten beschrieben), Faustkampf, Ringkampf, Wettlauf,
Waffenkampf, Diskos, Bogenschießen, Speerwurf.
Kennzeichen: Anlass war der Tot
eines Helden zu feiern, Veranstalter und Schiedsrichter sind gleich, Anzahl der
Teilnehmer = Anzahl der Preise, Entscheidungen oft umstritten (kein Fairplay).
Spiele von Olympia: Zu ehren Zeus
(776 v. Chr. Bis 4 Jh. Nach Chr.) Spiele gab es über 1000 Jahre, aber Programm
blieb fast ähnlich.
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Leibeserziehung im Training: wurde
für die militärische Ausbildung immer wichtiger. Mit der Führungsrolle von
Athen kam es zur Einbindung der Leibeserziehung in das Schulwesen. Ziel war
Harmonie von Körper und Geist (Kalolagathia). Etwa seit 5 Jh v. Chr. Spaltete
sich Leibeserziehung und Leibesübung in verschiedene Zweige auf:
a) Leibeserziehung in den Palästren
und Gymnasien
b) Diätetik
c) Berufsathletentum
Sport in
der Neuzeit:
Leibesübung in Humanismus-
Renaissance (15/16 Jh)
Bildete eine grundlegende
Voraussetzung für eine Positive Entwicklung der Leibesübungen. Schriften werden
gesammelt, ausgewertet und neu interpretiert. Humanisten sehen den Menschen als
individuelle Persönlichkeit.
Frage nach dem Sinn und Nutzen der
Leibesübung wird wieder gestellt. Neben der Erholungsfunktion und Spaß wird
auch der Körperliche Aspekt von Ärzten, Dichtern Humanisten usw. bekräftigt.
Wichtigstes Werk der Leibesübungen in der Renaissance von Mercurialis. Listet
Übungsstoffe für Schwimmen, Spiele, Tanzen, Kriegsübungen usw. auf. Er
unterscheidet Bewegungen, Arbeiten und Übungen, die folgende Merkmale aufweisen
müssen: 1) Heftigkeit, 2) Freiwilligkeit, 3) Absicht gut für Gesundheit
Hier erschienen gedruckte Bücher
die Regeln und Techniken zur Ausführung bestimmter Leibesübungen festlegen:
Ballspiele
Fecht- und Ringerbücher (sehr hoher
Stellenwert
Reitkunst
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Umfassende Bildung wird angestrebt,
wissenschaftlich, künstlerisch und körperlich.
Ritterliche Exerzitien: Reiten,
Tanz, Fahnenschwingen, Wandlaufen, exerzieren, Schwimmen, Fechten, usw.
Philanthropen
(= Menschenfreunde) ca. 17 Jh
Zeitalter der Aufklärung, geprägt
durch starkes Interesse an Fragen der Erziehung und Pädagogik. Ziel war, der
Mensch soll vollkommener werden.
Wichtige Vertreter:
·
Basedow
·
Campe
·
Simon
·
Salzmann
·
Gutsmuths: (1759- 1839) schrieb erstes Lehrbuch
für Leibeserziehung der neueren Zeit. Nutzen der Gymnastik: 1)Gesundheit des
Körpers, 2) Abhärtung, 3) Stärke und Geschick, 4) Tätigkeit des Körpers, 5)
Gute Bildung des Körpers, 6) Schärfe der Sinne. !!Kein Zwang, viel Lob!!
1) Keine
Gymnastik vor Beendigung der Verdauung, 2) Erhitzen schadet keinen gesunden
Körper, 3) Langsam beginnen, dann stärker werden, 4) Keine Übertreibung, 5)
Übungen bei guter Haltung, 6) Zahlreiche Gesellschaft, 7) Unterscheidungen von
guten und schlechten Sportlern, 8) Rücksicht bei Schwachen und Kranken, 9) Mehr
Übungen die schwache Glieder stärken, 10) Anforderung des Lehrers nach
Leistungsgrad
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·
Vieth: Unterteilte die Leibesübungen in:
1.
Klasse: Passive Übungen (Liegen, Sitzen, Schaukeln,
Tragen..
2.
Klasse: Aktive Übungen: Übungen der Sinne,
Übungen der Glieder
Die
Deutsche Turnbewegung
Friedrich Ludwig Jahn:
Ziele: Befreiung Deutschlands von
Napoleon, Deutsches Reich und Führung Preußens, seine Ideen in Buch verfassen
Turnspiele müssen nach seiner
Auffassung keine großen Vorrichtungen, leicht erlernbar, nicht vom Zufall
abhängend, viele Teilnehmer, kein großer Raum, kein Zuschauer unter
Mitspielern, jeder soll sich anstrengen, Verteilung von Anstrengung und Pause,
abwechslungsreich und Spaß dabei haben, sein.
Strenge Turngesetze:
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Turnordnung befolgen
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Graues Turngewand
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Keine Feindschaften zwischen Turnern
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Kein Hass am Turnfeld
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Auf bezeichneten Wegen zum Turnfeld
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Turner muss zuerst auf Tie
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Jeder soll sich nach Turnbrauch richten
5 Ereignisse die die Turnbewegung
beeinflussen:
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Verlesungen von Jahn zum Deutschen Volkstum
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Fest auf der Wartburg
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Berlinerturnstreit
·
Breslauerturnstreit
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Ermordung von Kotzebue
Adolf Spieß:
Hatte besonderen Einfluss auf das
Schulturnen der 2ten hälfte des 19 Jh.
Seine Forderungen waren:
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Allgemeines Schulturnen
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Leibesübungen als Unterrichtsfach
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Mädchenturnen
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Bildungsanstalten für Turnlehrer
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