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Europäische Bewegungskulturen (2003) (Page 4).doc

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Social Science
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Sport and Recreation
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Sport and Recreation

Anatomie 1
Was ist eine Zelle? · Zellen sind die kleinsten Bau- und Funktionseinheiten­ des Organismus und sind mikroskopisch kleine Bausteine mit etwa einem Durchmesser von einem Hundertstel Millimeter

Von Jahn erstellte Turngesetze:

(1)  Die Turnordnung befolgen

(2) In grauer leinener Turntracht am Turnplatz sein

(3) Keine Feindschaft mit Mitturnern haben

(4) Kein Hass und Groll am Turnfeld

(5) Nur auf bezeichneten Wegen zu- und von dem Turnplatz gehen

(6) Jeder Turner muss zuerst auf den Ti (=Versammlungsplatz) gehen und am Dingbaum schauen, was vor ist, was es gibt und was jeder kund und zu wissen Not tut

(7) Sofortige Anzeige wenn etwas wider der Turnkunst ist

(8) Ohne Rücksprache keine neusüchtigen Neuerungen aufbringen

Fünf Ereignisse beeinflussten die Turnbewegung entscheidend:

  1. 1817 – 1821 Vorlesungen von Jahn zum Thema „Deutsches Volkstum“
  2. 18. und 19. Oktober 1817 – Fest auf der Wartburg
  3. Berliner Turnstreit
  4. Breslauer Turnstreit
  5. Ermordung von A. v. Kotzebue durch K. L. Sand

 

Adorf Spieß:

Vater des Schulturnens

Seine Forderungen:

  • Allgemeines klassenweise Schulturnen
  • Leibesübungen verbindliches Unterrichtsfach
  • Mädchenturnen (Tanz)
  • Akademische Lehrer, Bildungsanstalten für Turnlehrer
  • Erwachsenen Körperübungen in öffentlichen Turnanstalten
  • Turnen zur Wehrertüchtigung

 

Die schwedische Gymnastik:

Pehr Hendrik Ling:

Gründer der schwedischen Gymnastik (Gesundheitsturnen)

Seine Ziele = harmonische Körperformung durch:

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Die österreichische Turnerneuerung:

Deutsche Vorläufer: Ferdinand Schmidt und Fritz Eckhardt

Gesichtspunkte der Reform:

1)    Ordnungsübungen verlieren an Bedeutung

2)   Spießsche Freiübungen werden zu Gunsten des schwedischen Gesundturnens eingeschränkt

3)   Die Geräteübungen werden vereinfacht

4)   Einfache Gang, -Lauf, Hüpfübungen statt Spießschen Reigen

5)   Volkstümliche Übungen und Spiele werden forciert

6)   Große Aufmerksamkeit auf Freiluftübungen (Wandern, Schwimmen, Rudern und immer mehr Winterübungen)

Karl Gaulhofer und Margarete Streicher:

Gaulhofer-Streicher nennen Bewegungen natürlich wenn sie:

  • Körpermäßig abläuft und nicht willkürlich gebrochen wird
  • In ihrem Kraft- und Zeitmaß kein Zuviel und kein Zuwenig zeigen
  • Aus einem geschlossenem Antrieb heraus entsteht

 

Didaktische Gesichtspunkte des Systems des Schulturnens:

  • Ausgleichsübungen
  • Formende Übungen
  • Leistungsübungen
  • Übungen der Bewegungskunst

 

Einteilung einer Turnstunde:

  1. Einleitung
  2. Hauptteil
  1. Rumpfübungen
  2. Gleichgewichtsübungen
  3. Kraft und Geschicklichkeitsübungen
  4. Gehen und Laufen
  5. Springen

c. Abschluss

a und c sollen ca. 1/3, b hingegen 2/3 der Turnstunde ausmachen

 

 

 

 

 

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Gaulhofers organisatorische Verdienste:

1)    Verdoppelung der Turnstunden an Pflicht und Mittelschulen (von 2 auf 4)

2)   Einführung der Freiluftnachmittage im Normalunterricht

3)   Einführung des monatlichen Wandertags für alle Schulen

4)   Einführung des 8-tägigen Schikurses

5)   Aufbau eines Sonderturnens für haltungsgefährdete Kinder

6)   Organisation des Schülerschwimmens

7)   Ausbau von Übungsstätten wie Turnhallen, Spielplätzen usw.

8)   Ausbau des Schulärztlichen Dienstes

9)   Regelmäßige Lehrerfortbildungen für das Turnen, Schwimmen etc.

10) Reformen auf dem Gebiet der Turnlehrerausbildung

11)  Initiieren der „Wissenschaftlichen Gesellschaft für körperl. Erziehung“

12) Arbeiten an den Turnplänen

Der moderne englische Sport

Die meistgenannten Gegensätze von Sport und Turnen:

Sport

Turnen

Elitär

Volkstümlich

Höchstleistung/Disziplin

Vielseitigkeit

Messen von Zeiten und Weiten

Wertet Harmonie der Bewegung

Individ. Erfolgserlebnis

Massendemonstration

Internationaler Vergleich

Nationale Identifikation

Geld

Überzeugung

„Fair Play“

Eigene Weltanschauung

Prinzipien des Sports:

        I.    Leistungsprinzip

     II.    Konkurrenzprinzip

  III.    Rekordprinzip

Kriterien für modernen Sport laut Guttmann:

  1. Weltlichkeit
  2. Chancengleichheit
  3. Spezialisierung auf eine Disziplin
  4. Rationalisierung
  5. Bürokratisierung
  6. Quantifizierung
  7. Suche nach Rekord

 

Warum gerade England zum Mutterland des Sports wurde:

Geistige Grundlagen: Aufklärung, Industrialisierung.

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Olympismus:

Baron Pierre de Coubertin = Begründer der Spiele der Neuzeit.

Wesentliche Merkmale des Olympismus:

(1)  Kult (religio athletae)

(2) Adel und Auslese im Leistungsstreben

(3) Dienst der Muskelkraft am menschlichen Geist

(4) Ritterlichkeit

(5) Friedensliebe

Coubertins Grundsätze:

  1. Übernahme des antiken Rhythmus von vier Jahren – OS können ausfallen aber nicht verlegt werden.
  2. Heilige würde des Festes. Keine Wertpreise nur Amateure werden zugelassen.
  3. Internationalität der Teilnehmer und des Austragungsortes. Alle Völker sollten zu den Spielen geladen und der Schauplatz sollte von Land zu Land wechseln.
  4. Richtschnur für den sportlichen Inhalt sollten nicht die Antike sondern der moderne Sport sein.

 

Alle OS der Neuzeit:

1896 Athen

1900 Paris

1904 St. Louis

1908 London

1912 Stockholm

1916 Berlin (Entfallen)

1920 Antwerpen – Einführung der OS-Flagge

1924 Paris – Charmonix

1928 Amsterdam – St. Moritz

1932 Los Angeles – Lake Placid

1936 Berlin, Garmisch-Partenkirchen

1940 Entfallen

1944 Entfallen

1948 London – St. Moritz

1952 Helsinki - Oslo

1956 Melbourne – Cortina d`Ampezzo

1960 Rom – Squaw Valley

1964 Tokio - Innsbruck

1968 Mexico - Grenoble

1972 München - Sapporo

1976 Montreal - Innsbruck

1980 Moskau – Lake Placid

1984 Los Angeles - Sarajewo

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1992 Barcelona - Albertville

1994 Lillehammer

1996 Atlanta

1998 Nargano

2000 Sydney

2002 Salt Lake City

2004 Athen

2006 Turin

2008 Peking

2010 Vancouver


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